Jetzt aber mal was Nützliches im Blog. Was tun gegen Streß, Ärger und dieses beklemmende ängstliche Gefühl, das einem bei jeder bescheuerten Gelegenheit überfällt – Erinnerungen an Rechnungen, die man noch nicht bezahlt hat, Gedanken, ob das, was man macht, überhaupt gekonnt wird etc…
Einfaches Rezept, das in diesem speziellen Moment absolut hilft:
Tief durchatmen. In den Bauch rein. Langsam ein- und ausatmen.
Es gibt wohl Untersuchungen, daß es gesund sei, aber die kenne ich nicht. Aus eigener Erfahrung jedoch kann ich sagen, daß es hilft. Warum es hilft? Bei der Brustatmung spannt man sich an. Verkrampfter Bauch, verkrampfter Oberkörper, man zieht die Schultern zusammen. Unbewußt.
Atmet man tief in den Bauch rein – nicht übertreiben, nur so viel wie es sich richtig und angenehm anfühlt – vergeht die Spannung, die man aufgebaut hat. Man läßt die Anspannung los und damit auch ein wenig seine Sorgen. Es ist schwer, zu grübeln, wenn man sich (körperlich) entspannt fühlt. Ein Körper-Geist-Dingen und so. Bei mir hilft es jedenfalls.
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Wenn man nicht richtig anfängt, dann kann man auch nicht versagen.
Man kann sich daran aufhängen, daß man zu feige war, anzufangen, voll und ganz, aber man kann nicht versagen. Super Ansatz, oder?
Schluß damit, ich habe genug recherchiert für den Anfang. Ich mache mich nicht lächerlich, wenn ich starte, wenn ich nicht mit professionell designtem Briefkopf irgendwo antanze und keine Riesenmappe – da fehlt – mitschleppe.
Jetzt muß ich mich nur davon überzeugen, daß das o.K. ist. Ich muß mich davon überzeigen, daß „Auf die Nase fallen“ ist nicht so schlimm ist, ich muß mich davon überzeugen, daß mein Englisch gut genug ist, ich muß mich davon überzeugen, daß Leute auch interessiert sind.
3 Ideen für nächste Woche, ich bin mal gespannt, ob ich es schaffe, das durchzuziehen…
Mönsch, irgendwie pflege ich hier gerade eine hübsche kleine Schreibblockade. Ich bin ja eigentlich wenig wählerisch, was meinen Webcontent angeht – das fängt ja hier bei Kopfschmerzen an, geht über Geklatsche, Benfortschritte, Babysprech bis hin zu vollgemachten Windeln und vollgekotzten Betten. Lange Zeit war es so, daß ich, wo ich auch gegangen, gestanden und gesessen bin, darüber nachgedacht habe, wie ich das alles bloß blogtechnisch verwerten könnte.
Anspruch war (und ist) dabei, wie wir alle wissen, hier eher nebensächlich, Hauptsache plaudern. Das hat inzwischen deutlich nachgelassen. Inzwischen schleicht sich sogar Widerwille ein, in Form von „Hach, das könntest du ja schreiben, aber eigentlich…„
Und nu sitze ich hier und mag nicht. Ich mag nicht darüber schreiben, wie die Yogastunde heute war, wie toll Ben sich heute im Kindergarten hat abgeben lassen, wie sehr mich diese Dudelei in Shoppingcentern nervt und warum ich Arztbesuche als überflüssig empfinde. Mag nicht. Mag nicht darüber nachdenken, wie ich das formuliere, ob ich überhaupt und warum und wieso und sowieso. Tja, keine Ahnung was los ist. Mag einfach nicht.
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Endlich losgeworden: meine Arbeit. Ich bin ganz froh, daß ich gewartet habe, bis ich mit der Sekretärin persönlich sprechen konnte, wir haben noch ein paar Kleinigkeiten klären können und auch den ganzen Papierkram abgekürzt, indem sie einfach die alten Akten rausgekramt hat. Angepeilter Zeitraum für die Disputatio ist dann Ende Januar. Falls die Arbeit angenommen wird, versteht sich. Bis dahin muß ich nur noch ein paar Sachen wieder auffrischen, lesen, vertiefen und einen Vortrag vorbereiten.
