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Aus irgendeinem Grunde findet Ben es in letzter Zeit besonders toll, mit seiner Spucke herumzuschmieren. Ob er den Boden ablutscht, eben mal kurz auf sein Spielzeug spuckt und das Ganze mit dem Ärmel verteilt, ist dabei egal, Hauptsache Scheißelkram Spucke. Gestern hat er eine Scheibe abgelutscht:
*augenroll*
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…war unspektakulär. Wir haben keine Party geschmissen, keinen wahnsinnig tollen Ausflug gemacht oder sonst was bombastisches. Es gab Geschenke, der kleine Mann wurde besungen, bespielt, bekuschelt, befüllt. Am Nachmittag gab es den berühmt-berüchtigten Gordon-Kuchen und es hat ihm überhaupt nichts ausgemacht, daß Gordon nicht so schön geraten ist. Es war genug und die strahlenden Kinderaugen haben mich auch die Enttäuschung über den Krüppelkuchen vergessen lassen. Es war ruhig aber schön.
Am Sonntag haben wir schließlich den Ausflug gemacht, der schon für Samstag geplant war – dummerweise macht das Museum nur sonntags und mittwochs auf, aus welchem Grund auch immer. Und es war nicht irgendein Museum, sondern ein Kleinjungentraum: ein Tram-Museum. Jede Menge Straßenbahnen, Hin- und Herfahrten und überhaupt. Toll. Ben wäre am liebsten den ganzen Tag mit den antiken Trams gefahren. Fünf Fahrten haben wir am Ende gemacht, danach wurde es mir zu zugig und kalt. Es hat geregnet und die Bahnen waren offen. Außerdem wollte ich zumindest noch im Vorbeigehen die alten Straßenbahnen in der Halle gucken. Ben war so hin und weg, daß er – trotz erheblicher Müdigkeit – ganz vergessen hat, sich daneben zu benehmen. Nur ein bißchen, am Ende. Ca. 20 alte Straßenbahnen standen in der Halle. ALLE waren begehbar bis auf EINE und in die wollte der Knilch natürlich immer wieder rein. Aber das ließ sich verkraften.
Wir haben uns auch von einem Museumslokführermenschen die Werkhalle zeigen lassen, in der die Trams restauriert werden. Alles von Freiwilligen, meist Rentner, die in ihrer übrig gebliebenen Zeit die Träume von vorgestern wieder zum Glänzen bringen. Nichts mit stylischen Ausstellungen, glänzenden Prospekten und teuren, glitzy Museumsshopauslagen, dafür aber wunderbar, charmant und man merkt die liebevolle Arbeit der Leute, die daran beteiligt sind. Ich habe Ben jedenfalls versprochen, da wieder hinzufahren.
Mehr Bilder von Anno Dunnemals gibt es hier.
Mr. Ben hat ein paar neue Schuhe. Für den Sommer. Wie jedes Jahr eigentlich gab es wieder Cro.cs-Verschnitte, ich finde die nämlich ungemein praktisch, besonders für den Strand und den Spielplatz. Es gab zwei, weil die wirklich sehr günstig waren – ich kaufe die immer im Sale. Ben findet die, wie jedes Jahr eigentlich, ebenfalls ganz toll. Für ihn weniger, weil die praktisch sind, sondern weil die bunt und bequem sind. Die sind „sssick„, findet Mr. Ben. Und da er sich so gar nicht entscheiden kann, welches von den beiden Paaren er lieber mag, hat er eben seine Mr.-Ben-Patentlösung dafür gefunden:


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Laaaaaahm
Auf dem Weg von der Playgroup nach Hause. Wir haben für die ersten 200 Meter sage und schreibe mehr als 1 Stunde (!!) gebraucht? Warum? Ben mußte Blümchen pflücken, auf Mauern laufen, die Planke auslegen, große Maschinen gucken, große Autos gucken, in fremde Vorgärten reinlatschen, um Steine zu klauen, jemandem beim Unkrautrupfen zugucken, mehr Blümchen pflücken, sich die Hände dreckig machen, einen Mann auf dem Dach beobachten, einen Betonmischer gucken…usw. Irgendwann ist er im Kinderwagen gelandet und wir sind halbwegs zügig nach Hause gekommen. 1,5 Stunden für 1 Kilometer ist doch gar nicht soooo schlecht, oder?
