Ich müßte es besser wissen. Gestern bin ich um halb sechs morgens (!!!) aus dem Bett geplumpst – ich konnte nicht mehr schlafen, da mein ganzen Atemwege zugestopft war. Eigentlich war mein Kopf ein einziger riesiger Schleimklumpen. Sorry für das drastische Bild, das ich hier gerade liefere, aber so habe ich mich nun mal gefühlt. Und dann gehe ich gestern nacht um 1 ins bett, weil ich hellwach war. Also bin ich jetzt komplett müde und unausgeschlafen. Dabei hat der Tag gerade mal angefangen!
ich müßte es ja eigentlich besser wissen…*seufz*
(DVD-Ausleihe von Jens: Angels & Demons, gar nicht so schlecht wie das Buch, aber ich habe nicht bis zum Ende durchgehalten. Ich finde Fernsehen irgendwie—Zeitverschwendung. Aber immerhin, die Hälfte des Films habe ich durchgehalten und mit dem Mann gekuschelt. Das haben wir lange nicht mehr gemacht: das Kind war nämlich schon im Auto eingeschlafen und nicht merh wachzubekommen. Feierabend und freier Abend für die Elterntiere. Klasse war das
)
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…und dazu hat mir mein Mann etwas per Email geschickt. Irgendwie lustig. Bei mir ist es am 2. November so weit, zum Glück aber nicht als Gastgeberin. Wieso, wieso, wieso kann ich einfach nicht mal „nein“ sagen? *seufz*
Popp, popp, popp …. aus dem etwas anderen Hühnerstall !!!
Bei uns ist Plastik-Party. Man kennt das ja: Da kommt eine Dame ins Haus
und preist die Plastikprodukte einer bekannten amerikanischen Firma an. Als
Gastgeber muss man ein halbes Dutzend potentieller Kundinnen einladen und etwas
Leckeres servieren. (mehr…)
Komisch, irgendwie kommt mir das Disäng hier anders vor, kann das sein? Egal, so wichtig ist das nicht. Wir leben noch. Sehr zu unserer großen Beruhigung, wäre irgendwie doof, wenn es anders wäre.
Mein Rechner lebt übrigens auch noch, nur zur Zeit eben nicht bei uns. Morgen kann ich den wieder abholen, er mußte gereinigt werden. Nach pimaldaumen drei Jahren seit der letzten Reparatur kann das schon mal vorkommen, daß sich ein wenig Staub in der Lüftung sammelt, was den Rechner dazu veranlaßt hat, sich ab und zu mal selber den Strom abzudrehen.
War irgendwie ungewohnt ohne. Ja, den Laptop meines werten Gatten können wir anschließen, was wir jetzt auch gemacht haben, aber bis Montag haben wir irgendwie darauf verzichtet. Das Wetter war einfach zu herrlich. Bis zu 30 Grad und Sonnenschein, was soll man da in der Bude hocken? Ab in den Pool hieß es statt dessen.
Und selbst Ben hatte seinen Spaß. Der ist seit letztem Jahr ein wenig Wasserscheu, traut sich aber mehr und mehr. Wir arbeiten heftig daran, die Angst vor Wasser abzubauen. Erst hatte er Angst vor Wasser – egal, ob Plantschbecken, Badewanne, Swiming Pool oder Meer – Panik, sobald er sich einer Wasserfläche nähern mußte. Sogar vor dem Strand hat er letzten Sommer Angst gehabt. Inzwischen geht er in sein Plantschbecken, ans Meer – da ist er mit größtem Vergnügen, solange man sich nicht zu nahe am Wasser aufhalten muß – und in den Pool. Wir versichern ihm immer, daß wir festhalten, immer dabei sind und wenn er Angst hat, wir ihn zurückbringen an den Rand, es könne nichts passieren. Und siehe da: er findet es toll, phantastisch und superklasse, mit uns herumzuplantschen. Ganz geheuer ist es ihm nicht, er klammert sich sehr fest und verlangt, immer in der sicheren Nähe des Randes zu bleiben, aber grundsätzlich hat er seine Panik vor Wasser wohl verloren.
