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Ich in krank.
Mist.
Blöde Bazillen.
Heute haben wir als Familie mal was ganz besonders Tolles gemacht, nämlich einen Familienausflug zum Arzt. Unsere Visa laufen aus und für die Erneuerung brauchen wir eben diesen medizinischen Unfug diese medizinische Untersuchung. Mit Ben beim Arzt, das war lustig. Zunächst einmal, so für die ersten zwei Sekunden oder so, war alles ganz harmlos. Wir sind aus dem Aufzug in das Wartezimmer gestiegen und haben uns erst einmal umgeschaut. Mir graute es ein wenig: vorhanden waren nämlich ein ganzer Haufen Leute und keine Spielgelegenheit. Luxus beim Arzt in Form von abgegrabbelten Magazinen und speckigem Spielzeug gibt es nämlich nur, wenn man in Down Under bleiben darf. Nicht für Visa-Bewerber.
Nach einem tiefen Seufzer haben wir uns die Formulare geholt, einen Platz gesucht und wollten uns durch den Papierkram kämpfen. Ich dachte ja, daß Ben sich zumindest zwei Minuten oder so mit den mitgebrachten Autos beschäftigen würde. Da habe ich leider die Rechnung ohne das Spielgerät gemacht, das direkt neben unseren Sitzen prangte: ein Trinkwasserspender. So ein Dingen eben, aus dem Wasser rauskommt, allerdings ohne Wasserbehälter obendrauf, das hätte die Sache wohl nur noch schlimmer gemacht. Ben hat natürlich alles stehen und liegen gelassen, um dieses Gerät zu untersuchen. Nach zwei Sekunden hat er den Dreh rausgehabt und die nächste halbe Stunde waren wir damit beschäftigt, das Kind davon abzuhalten, sämtliche verfügbaren Pappbecher – es waren viele – zu füllen, das Wartezimmer zu fluten und überhaupt. Ganz ohne Geschrei ging es nicht.
Irgendwann hatten wir es trotz dieser Ablenkung geschafft, die Formulare auszufüllen und die abzugeben. Das klingt simpel, war es aber nicht, denn wir sind schließlich mit einem überneugierigen Kind gesegnet. Er wollte auf die Theke rauf. Kucköööhn! verlangte das Kind vorwurfsvoll. Ja, er durfte kucköööhn. Alles andere wäre zu laut gewesen. Was er noch nicht kapiert hat, ist, daß man ausschließlich mit den Augen kucköööhn kann. Wenn Ben kucköööhn sagt, dann meint er damit nämlich eigentlich: Laß mich hier über die Theke klettern und mich in dem Papierkram, den Stiften, dem Computer und überhaupt wälzen! Kucköööhn ist nicht witzig. Kein bißchen. Damit das mal klar ist!
Ben hat von den netten Damen, die sehr verständnisvoll waren, Papier bekommen, was gut war, das hat ihn nämlich für etwa 10 weitere Minuten beschäftigt gehalten. Ich durfte nämlich schreiben. Mein merkwürdiges Kind hat verlangt, daß ich ihm Wörter aufschreibe und male. Laster zum Beispiel. Mama Laster sreiben. Malen. Mit Annnhän-ga. Mama Annnhän-ga sreiben. 10 Minuten, diverse Laster, Anhänger, Autos, Giraffen, Züge, Kuchen, Kakadus, Kekse, Kakao, Kaffee später wurde Kindelein mit einer Banane abgespeist, danach fing das Theater mit dem Wasser wieder an. Ich jedenfalls wurde gut mit Flüssigkeit versorgt. Gesund ist das ja. Geschrei gab es auch, als das Kind nicht auf den Sitzen herumspringen durfte. Nicht die Aufzüge bedienen durfte. Keine Schokolade bekam, denn von allen Dingen, die in einem Wartezimmer nichts zu suchen haben, war ausgerechnet ein Süßkramautomat da. Geschrei. Gezappel. Wasser wurde verlangt.
Im Behandlungsraum zappelte er herum, flitzte unter den Abtrennvorhängen durch, hüpfte auf dem Foltergerät der Waage herum. Im sparaten Wartezimmer für die Röntgenaufnahmen hat man uns gebeten, bitte draußen zu warten, bis wir dran sind – Ben hat permanent versucht, die Theke zu stürmen. Er wollte ja wissen, was dahinter ist.
Was er nicht toll fand, so ganz und gar nicht, war die ärztliche Untersuchung. Da hat er die Praxis zusammengebrüllt. Zum Glück war die Tortur danach vorbei, wir konnten nach Hause und ich freue mich schon auf den Flug nächste Woche. Und wie!
Eigentlich wollte ich ja Extrem-Windelblogging vermeiden, aber…irgendwie ist das so ein Windelblogcontenttag. Wieder mal.
Das hat im Grunde schon heute morgen angefangen. Beim Bügeln wurde mir schon ganz schwummerig und ich dachte, es läge an Jens Hemd. Daß nämlich dieses Gewabbere der Nadelstgreifen meine Mgengegend in Aufruhr gebracht hat. War aber nicht so. In Bens Windel hat es eben verdächtig gedonnert und mir ist irgendwie nicht so gut. Ben ist kreuzfidel.
