Hey, Mr. Ben!


Heeelfen!
Oktober 10, 2008, 08:16:12
Gespeichert unter: Chaosknilch

Heute morgen in der Küche, ich bereite den dringend benötigten Kaffee zu. Ein kleines Stimmchen neben mir, aus Richtung des allgegenwärtigen Hockers: “Heeeeelfen!!!

Protestgebrüll gab es, als ich ihm erklärt habe, daß da jetzt schon genug Löffel Kaffee in der Kanne drin sind und mehr nicht nötig seien.

Ach gottchen, war das süß :-)



Guten Morgen!
Oktober 9, 2008, 21:27:54
Gespeichert unter: Kulinaria

Photos vom Kakauaholiker bei seiner morgendlichen Dosis ;-)



Schuhe
Oktober 9, 2008, 21:13:31
Gespeichert unter: Dieses, Jenes, Welches

Hier die versprochenen Photos.

Allerdings habe ich das Gefühl, die Mühe mit den Schuhen hätte ich mir sparen können, denn als Ben gleich heute die blauen entdeckt hat, die ich seit letztem Jahr im Schrank hatte - da gab es zwei zum Preis für einen und da wäre ich doch bescheuert gewesen, hätte ich zwei in derselben Größe gekauft - war das Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich sollte er die nur anprobieren und eigentlich sind die noch mit Größe 25 eine Winzigkeit zu groß. Die wollte er aber nicht mehr ausziehen.

Die anderen hingegen wollte er nicht mal mehr anziehen. Trotz Dschungel. Trotz Schlange. Trotz Orange. *seufz*



Namensverwirrung
Oktober 9, 2008, 20:59:43
Gespeichert unter: Kommunikatives

Ben ist momentan entzückt davon, daß wir zwei Namen haben. Ich zum Beispiel heiße Mama und Susan. Jens heißt auch Papa. Immer wieder spricht er uns darauf an, plappert unsere Namen und ist entzückt. Und wenn er uns ruft, benutzt er selbstverständlich unsere Rufnamen, denn das machen Mama und Papa ja auch: die rufen nicht “Mama” oder “Papa”, sondern “Susan” und “Jens”. Also darf er das auch nicht machen und benutzt ergo unsere Rufnamen.

Das gefällt mir definitiv nicht. Ich bin “Mama” für ihn. Basta!



Kläglich
Oktober 9, 2008, 20:54:34
Gespeichert unter: Schlaf Kindchen

Kläglich klingt es - wieder mal, trotz ausgefallenem Mittagsschlaf - zu Unzeiten aus dem Schlafzimmer: No! Noooo! heult das Stimmchen. Jämmerlich, herzzerreißend. Ach Kind. Du wirst doch nicht abgestochen. Nur schlafen sollst du! Und gefälligst akzeptieren, daß ich Feierabend habe und heute mal der Papa dran ist.

Das war wohl wirklich nur eine Phase. Schade eigentlich.  Ach ja, er redet halt schon davon, müde zu sein. Genau genommen hat er seit heute morgen davon geredet. Erst war die Sonne müde, dann das Schaf in seinem Buch, der Baum, das Baby, das wir gesehen haben, ich, die Sonne, der Mond, das Auto, ich, zwischendurch auch mal er. Aber schlafen hat ja auch nichts damit zu tun.



Selbsttest
Oktober 9, 2008, 19:53:38
Gespeichert unter: Kulinaria

Im Selbsttest bestätigt: Habaneros sind scharf. Sehr scharf. Eigentlich fand ich meine Mundschleimhäute sehr nützlich, aber dazu ist es jetzt wohl zu spät.



Dschungel-Schuhe
Oktober 9, 2008, 18:49:41
Gespeichert unter: Ausflüge & so

Mit Ben Schuhe kaufen zu gehen ist wirklich anstrengend. Er heult und weint und weigert sich. Irgendwie ging es doch. Der Einfachheit halber habe ich auch direkt die ersten genommen, die er anprobiert hat. Die passten. Mit Dschungel-Motiv. Die mit den Leuchtdioden haben es ihm noch mehr angetan, aber da war mir zu viel Plastik dran.

Größe 24 jetzt. Photos folgen.



