Montagsbento für den kleinen Mann:
gebratenen Reis aus der Tiefkühltruhe – inzwischen mache ich schon immer einen ganzen Riesenpott voll Reis für diesen Zweck! Gedünstete Karottenblümchen, Edamamespieße (aufgespießt auf Spaghetti), Reisklöße, genauer gesagt Mitarashi dango, die sehr lecker sind und eigentlich ganz schnell gemacht sind. Meine habe ich Sonntag gemacht und hier aufgetaut. Zuletzt noch gedämpfte Klöße mit Azukibohnenfüllung, in Scheiben geschnitten. Ebenfalls Reste von vorgestern.
Der/die/das Dienstagsbento, diesmal für den großen Mann. Ja, ich bin heute morgen sehr früh aus dem Bett gefallen und wußte nichts besseres mit meiner Zeit anzufangen. Aber ich schwöre, auch das hat nicht lange gedauert. Den Reis habe ich gestern gekocht und eigentlich hätte er blau sein sollen. Hat aber trotz Blaukraut nicht geklappt. Violett ist er statt dessen geworden, geschmacklich hat es aber nicht geschadet. Naja. Unten als „Boden“ Reste von gestern, ein Tofu-Lauch-Mischmasch, Erbsen und Möhrenblümchen mit ein paar Senfkeimlingblättern – kann ich übrigens statt Kresse sehr empfehlen, wächst genauso schnell, ist genauso einfach zu ziehen, schmeckt sehr gut. Die „Marienkäfer“ sind Kirschtomaten mit Seetangdeko, die „Biene“ ist aus Käse.
Der kleine Mann hat eine Unterwasserlandschaft bekommen mit dem gleichen Reis, Soja-Kürbisboden, Erbsenpflanzen, Fischkloß-Kraken, einer Süßkartoffelkrabbe und Käsefischen.
Alles in allem hat es nicht länger als eine halbe Stunde gedauert, alles zuzubereiten, inclusive Garen des Gemüses und inclusive nebenbei Frühstückmachen und Bespaßen. Nicht zu schlecht, aber jede Woche werde ich so was auch nicht machen, das wäre dann doch übertrieben
Wie gut das ankommt, beweist die Reaktion von Ben, der am liebsten gleich alles aufgegessen hätte. Wie soll ich den jemals nur wieder an normale Marmeladenbrote gewöhnen?
(Und wie ärgerlich, mein RAW-Programm hat scheinbar kleine Unschärfen automatisch bereinigt. Zu schade, daß dei Testphase abgelaufen ist. Hmpf.)
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Gestern den kleinen Mann aus dem Kindergarten geholt. Eigentlich dachte ich ja, er würde sich freuen. Aber nein, hochkonzentriert saß er da, kaum daß er mich beachtete, und fädelte Tierfiguren auf eine Schnur. Aufgestanden ist er erst, als er fertig war.
Berichtet hat die Kindergärtnerin, daß Ben am liebsten Sachen macht, die ihn herausfordern, die schwierig sind und auf die er stolz ist, wenn er es schafft. „Sogar Puzzles“, wie sie meinte. Hach ja.
Ich habe den Eindruck, daß Ben sich in dem neuen Kindergarten sehr wohl fühlt. Er ist immer happy, wenn ich ihn abhole, er läßt sich gut abgeben. Schön ist das. Das beruhigt mich enorm, das Gefühl hatte ich nämlich nicht unbedingt, als er noch im alten Kindergarten war. So nach und nach erfahre ich auch, daß dieser Kindergarten, bzw. diese Vorschule, um korrekt zu sein, einen ziemlich guten Ruf in der Umgebung hat. Diesmal habe ich, scheints, ein gutes Händchen gehabt. Gut, daß ich aufs Bauchgefühl und nicht auf das schicke Aussehen geachtet habe.
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Wir wissen ja, daß Mr. ben zu Hause eher das Rabaukenkind vor dem Herrn ist. Was sich übrigens auch ganz plötzlich gebessert hat. Erleichterung pur bei den werten Eltern: kein hauen und Kneifen mehr und geschubst wird auch nur noch selten. Nur bei bestimmten Anlässen wie Verteidigung des Eigentums, Müdigkeit und dergleichen.
Allerdings spielt er nicht MIT anderen Kindern, oder eher selten. Ob er da zu schüchtern ist oder so? Gruppensitzungen sind auch nicht seine Sache, beim Teddybears’ Picknick heute war er der einzige, der sich nicht an der „Bärenjagd“ beteiligt hat. Ist total uninteressant, wenn doch ein roter Trecker da steht! Also, Rabaukig und Lonesome Wolf oder so.
Und im Kindergarten? Höchste Belobigungen, wie toll der Kerl mit den anderen Kindern spielt, wie schön er sich auch alleine beschäftigen kann, wie sozial er sei und wie toll in die Gruppe eingefügt und all das. ich weiß nicht, vielleicht haben die mein Kind verwechselt?