Mist, hätte ja kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen können. Hoffentlich ist es nur ein kleines Scheingewitter
Sozusagen
Zwei Wochen haben der Ehemann und ich der geballten Bombardierung durch Bens Bazillen stand gehalten. Jetzt aber ist die Bastion gefallen, der Ehemann wurde zuerst befallen und jetzt ich. Nix ist mit Yoga heute, mir wird ja schon schwummering, wenn ich aufstehe. Naja, auch eine Ausrede. Mir tut es nur leid um die Karte, die ich nicht richtig genutzt habe, weil ich meine Yogastunde diese Woche ständig verschoben habe. Es hat eben wirklich keinen Spaß gemacht. Vielleicht/Hoffentlich bin ich nächsten Dienstag fit für meine übliche Stunde, das wäre das letzte Mal vor der großen Reise.
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Wenn ich krank werde, dann ist es meist so, daß ich ein, zwei Tage vorher sehr sehr grantig und ungenießbar werde. Da werde ich motzig und nörgelig und keiner hat mich lieb und überhaupt. Hat man ja auch hier gemerkt…*schäm*
Gestern habe ich mich selbst ganz fürchterlich bemitleidend flachgelegen. Irgendetwas magendarmmäßiges hat mich befallen. Für genau einen Tag. Jetzt ist wieder gut. Keine Ahnung, was das war. Jens hatte das gleiche, nur noch abgeschwächter und Ben ein wenig Dünnpfiff. Und ich habe mir am Samstag eben den Luxus gegönnt, mich krank hinzulegen. DEN GANZEN TAG!
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Heftiger Bazillenangriff hier im Hause Down Under. DUnser beider Mandelentzündung ist vorbei – zum Glück – dafür hat Ben sich gleich im Anschluß die heftigste Erkältung, die er auch gleich großzügigst an mich weitergereicht hat, eingefangen. Wir schniefen und schnupfen und husten.
Der Liebste ist auch nicht ganz verschont geblieben, zwar hat er keine Bazillen am Hals, sich dafür aber beim Ben-aus-dem-Autositz-heben kräftig verhoben.
Und meine Weihnachtsplätzchen schmecken auch nicht…*schmoll*
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Mein lieber Ben, wenn du dir jetzt nicht sofort die Zähne putzen läßt, gibt es keine Medizin!- kein Witz, wirkt tatsächlich.
Sohnemann mag die tatsächlich, seine Antibiotikaplürre. Er schluckt sie gerne, verlangt immer nach mehr und wollte die heute morgen sogar zum Frühstück verspeisen. (Frühstück wurde dann doch – unvorhergesehen – der Weihnachtsbaumcupcake, den Mann gestern von der Weihnachtsfeier zurück gebracht hat und der einen sehr großen Reiz auf Ben ausgeübt hat und den wir blöderweise in Sicht- und Reichweite stehen gelassen haben.)
Jens ist in Stuttgart und ich habe beschlossen, nachzukommen. Also schwinge ich mich auf mein Fahrrad und radele los. Etwa auf Höhe Wiesbaden, auf einer unmöglich hohen Brüke, von der aus man in den nächsten australischen Irrgartenparkhaussupermarkt kommt, die Erkenntnis: ich schaffe das nicht in einem Tag nach Stuttgart. Während ich durch diesen Supermarktparkhausirrgarten irre, treffe ich eine Kollegin von Jens, die mich um Erlaubnis fragt, meinen Mann anzubaggern. Ich bin da etwas sauer gewesen.
Wieder glücklich aus diesem Superirrenhaus raus radele ich in eine Höhle, wo eine sehr merkwürdige Frau ihren Freund überredet, sie zu heiraten, damit die beiden ein Auto kaufen können. Er sagt ja, das Privatmonster an seiner Seite schaut auch ganz glücklich aus seinem fangzahnbewehrten Gesichtchen. Dr. Voodoo mit den zwei Köpfen kommt und veranstaltet mit seinen Zombies eine Voodoofete…zum Glück, bevor es noch seltsamer und horroriger wurde, hat mich Ben dann geweckt, er hat ganz schlimmes „AUA“ gehabt: sein Arm ist gerade wieder aufgewacht
Imli, los, interpretier mal!
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Alles wieder gesund, liebe Mama und lieber Papa. Keine Sorge. Ben trinkt etwas lustlos seine Antibiotika, ist aber schon wieder sehr munter. Ich habe noch ein wenig Halsschmerzen, aber das Fieber ist weg.
Heute war das Kindelein doch im Kindergarten, nachdem es eigentlich nicht hinsollte.Ben hat zwar immer noch seine nette kleine Mandelentzündung, aber ist ansonsten schon wieder recht munter, so daß wir uns entschieden haben, ihn doch in den Kindergarten zu schicken. Interessant war, daß zwei Erzieherinnen notwendig waren, um dem armen Kerl seine Antibiotika in den Rachen zu kippen. Dabei hätte man dem Kind einfach nur den Löffel in die Hand drücken müssen, dann wäre das ganz einfach gewesen (‘leine mache!!)
Aber ganz ehrlich, ich glaube, ich hätte das heute einfach nicht geschafft, Ben zu betreuen. Ich lag mehr oder minder den ganzen Tag mit Fieber im Bett. Stehen war anstrengend, durch die Wohnung laufen hat mir Schweißausbrüche beschert. Inzwischen geht es wieder. Zum Glück.