Uraustralisch
Oktober 9, 2008, 18:47:31
Gespeichert unter: Kommunikatives

Heuet beim Einkaufen. Ich zahle und will die Kasse verlassen. Ben dreht sich im Einkaufswagen um, winkt lässig und kräht “Seeeeyahhh!” See ya ist so ziemlich der australischste Spruch, den ich kenne. Immer und überall. Bye ist hier übrigens eher unüblich.



Pinne
Oktober 8, 2008, 18:02:24
Gespeichert unter: Kommunikatives

Wir waren auf dem Spielplatz und sind wieder zu Hause. Da ich mir vorgenommen habe, die Einfahrt zu fegen, bin ich kurz nach hinten, um den Besen zu holen. Plötzlich höre ich ein schrilles Kreischen. Ein Schrei, ein jämmerliches Heulen. Ben steht im Eingang, kläglich, wie ein begossener Pudel und heult herzerweichend.

Ich tüddel natürlich sofort. Och, Ben, was ist denn los? Hast du dir weh getan? Was ist passiert? und lasse das arme Kind nicht zu Wort kommen, das vor sich hinschluchzt und unbedingt auf meinen Aaahm will. Irgendwann bringt er dann ein Pi-pi-pi-pinne zustande. Panik auf meiner Seite: Hat ihn eine Spinne gebissen? Wenn ja, welche und was ist die Nummer vom Notruf? Pi-pi-pinne. Jammert er weiter auf meinem Arm und kreischt plötzlich wieder panisch auf: Piiiiinneeeee! Spinne? Wo? Ich kapiere, daß er nicht gebissen wurde, sondern nur Angst hatte. Ist wohl meine Schuld, ich habe mich auf dem Spielplatz so vor einer Spinne erschreckt, die plötzlich hinter mir aufgetaucht ist.

Pi-pi-pinnääääh! heult das Kind und zeigt - auf eine wööönzichkleine Fliege, die um seinen Kopf herumschwirrt. Ähm, ja. Ich tröste trotzdem und erkläre meinem kleinen verängstigten Spatzi, daß das nur eine Fliege war, die so klein ist und so viel mehr Angst vor uns hat undsoweiterundsofort bis er sich wieder beruhigt hat und mir beim Laubfegen helfen konnte.



Einer dieser Tage
Oktober 8, 2008, 13:47:17
Gespeichert unter: Ben hat Spaß, Chaosknilch, Schlaf Kindchen

Es gibt Tage, da geht alles leicht von der Hand. Das Kind hat Flausen im Kopf, aber irgendwie nimmt man das nicht zur Kenntnis, man lacht. Schließlich ist man gut drauf. Der Haushalt flutscht, weil alles nur oberflächlich gemacht wird. Schnell, schnell, die Sonne scheint, lieber raus als Spülen. Man ist ja gut drauf. Gewickelt ist das Kind in zwei Sekunden, es fällt binnen weniger Minuten in den Mittagsschlaf und ist abends zur angemessenen Zeit müde. Alles flutscht und rutscht und überhaupt.

Diese Tage gibt es. Dann aber gibt es auch noch diese Tage. Tage, die nicht mal schlimm sind,wo nicht viel passiert, wo aber alles irgendwie mühsam erscheint. Das Aufstehen wird zu einer mittelschweren Herausforderung. Selbst nach dem 4. Kaffee wird man nicht richtig wach, das Kind hängt am Rockzipfel, unablässig Mamamamamamamaaa rufend. So lange, bis Maaammmaaa zu einer Bedrohung wird. So lange, bis Maaammma dazu führt, daß man sich einfach nur noch im Schrank verstecken will. Das Maaammma-rufende kind aber läßt einen nicht verstecken, sondern verlangt nach ständiger, ungeteilter, uneingeschränkter, 500%iger Aufmerksamkeit. Man muß ständig auf dem Sprung sein, sonst hagelt es wieder jammernde Mmmaaammmmaaa-Rufe in einem quengeligen Tonfall, der an den Nerven zehrt. Steter Tropfen höhlt den Stein oder wie sagt man so schön?