Und dann wäre da noch…M wie Mauer:
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Heute hatte ich ausnahmsweise das Auto, so daß wir nicht auf den Popelspielplatz nebenan angewiesen waren. Also ging es ab an den Strand, anschließend gab es die Laufrad-Premiere in der Öffentlichkeit, danach ein wenig Kinderspielplatz. Schön wars, obwohl Ben leicht kiebig war und ich unter akuter Ungeduld gelitten habe, weil nicht alles so lief, wie ich es geplant hatte.





Heute Diamanthochzeitsfeier meiner Großtante und des Großonkels. Es wurde ganz auf Familie, Friede, Freude, Eierkuchen gemacht, jedenfalls von dem einen Teil. Und irgendwie schrumpft alles, es fehlt an Nachwuchs, aber deutlich. Aber darüber will ich mich ja nicht auslassen. 60 Jahre. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 60 Jahre verheiratet. Das ist wirklich eine Menge. Es wurde jede Menge Kuchen aufgefahren, es wurde geschmaust und getrunken und gelabert und wieder geschmaust und Gedichte vorgetragen, Liedchen gesungen und wieder gegessen. Wie das eben so ist auf Familienfeiern.
Ben hat sich prächtigst amüsiert, so ziemlich jeden angefallen und gekniffen, tonnenweise Kuchen verschlungen, was wir ja irgendwie schlecht verbieten konnten angesichts der Massen, die da einfach so auf dem Präsentierteller standen. Er wollte über den Zaun entkommen, hat die Johannisbeer- und Himbeerbüsche geräubert, ist B.obb.ycar gefahren und hat getobt und gehampelt und ist gerannt. So ein Garten ist ja wirklich was Feines für ein Kind. So fein übrigens, daß er gar nicht mehr weg wollte. Im Auto noch schrie und brüllte er, daß er dableiben wolle.
Merkwürdigerweise hat es gerade mal 20 Minuten gedauert von den Kommentaren à la „Ach, der ist ja süß.“ und „Och, ist der knuddelig, der kleine Mann.“ bis hin zu „Das ist ja ein lebhaftes Kerlchen, ist der immer so?“ Geendet hat es mit der Bemerkung. „Meine Güte, der ist ja echt stressig! Du tust mir leid, das muß ganz schön anstrengend sein.“ Stressig. Pah, nö, kein bißchen ist er das!! Das darf nur ich sagen. Ja, er ist lebhaft aber: er war komplett und total überdreht von den vielen Leuten, zu wenig Schlaf, zu viel Kuchen. Da rastet man nun mal aus. Vor allem aber war er ganz schön eifersüchtig. Mein Cousin x.ten Grades hat seine 10 Monate alte Tochter mitgebracht, die ich auch kurz auf dem Schoß hatte. Das hat King Lui ja üüüü.ber.haupt nicht geschmeckt. Nein! Mama, Kind weg vom Schoß, runter, das hatte da nichts zu suchen!!! Und auch sonst hat man gemerkt, daß es ihm nicht so sehr paßte, nicht der Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit zu sein, die hat ihm die Kleine weggeschnappt. Aber gut, sie war auch süß und klein und reizend.Klar, daß man dann Ben als stressig empfindet. Das tun alle Mütter, die reizende, ruhige und liebe Kinder haben.
So, geschlafen hat Ben dann trotz allem erst ab 21.20 Uhr. Trotz fehlenden Mittagsschlafes und trotz gerade mal 9 Stunden Nachtschlaf in der letzten Nacht.Uff.