Außerdem bin ich gerade an zwei guten Büchern dran. Wieso ist es eigentlich immer so, daß man erst mal ewig lange nach interessantem Lesematerial suchen muß und, sobald man darüber stolpert, einem die Bücher nur so in den Schoß fallen? Momentan bin ich an Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ – wunderbares Buch, nur die Verweigerung der direkten Rede finde ich ausgesprochen maniriert und es nervt ein wenig. Das andere ist Michael Pollans „The Omnivore’s Dilemma„, das man jedem Fast-Food-Junkie in die Hand drücken sollte. Ein Must-Read für jeden, der mal ein wenig hinter die Kulissen der Lebensmittelproduzierenden Industrie gucken will. Wer „Supersize me“ schon abstoßend gefunden hat – nun, das ist das Buch dazu, nur weniger lustig, gefüllt mit interessanten Fakten über die lebensmittelverarbeitende Industrie. Aber unterhaltsam und anspruchsvoll geschrieben, kein platter Sensationsjournalismus à la Michael Moore. Zuletzt wäre dann noch das Schätzchen, das mir hier aus einer Tasche gefallen ist, die „Schule der Egoisten“ von Eric-Emmanuel Schmitt. Ich habe noch nicht angefangen, immerhin liegen hier zwei angelesene Bücher herum, aber reingelinst und kann es nicht erwarten.
Eigentlich muß ich auch sagen, daß ich die kurze Blogpause als erholsam empfunden habe – kein Zwang zu schreiben, kein Zwang darüber nachzudenken, wie man dieses und jenes formulieren könnte. Das einzig ärgerliche: Fotos hochladen geht nicht. Ich kann die nicht verkleinern. *hmpf*
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Ausnahmsweise auch mal Buchempfehlungen von mir. Eigentlich sind da eher andere Blogs prädestiniert, ich mache das nicht so gerne, aber bin jetzt so begeistert von meinen Neuerwerbungen, daß ich das mal hier machen will. Ausnahmsweise.
Ich lese jetzt wieder ein Buch, nach tagelanger Abstinenz. Ein Buch, das ich für Ben bestellt habe, aber für das er über die Maßen zu jung ist. Geht einfach nicht, das ist zu viel für das Kind, er hört auch nicht zu, da kaum Bilder vorhanden sind. Macht aber nichts, ich habe zwei andere wunderbare Bücher für den Knilch, die ich auch wärmstens empfehlen kann.
Einmal einen Klassiker – Frederick – von dem ich fast sicher bin, den auch schon gelesen zu haben. Es geht um eine Feldmaus, die Vorräte für den Winter sammelt. Nicht Körner, Stroh, Nüsse und Gras wie die anderen Mäuse, sondern Sonnenstrahlen für kalte Winternächte, Farben gegen das verzweifelte Grau des Winters, Wörter gegen die kalte Sprachlosigkeit, nachdem alle frohen Gedanken erfroren sind. Ich bin ein großer Fan von solchen Geschichten, Geschichten, die das Wunderbare, Dichterische in den Vordergrund stellen, betonen, daß nicht nur das materiell Nützliche seine Daseinsberechtigung hat, sondern Träume, Farben, Sonne, Kunst eine ebenso große, wenn nicht größere Daseinsberechtigung besitzen. Also, auf gegen den bon sens!Davon gibt es schon zu viel auf dieser Welt.
Das zweite Buch ist ein Sammelband mit den Geschichten um das 99. Schaf. Die kleine Emma kann nicht einschlafen, zählt Schafe und freundet sich mit dem ganz kleinen 99. Schaf an. Das Dumme ist: es hat seine Mama verloren, da es aus der Reihe getanzt ist. Die Mutter ist schon als Nummer 3 über den Zaun gesprungen. Damit es seine Mama wiederfinden kann, muß Emma halt rückwärts zählen. Ben ist beim Vorlesen eingeschlafen und ich hoffe, daß er in seinen Träumen dem kleinen Schaf Nr. 99 begegnet
Die Zeichnungen haben mich begeistert und die Geschichten sind wunderschön zum Vorlesen.