Dazu kommt die Sonne, die lockt. Komm raus, säuselt sie mit sanftem Lächeln. Der Wind ist so mild, die Temperaturen angenehm, komm, komm, komm… lockt sie. Man würde so gerne zur Tür. Man würde so gerne den Kinderwagen schnappen, das quengelige Kind einpacken und der Verlockung nachgeben, doch nein, denn da ist es, das eklige Monster, das unsterbliche Biest: der Haushalt. Mit garstigem Grinsen glotzen einen die ungespülten Teller, Tassen, Töpfe an. Klebriges Zeug rinnt höhnisch auf der Arbeitsfläche, die Sonne fällt mit ein in dieses Haushalts-Mobbing, indem sie gnadenlos durch die plötzlich unproportional groß erscheinenden Fenster leuchtet.

Haushalt. Qual. Eintönige Sysiphos-Arbeit. Die große Öde, die niemals endet. Ich fange an, es beginnt, halbwegs sauber auszusehen, da vernehme ich von hinten ein “Oooops“. Resignierend erkenne ich, daß auch das Kindelein sich verbündet hat. Rosinen fliegen durch die Gegend. Kaum hat man diese verf*** Rosinen aufgesaugt, ertönt ein “Hoppala”  und auf der gerade gereinigten Arbeitsfläche erscheint ein wunderschöner Fleck aus Kirschsaftschorle. Unerbittlich tropft die klebrige Flüssigkeit auf den Boden. Ich hole den Mop.

Und erblicke auf dem Weg zurück in die Küche, wie Kindelein friedlich malt. Schön. Nur leider ohne Papier. Der Mop kommt dagegen nicht an, da braucht es einen Lappen oder ,besser noch, einen Schmutzradierer, den ich nicht habe. Ich schrubbe nach dem Moppen gegen den Fleck an, während das Kind mit dem Porzellanschälchen, das es in der Küche durch Mithilfe dieses fiesen “Hockers” ergattert hat, begeistert auf die gerade gereinigte Arbeitsfläche hämmert.

Im weiteren Verlauf wird “schnell” gekocht, was sicher schneller gegangen wäre, wäre Kindelein nicht so erpicht gewesen, zu helfen, was ja eigentlich ganz süß ist. Möhrenschalen auf dem Boden sind aber schnell aufgewischt. Die Kekskrümel, die das Kindelein eigentlich noch verspeisen wollte, werden gnadenlos aufgesaugt. Die Kartoffeln werden mit Hilfe von zwei Sparschälern malträtiert, einen davon hat Ben. Er will helfen. Sehr lobenswert, nur…egal. Auch das Essen wird irgendwann doch noch fertig - es gibt gekochte Kartoffeln! - , wir setzen uns an den Tisch, sagen gefühlte 100.000 Mal “Piep, piep, piep,…” und so weiter und ich starre auf diese überproportional großen Fenster, die zum Glück nicht mehr der Sonne ausgesetzt sind und weigere mich, mich umzudrehen: denn das große, fette Monster namens Haushalt hat meine Küche wieder voll im Griff. Kaum zu glauben, daß ich die eine Stunde zuvor nahezu blitzeblank geputzt habe. Wieder stapelt sich das Geschirr, wieder klebt die Arbeitsfläche, überall sind kleine Möhrenschnipsel, die Kindelein verursacht hat und ich bin wieder nur erschöpft.

Ben hat sich übrigens widerstandslos zu Bett bringen lassen - zwischen unserem und seinem Bett gibt es eine wunderschöne Holzlatte, die eine perfekte Straße darstellt. Also habe ich gedöst und Kindelein Autos geschoben und unablässig gequasselt statt zu schlafen. Irgendwann, nach 45 Minuten oder so und einem “Naaain!” (=bloß nicht hinlegen!) ratzt das Kind binnen Sekunden ein. Eine Pause an diesem Tag.

Nicht erwähnen brauche ich, daß ich nicht das geschafft habe, was ich wollte, denn die Mithilfe Bens hat wahnsinnig viel Zeit gefressen. Mal sehen, ob wir es noch zum Spielplatz schaffen heute oder ob es wieder zu spät wird. (Nein, ich glaube, ich brauche jetzt den Spaziergang).