So zum Abschluß noch die Photoshow für den Mann, nur drei oder vier. Ach ja, Photos gibt es erst mal keine hier, ich habe keinen Adapter, ich kann meine Akkus nicht aufladen.
- Zum Zaun: „Da ist noch nieeee eines der Kinder rübergeklettert…“
- Das Weiße ist übrigens das Bo.bb.ycar vom Sperrmüll
- Ben holt einen Stuhl. Nur für Mama. Meine Oma durfte sich nicht draufsetzen.
- Himbeerräubermäulchen
- „Ben ist rück.wähtz“
Entspanntes Zähneputzen, ach nein, Drachenjagen. Seitdem ich das Zähneputzen von der To-do-Liste gestrichen habe und statt dessen die turbulente Drachenjagd eingeführt habe, ist das Zähneputzen so was von entspannt. Aber richtig. Wo früher der Mund zugekniffen wurde, geschrieen wurde, getobt wurde, geweigert wurde, wird jetzt voller Spaß und Energie das Mäulchen aufgesperrt und gespannt gewartet, ob Mama mit der Zahnbürste auch den fiesen Kariesdrachen verjagen kann.So was von entspannt, ich finde das ganz famos.
Übrigens, Plaquepiraten, die mit ihren Schäufelchen kleine Löcher in die Zähne graben, haben nicht so gut funktioniert, die wollte Ben behalten und keineswegs von der Zahnbürste verjagt sehen. Daher mußte sich der Kariesdrache wohl oder übel über die ollen Plaquepiraten hermachen, bevor er sich wieder dem Zahnnagen widmen durfte. Also, wenn sie morgens in ihrem Mund diesen Song hören, dann wissen Sie ja, wo es herkommt…
Ben und Jens spielen mit der Eisenbahn. Ben hat einen ellenlangen Zug gebastelt, Jens darf nur eine Lok mit Tender. Die rote, das ist hier die unbeliebteste. Damit dürfen auch andere spielen. Die gelbgestreifte ist übrigens Bens heilige Kuh, aber das nur am Rande. Nun, Jens hätte auch gerne einen richtigen Zug, nicht nur eine Lok. Daher nimmt er sich zwei Waggons, die von Ben direkt wieder einkassiert werden. Jens nimmt einfach so, ungefragt, einen Tankwagen. Ben motzt. Der Ehmann klagt: Ich hätte ja wenigstens gerne den Tankwagen. Ben guckt ihn an und nickt verständnisvoll: „Das habe ich nisst verstanden.“ und gibt den Tankwagen zurück.
Gutes Kind.
Bei dem Buchstabensalat ist mir noch eine kleine Episode von letzter Woche in den Sinn gekommen. Da ging es um das kleine „b“. In welchem Zusammenhang weiß ich jetzt nicht mehr. Ben zeigte drauf und behauptete, daß sei ein großes „Peee“. Wir erwarten ja nicht wirklich, daß das schon fehlerfrei geht, also echt nicht. Aber der Knilch erwartet es scheinbar von sich. Der BesteEhemannvonWelt hat ihn sogleich korrigiert: „Nein, Ben, das ist ein kleines B.“
Er hat erwartet, daß Ben zustimmend nickt und das korrigierte Wissen zeigt. Wie immer halt.
Ben jedoch guckt BestenEhemannvonWelt an und behauptet lässig: „Nein, das groooossse PEEE!“
„Nein, Ben, kleines b.“ kam die Antwort.
„NAAIN!!! GROSSSE PEEEEEEE!“
Wie lange das ging, will ich hier jetzt gar nicht wiedergeben, aber Ben ist wirklich sehr sehr widerborstig, wenn er von einer Sache überzeugt ist. Die beiden haben einige Minuten herumdiskutiert, sich in einer etwas ermüdenden Weise wiederholt und sich schließlich auf ein „Groooße Beeeh“ geeinigt, womit beide leben konnten. Zwei Sekunden später dann dasselbe Spielchen mit dem nächsten Buchstaben…*seufz*


