Und ich? Ich lese die Zauberschule von Michael Ende. Das kommt für Ben noch ein zwei Jährchen in den Schrank. Aber ein Buch, in dem gesagt wird, daß eine Gabel ein Apfel ist und ein Apfel eine Gabel – das muß ich einfach weiterlesen. Selbst als Erwachsener kommt man bei einigen der Geschichten ins Nachdenken. Denn es werden mal mehr und mal minder unterschwellig die wichtigen Fragen gestellt, wie beispielsweise: was ist der Sinn des eigenen Lebens? Wie findet man den heraus? Man kann nur das erreichen, was man sich wirklich wünscht, doch wie findet man heraus, was man sich eigentlich aus tiefstem Herzen wünscht? Wunderbar hier erstens sowieso die Sprache, zweitens die unglaublich bunte, vielfältige Märchenwelt, die der Autor seinem Leser erschafft und das nicht ohne Augenzwinkern, der Anspruch ohne den erhobenen Zeigefinger und ohne trocken zu sein, drittens dieser tiefe Respekt Kindern gegenüber, der deutlich aus den Geschichten herauszulesen ist. Lesenswert. Auch für Erwachsene.
Sooo, heute stand an: Teilgeschenk für die Tante besorgen, Besuch im Photoladen in JWD, Eine Fahrt im roten Cabrio, ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kühen, Pferden, Treckern, Güllepumpe, Hühnern, einem Reh und einem unwilligen Ben, der gerne noch länger geblieben wäre. Frische Milch, direkt von der Kuh und powarme Eier besorgt, nach Hause, Mittagessen und Mittagsschlaf, Riesengeheul im Auto, der Besuch bei der besten Oma der Welt, Regen, Regen, Regen, Abendessen mit Quark, Quatschkopf, Mama hör endlich auf, mit der Kamera zu hantieren, unwilliges Kind, das nicht ins Bett wollte, unwilliges Kind, dem es nicht gereicht hat, was Mama vorgelesen hat, schlafendes Kind.
Immer wieder faszinierend finde ich ja, daß das Kind nicht unbedingt nur Bücher für ganz winzigkleine mag, sondern auch Bücher für etwas größere Kinder. Von dem Schildkrötenbuch habe ich ja irgendwann schon einmal erzählt, das lang und von dem ich gedacht habe, daß es für Kleinkinder eigentlich etwas zu schwierig sein dürfte. Und selbst die Petterson und Findus-CD, die wir haben, hört der Knilch ziemlich gerne und ziemlich ausdauernd – eine Wohltat, denn irgendwann konnte ich Nena einfach nicht mehr hören.
Heute dann der Versuch mit einem neuen Buch, das ich letztes Jahr schon mal vorsorglich auf der Büchermeile besorgt habe. Eigentlich sind auch da die Geschichten größtenteils etwas schwieriger und länger, doch es gab wieder mal keinen Protest von Ben und keine Langeweile, sondern nur fasziniertes Zuhören und die Aufforderung „Mehr lesen!“ Durch insgesamt viereinhalb Stories hat sich der Eumel heute mittag wachgehalten, bei der fünften hat er schlapp gemacht und ist eingeschlafen
Übrigens kann ich das Buch wirklich wärmstens empfehlen, es sind wunderbare Geschichten zum Vorlesen drin.
Ersatz für den vergessenen Bobo gibt es scheinbar auch schon, ein Buch, das meine Tante letztes Jahr geschenkt hat und das irgendwie sehr anrührend ist und sehr niedlich. Wenn auch ein klein wenig kitschig, aber das darf, das ist o.K. so. Das mußte ich Ben schon zum dritten Mal vorlesen.
Ben ist nicht mehr so ein riesiger Bobo-Fan. Meist greift er lieber nach anderen Büchern für unsere abendliche Vorleserunde, momentan machen das Fahrzeugbuch, das Nacht-Buch und das Schildkrötenbuch das Rennen unter sich aus. Aber Bobo ist immer, jeden Abend, das letzte, was ich ihm vorlesen muß. Ganz egal, was da vorher für ein Buch dran war, die Lesestunde wird immer mit ein oder zwei Bobo-Geschichten abgeschlossen, bevor das Licht ausgemacht wird. Immer. Jeden Abend.