Es war ganz gut, daß ich mich heute noch dazu bequemt habe, eine Disputation einer Informationswissenschaftlerin und seit heute „Frau Doktor“ anzuhören. Zwar habe ich so gut wie kein Wort verstanden und es blieb mir auch schleierhaft, wieso man sich mit so einer extrem knochentrockenen Materie wie Patentinformationskram beschäftigt, aber auf der anderen Seite weiß ich jetzt, daß ich beamertaugliches Material und eine Powerpoint-Präsentation machen darf. Und Handouts. Sozusagen einfach einen ganz normalen Vortrag vorbereiten. Beruhigend. Irgendwie. Oder so.
Angestoßen haben wir auch, mit Prosecco, aber irgendwie war mir gar nicht so recht danach. Ich habe dann noch ein paar Sachen entdeckt, die zumindest in die Fußnoten gehört hätten und und und und…naja.
Abgeben? Pustekuchen!
Dabei bin ich heute hökst beschwöngt in die Uni, mit dem Karton im Arm, den Zeugnissen im Täschken und den letzten Kilos Bücher, die es abzugeben galt. Ich tänzelte so herum. Den Gang entlang bis zur Sekretariatstür. Ich hebe die Hand zum klopfen und erstarre – die Sekretärin ist heut nicht da. Nur drei Tage die Woche, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag.Ein wenig belämmert habe ich im Nebenbüro gefragt, ob heute wirklich nicht und so…nein, heute wirklich nicht. Ich könne die Unterlagen aber auch bei ihr abgeben. Sie wisse zwar auch nicht genau, wie das dann laufen würde…nein, vielen Dank, ich komme in drei Wochen wieder.
Dabei bin ich doch extra dafür hergekommen. Pöh! Aber wenigstens die letzten Bücher, die bin ich losgeworden. Hach ja.
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Nachtschicht bis halb drei, um viertel nach sechs endgültig aufgestanden und den ganzen Tag entweder hier am Rechner gearbeitet oder in der Uni unterwegs gewesen. Ich bin müde. *gäääähn* Obwohl ich nicht mal „richtig“ gearbeitet habe. Und NEIN, ich bin IMMER noch nicht fertig. Der nächste, der sich danach erkundigt, darf hier den Rest der dämlichen Fußnoten nachbearbeiten. Und das sind viele…sehr viele…
Keine Zeit heute. Mist, ich hatte so nette Photos für das Zahlen-Projekt, auf das ich mich schon gefreut hatte, aber die 5 war schon weg und die 12 auch. Und die 14 ist jetzt auch schon weg. Morgen schaffe ich auch nichts, ich habe aber so eine hübsche 21. Hm. Aber ich glaube, Uni-Sprechstunde ist dann doch wichtiger. Ich hoffe ja mal ganz stark, daß ich diese Woche noch ein supermegatolles „F“ verkünden kann und nächste Woche das große „A“ nachreichen kann, will es aber nicht beschreien. Drückt mir mal die Daumen!! Die wönzöchkleine Belohnung für das noch-nicht -ganz-F habe ich mir aber gerade eben mal gegönnt. Ich freu mich schon.
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Ich glaube, ich bin die einzige Person, die es schafft, während eines popligen Korrekturleseganges noch mal eben locker-flockig drei Seiten dazu schreibt *HandvordieStirnschlag*
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So, mir reicht es jetzt. Kurz vor Mitternacht, bei Seite 272 war jetzt wirklich Schluß, über die Hälfte habe ich heute gemacht und bin kurz vor einem Schreianfall, weil ich den ganzen Kram noch mal lesen mußte. Die merkwürdigsten Fehler habe ich gefunden und bei der ein oder anderen Stelle habe ich tatsächlich staunen müssen: was habe ich mir dabei bloß gedacht?
So, ich gehe jetzt schlafen, mir jucken die Augen und der Hintern schmerzt. Gute Nacht.
Ich habe einen kleinen Tick, etwas, das meine Oma vor Urzeiten schon ganz fuchsig gemacht hat: ich lasse immer und grundsätzlich die Löffel im Kaffee, Tee oder was auch immer. Löffel in Tasse – konnte meine Oma nicht leiden. Die hat immer fürchterlich geschimpft, wenn ich das gemacht habe und mir die Löffel aus der Tasse entfernt. Als ich damals von zu Hause ausgezogen bin, habe ich das sogar genüßlich mit Absicht gemacht, die Löffel in der Tasse gelassen. Einfach nur, weil keiner das mehr kontrollieren konnte.
Und jetzt? Jetzt habe ich Ben statt meiner Oma. Es macht ihn ganz fuchsig, wenn ich die Löffel in der Tasse lasse und er fischt die immer ganz empört raus. Ich weiß es jetzt: das ist keine Benimmregel, das ist Vererbungssache!