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habe ich eigentlich schon erwähnt, daß das mit dem Kindergarten inzwischen besser klappt. Abgeben geht auch ohne Tränen und dieses vorwurfsvolle „Ben hat geweint weil die Mama nicht da war.„, ertönt auch nicht mehr. Zum Glück, denn es gibt nichts besseres um einen komplett runterzuziehen.
Jetzt schreit Ben zu Hause. „Naaaaain, Ben will nich in den Kinnagaaten, ben will s.piieln.“ Darauf folgen in der Regel Diskussionen, wieso weshalb warum das mit der Playgroup heute nicht klappt, wieso weshalb warum eine Hose jetzt unbedingt sein muß und wieso weshalb warum es jetzt nicht geht, daß wir zu Fuß gehen.
Im Kindergarten, bzw. auf dem Vorplatz klammert Ben sich ganz fest an meinen Hals. Wir gehen rein, ich bin erleichtert, daß ich den Knilch absetzen kann und wieder atmen kann. Er krallt sich in meine Hand und läßt nicht los. Zum Glück geht einhändig puzzeln nicht so gut und er mußte loslassen, woraufhin ich mich verabschiedet habe.
Tränen gab es nicht. Dafür aber hat er eine sehr beleidigte Schnute gezogen, sich umgedreht und nicht mal mehr gelinst, ob ich noch da bin. Verabschiedet hat er sich nicht und ich schwöre, daß selbst seine Haarspitzen beleidigt geguckt haben.
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Ben ist ja noch gar nicht an den neuen Kindergarten gewöhnt, so daß er morgens wieder Schwierigkeiten mit dem Abgeben hat. Heute morgen war er jedoch ganz furchtbar tapfer. Er kletterte aus seinem Autositz und erzählte mir ganz furchtbar stolz: „Gucke mal da, der Ben weint gar nicht.„
Gut, er wollte dann nicht wirklich aus dem Auto raus und an der Kindergartentür hat er sich dann wieder ganz arg an den Vater geklammert, aber es wird, es wird…
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Heute: der erste Tag im neuen Kindergarten. Ganz tapfer war der Sohnemann, als wir ihn heute morgen zum ersten Mal in dieser Anstalt allein gelassen haben. Nicht mal geweint hat er, als wir gegangen sind. Er wollte. Aber ich habe ihm gesagt, daß ich gleich wiederkomme. Also hat er seine Tränchen heruntergeschluckt, sich wieder seiner Knete zugewendet und ganz tapfer weitergespielt. Kein Tränchen. Kein Goodbye. Ich glaube, er war ein bißchen beleidigt.
Als ich angerufen habe, war alles in Ordnung.
Und gleich hole ich meinen kleinen Mann wieder ab. Ich hoffe, es hat ihm gefallen. Ach ja, mein süßer kleiner Mann…
Noch ein Anekdötchen aus dem heutigen Kindergartenschnupperbesuch: die Erzieherin merkte an, daß die Kinder sonst um diese Zeit draußen seien. Nur nicht heute, es sei so fürchterlich kalt…
Ich meine, also ich bin die Frostbeule vor dem Herrn, wirklich! Ich bibbere und zittere und kann den Winter nicht ausstehen. Aber, also echt, 18 (in Worten: Acht-zehn) Grad im Schatten bei strahlendstem Sonnenschein als erbärmlich kalt zu bezeichnen geht selbst mir zu weit. Das ist doch allerbestes Spielplatzwetter. Ach ja und einige der Kinder kamen in dicken Daunenjacken!!! (Ben ohne Jacke, war ihm zu warm…)
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So, jetzt ist Ben angemeldet, im Kindergarten hier um die Ecke. Macht einen guten Eindruck, also bleibt es jetzt dabei. Die haben ein strafferes Tagesprogramm und sind strenger als der alte Kindergarten. Da es sich um eine Preschool handelt, gibt es auch viele Lernsequenzen – schon beim täglichen Abzählen der Kinder wird z.B. der Wochentag eingebaut und Zählen geübt. Danach stellen die Kinder ein besonderes Spielzeug vor, immer so fünf, sechs Kinder. Sie zeigen es, keiner wird gezwungen, dazu was zu erzählen, aber ermuntert wird jedes Kind. Die anderen in der Gruppe können – als Vorbereitung auf Schule – Fragen dazu stellen. Dazu kommt, daß die Gruppe altersmäßig bunt gemischt ist. Getrennt werden die nur zu den „Unterrichtszeiten“, da die Kinder, die demnächst zur Schule gehen, natürlich darauf vorbereitet werden, während die Kleinen vielleicht, weiß nicht, eher Formen und Farben üben. Spielerisch alles.