Gestern abend habe ich ihn die Sätze immer beenden lassen. Das fand der Knilch auch ganz lustig. Ich war ja doch mal neugierig, wie viel er sich davon gemerkt hat. Nun, ziemlich viel, er kann es mehr oder minder auswendig. Selbst abends um neun, wenn er schon sehr müde ist. (Es war ja auch anders geplant, das mit dem anstrengenden Zoobesuch und allem. Eigentlich war angedacht, daß er sich müde spielt. *hmpf*)
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Zufällig haben wir am Donnerstag eine DVD im Laden aus dem Regal gezogen, die recht vielversprechend klang. Mitgenommen haben wir sie wegen Anthony Hopkins. Geguckt haben wir das gestern. Und wenn ich gewußt hätte, daß Stephen King, der King of Trash höchstpersönlich, die Buchvorlage geliefert hat, dann hätten wir den Film nicht ausgeliehen. Und das wäre sehr schade gewesen, denn es war ein wirklich wunderbares Filmchen mit wunderbaren Schauspielern. Ein sehr ruhiger Film mit ein klein wenig Zauber und Geheimnis, der mich im Stil – jetzt wo ich es weiß, daß King die Vorlage geliefert hat
– an Stand By Me erinnert.
Das beweist mal wieder, daß ein richtig guter Film weder tolle Special Effects braucht noch eine actionreiche Story, sondern einzig und allein eine gute Erzählung und glaubwürdige Charaktere. Er war nur ein bißchen spannend, hatte aber…ich weiß nicht…eine gewisse Atmosphäre, die gefesselt hat und einen in die Erzählung gezogen hat. Es war nicht so sehr so, daß man wissen wollte, wie es weiter geht, sondern eher so, daß die Charaktere gefangen genommen haben, man wollte diese Leute besser kennen lernen, sehen, wie die sich weiter entwickeln, was sie machen.
Nur das Ende fand ich sehr schwach, das hat es ein wenig verdorben, da wieder mal die üblich amerikanische Sentimentalität durchkam, die sich während des Films glücklicherweise eher im Hintergrund gehalten hat. Ganz ohne scheint es nicht zu gehen, was nicht verwundert, wenn man die Bücher von Mr. King kennt.
Hat sich aber insgesamt gelohnt, empfehle ich definitiv weiter.
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Konkurrenz für Bobo: Jens hat gestern ein neues Buch vorgelesen, von dem ich dachte, es sei noch zu lang und zu schwierig. Aber scheinbar ist Ben ganz fasziniert von der Geschichte der „Tranquilla Trampeltreu„. Er ist auch halben Weges eingeschlafen, aber trotzdem – er verlangt nach dem Schildkrötenbuch. Das Angenehme an diesem Buch, das eher für ein wenig ältere Kinder ist, daß die Texte nicht so himmelschreiend doof sind, daß man sich am liebsten die Ohren abhacken würde. Kein Wunder, denn es stammt ja auch von einem der Erzähler, die ich in meiner Kindheit am meisten verehrt habe: Michael Ende.
Schön findet er auch das Buch „Was ist, wenn es Nacht ist?“ Die Texte sind ein bißchen doof, aber das wird durch die schönen Zeichnungen wett gemacht.
Neuester Tick ist übrigens, wenn wir Bobo zum Einschlafen lesen – der ja trotz allem immer noch aktuell ist – daß er bei der letzten Geschichte auf halbem Wege plötzlich ein ganz anderes Buch verlangt. Blöd ist der Knilch auch nicht, denn er weiß: Sobald die lezte Geschichte dran war, wird das Licht ausgemacht *grins*
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Die folgende Beschreibung wird einige Leute entsetzt aufschreien lassen: „NAAIN! Das kann man doch nicht machen!“ Daher bitte nicht weiterlesen, wenn man empfindlich ist.