Positiv sehe ich auch, daß die Eltern eingebunden werden in Bastelaktionen zum Beispiel. Außerdem finden Thementage/Themenwochen statt. In zwei Wochen z.B. ist eine Krokodilfarm zu Besuch. So was hat der alte Kindergarten nicht veranstaltet.
Wir hatten Glück, daß gerade ein Platz frei geworden ist, daher ging das jetzt ratzfatz. Ab nächste Woche dann wieder zwei Tage die Woche.
Nachteil ist, daß schon um fünf statt um sechs Uhr abends Feierabend ist, was aber erst zum Problem wird, wenn ich auch arbeiten gehe. Und dann kriegen wir das auch noch hin.
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Kindergartensuche geht ja weiter, das haben wir vor dem Urlaub ja beschlossen, daß wir wechseln. Gerade eben bei der einen Anstalt angerufen, da könnten wir Montag schon zur Einführung vorbei kommen. Wahlweise Montag und Dienstag und eventuell den Freitag dazu.
Jetzt bin ich mir unsicher, denn schon beim letzten Mal habe ich nicht die optimalste Wahl getroffen. Aber gut, schon beim letzten Mal haben wir ja gesagt, daß es nur eine Übergangslösung sei, bis wir was Adäquates gefunden haben. War also schon von Anfang an nicht meine Lieblingslösung gewesen diese Verwahranstalt. Bei der jetzigen hingegen habe ich kein schlechtes Gefühl, was die Betreuung angeht. Zwar ist es nicht der allermodernste Kindergarten, den man sich vorstellen kann – davon habe ich mir auch zwei, drei angeschaut – aber da hatte ich das Gefühl, daß die Kinder erstens ganz gut betreut werden und zweitens haben die Leute Erfahrung. Die Leiterin macht das seit acht oder neun Jahren, außerdem haben die gerade mal insgesamt 25 Kinder bei 3 Betreuern – und es sind ja nicht jeden Tag alle Kinder da. Hm.
Wie gesagt, ein gutes Gefühl habe ich, die Eltern sollen angeblich auch eingebunden werden; ein Punkt, der mich ja bei dem anderen Kindergarten extrem gestört hat: diese Informationspolitik, bzw. die Politik der Nicht-Information. Das andere, das mich ein wenig verunsichert ist, daß es sich um eine Preschool handelt. Also nicht, wie in Deutschland, ein Kindergarten, der Spiel, Spaß und was auch immer bietet, sondern eine echte Vorschule, in der Lesen, Schreiben, Rechnen gelehrt wird. Die bauen Vulkane!
Ich frage mich, ob ich ihn damit nicht ein wenig überfordere? Andererseits: ab dem 3. Geburtstag geht es sowieso in allenKindergärten mit Lesenlernen los.
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News vom Kindergarten: Übernahme hat geklappt, das Ding bleibt auf und es kommen auch schon wieder neue Kinder. Für Ben momentan ein wenig doof, da hauptsächlich kleinere Kinder angemeldet werden. Da nur noch so wenige da sind, gibt es nur eine einzige Gruppe. Wir halten aber trotzdem an den Plänen fest und melden ihn für den August oder so woanders an.Ich kann allerdings aufatmen, ich habe dann doch noch den ganzen Mai.
Ja, und jetzt ist da ein Neuer, etwa in Bens Alter. Kann sein, daß er ein paar Monate jünger ist. Oder älter, so genau kann man das ja nie sagen. Ben ist für sein Alter schon recht groß, glaube ich. Oder auch nicht. Glaube ich. Ist auch egal. Jedenfalls schien es so, wie die Kindergärtnerin mir erzählte, daß die beiden gut miteinander klarkommen. Schön, das zu hören, besonders nachdem wir letzte Woche zu hören bekommen haben, daß Ben Schwierigkeiten hat, sich zu sozialisieren, d.h. hauptsächlich alleine bleibt. Wundert mich nicht in Anbetracht der Altersstruktur, die da momentan herrscht, aber gut. Vielleicht wären die sich auch besser einig, wenn da besser dokumentiert werden würde, aber wir wollen ja nicht meckern. Das ändert sich ja bald hoffentlich.
Wie auch immer, ich habe zu hören bekommen, daß die beiden gut klarkommen, immer zusammenstecken würden, daß Ben Jesse zum lachen bringt (wieso wundert mich das nicht?) und daß Ben manchmal ganz schön rau ist zu dem armen Jesse….Das sei aber nicht so schlimm, denn Jesse sei genauso und haue zurück. Argh. Jungs! *augenroll*
Jedenfalls ist es wirklich herzig, die beiden zusammen zu sehen, denn Ben hat Jesse heute zum Abschied drei bis fünf Mal umarmt, geknuddelt und geherzt. Und es war schön zu hören und zu sehen, daß Ben offensichtlich eine Menge Spaß hatte heute.