Es geht um Bücher. Wie ich Bücher behandele. Ich weiß, es stößt bei einigen Leuten auf vollkommenes Unverständnis, aber ich mag keine neuen Bücher. Die machen mich nervös. Die weißen, ja geradezu jungfräulich strahlenden Seiten, der makellose Einband ohne Falten und Knicke, die rasiermesserscharfen Kanten der Seiten. All das mag ich nicht.
Bücher, die lese ich. Mein Mann haßt es übrigens, wie ich Bücher lese. Wenn er wieder eines meiner Bücher findet, schreit er schon: „Können wir uns bitte darauf einigen, die Bücher nicht aufgeschlagen herumliegen zu lassen! Wozu hast du denn LESEZEICHEN??!!“ um dann wie ein aufgescheuchter Büffel heranzustürmen. Ich werde dann immer ganz klein und kleinlaut: „Ja, ja, mach ich beim nächsten Mal, Ich werde mich bessern. Ich hatte halt grad das Lesezeichen nicht zur Hand…“ und so weiter.
Dabei wissen wir beide, daß ich mich nicht bessern werde. Ich werde keine Lesezeichen in die Seiten stecken, ich werde weiterhin das Buch erst einmal genüßlich ganz aufknicken, wenn ich es zum ersten Mal aufschlage. Richtig aufknicken übrigens, nicht so ein Mädchenknick, nein! Das Buch wird komplett aufgeschlagen, so, daß Rücken und Rücken sich kurz berühren, sich aneinanderschmiegen. Erst dann werden sie wieder getrennt. Meinem Mann läuft jedesmal Gänsehaut über den Rücken, wenn er mich das machen sieht. Ich werde auch weiterhin die scharfen Ecken knicken, die im Laufe des Buches ausfransen, weicher und runder werden und ein klein wenig Schwärze annehmen werden. Manchmal kommt auch ein Eselsohr in eine der Seiten. Das aber nur selten.
Ich werde weiterhin Kaffee über die Seiten plürren. Oder es mit Wasser vollspritzen lassen, wenn Junior gerade beim Plantschen wieder meint, mich vollspritzen zu müssen. Es wird gekrümelt, gekleckert, geschmiert. Bücher, die von mir gelesen werden – nun, man sieht es ihnen an. Jens Bücher sehen wie neu aus. Ein Buch, das ich einmal in der Hand hatte sieht gelesen und benutzt und geliebt aus. Es ist nicht mehr schön, ads Buch, das ich gelesen habe.
Aber Schönheit ist nicht nur relativ. Schönheit ist eigentlich auch langweilig. Wer von uns hat sich nicht mal augenrollend daüber amüsiert, daß all die Hollywoodbeautées gleich aussehen? Alle die gleiche Frisur, alle das gleiche Make-Up, alle das gleiche Gesicht, alle das gleiche Outfit: War das die Scarlett? Oder ne, das könnte die Dunst gewesen sein. Ach, sag bloß, das war doch die Heigl! Klaaar, die hat doch jetzt die Nase von… und so weiter. Alle gleich hübsch, alle gleich langweilig. Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich im Film jemanden sehe, der normal aussieht. Oder auch knitterig, voller Charakter. Das ist einfach interessanter.
So geht es mir auch mit Büchern. Charaktervolle Knitterfalten statt makelloser Bügellook.Früher, da habe ich – ich gestehe jetzt was ganz Schreckliches – auch mal gerne Fachbücher vollgekritzelt. Markiert habe ich die. Mit denen diskutiert, mir die wichtigsten Stellen angestrichen und wenn sie mich gelangweilt haben, habe ich reingemalt. (Nur meine, das versteht sich bitteschön von selbst, ja. Büchereibücher habe ich nie so behandelt, nicht daß hier jemand noch sagt: Ach du warst das immer!)
Mein Mann und ich, da werden wir uns wohl nie einig. Aber wie sagt man so schön: „Männer können halt besser kucken als…“
(Nein, keine Angst, die sehen nicht alle so aus, das ist nur das Extrembeispiel. Übrigens gerade mal zarte 6 Wochen alt, das mal am Rande)




















