Hey, Mr. Ben!


Ben Pollock
Juni 5, 2008, 10:21 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern, Ben hat Spaß

Unglaublich, diese Dripping-Technik von Ben. Fast schon Pollockesk könnte man sagen. In wilden, puren Lokalfarben prügelt Ben auf den Malgrund ein. So ausdrucksstark, so expressiv, so wild in seiner einmaligen Zweipinseltechnik - schon sehr lange konnten wir das in der heute geradezu schon schläfrig gewordenen Kunst nicht mehr beobachen.

Er verläßt die konventionell gewordene Formel der zeitgenössischen Malerei, findet in seinem Rückgriff auf die schon fast in Vergessenheit geratene Leinwandkunst eines Jackson Pollock seine neue Gebärdensprache der Kunst. Tatsächlich: mit keinem Geringeren als diesem Großen der amerikanischen Nachkriegsmalerei kann man das Werk Bens vergleichen. Es ist ihm in der Tat ebenbürtig.

Doch verweilt er nicht in dieser bequemen Nische - zu leicht, zu platt wäre es, sich lediglich auf die Technik rückzubesinnen und sich zurückzulehnen und auf die Bewunderung des Publikums zu warten. Nein, Ben geht natürlich in dem Rückgriff auf altbekannte, vertraute Formen weit über diese hinaus - er gestaltet so seine eigene, ganz unverkennbare Ben-Sprache.

Immer noch beschäftigt sich Ben mit dem vergänglichsten Medium: den Lebensmitteln. Statt aber lediglich, wie früher in seiner Kunst geschehen, diese pur auf den Tisch zu verteilen und auf Mama zu warten, die das Kunstwerk schnöde zerstört, hat er diesmal einen raffinierteren und gleichzeitig dauerhafteren Weg gefunden: Hier werden die Lebensmittel zur Farbe.

Was er damit sagen will? Wir wissen es nicht. Staunend verweilen wir vor diesem Werk, rätseln, bewundern die pure, reine, wilde Farbe, die sich in beinahe schmerzhaften Wirbeln in die Augen des Betrachters brennt. Nicht das Vergängliche ist das Hauptthema, diesmal ist es das Chaos. Chaos, das die Welt bedeutet. Die reinen Farben, ehemals pur und unvermischt im Becher, werden auf der Leinwand des Lebens in unvorhergesehener Weise miteinander vermengt, vermischt. Sie fließen ineinander, stoßen sich ab wie die gleichen Pole zweier Magneten. Die Leinwand, die Farben - brutal und unreflektiert - nichts weniger als die Ganzheit des Lebens wird hier mit den kargsten Mitteln zur Schau gebracht.

Übrigens haben wir hier die ein paar Tage vorher entstandene Bobbycar-Garage auf diese Anregung hin versucht zu verschönern; leider kann diese Matscherei nicht annähernd das Wasser reichen. Ich fürchte aber, daß auch dieses ein sehr vergängliches Werk werden wird. Jedenfalls werden wir das Bobbycar nicht darin parken. Naja, wenigstens hats Spaß gemacht :-)



Kreativknilch
Mai 16, 2008, 12:54 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern, Forscher und Entdecker

Hier ein paar Photos vom Kreativknilch. Er hatte Spaß, aber insgesamt habe ich den Eindruck, daß er eher gezwungenermaßen kreativ wird, d.h., wenn ich ihn hinsetze und Pinsel und Farben in die Hand drücke und er nicht entkommen kann. Er sieht wohl den Punkt am Kreativsein - sprich Malen, Basteln, Kneten, Singen, Tanzen - nicht. Er macht ein bißchen herum, findet es aber insgesamt eher spannend, mit der Farbe zu matschen, die so schön quatscht, wenn er sie durch die Finger glitschen läßt. Und wie interessant erst, daß das Rot sich in dem Blau auflöst und das Blau dann plötzlich auch weg ist und nur Lila zurückbleibt. Wie fühlt sich ein Pinsel an…er ist nicht daran interessiert, Bildchen zu malen. Nicht wirklich. Er will eher erforschen, wie das funktioniert, was Farbe ist, wieso Farbe sich ändert, was die macht, wenn die mit Wasser in berührung kommt oder mit Mama usw.

Forscher und Entdecker nennt man das wohl. Die dicke Ameise, die wir heute gesehen haben, fand er auch folgerichtig viel fesselnder als die Farbe. (Was nicht heißt, daß es nicht Ärger gegeben hätte, wenn ich die ihm vorzeitig weggenommen hätte ;-) )



Kreativität
Mai 15, 2008, 1:42 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern

Kreativität bei Kindern - das ist süß. Wirklich. Wie glücklcih Kinderaugen leuchten können angesichts von blauer und roter Pampe Farbe, die sie auf Packpapier Leinwand verschmieren vermalen dürfen. Drei große Blätter hat Ben vollgemalt. Mit der Farbe herumgematscht, sie durch die Finger glitschen lassen, auf den Pinsel geschmiert, auf das Blatt geschmiert, mit dem Pinsel gemalt. Selig, im 8. Himmel. Das hat Spaß gemacht.

Wie selig meine Augen geleuchtet haben, als mir während dieser Aktion klar geworden ist, daß mir eine längere Saubermachaktion bevorsteht samt blau-rot-verschmierten Kinde, von dem die - mal wieder - Lebensmittelfarbe nicht mehr abzuwaschen ist, kann sich ja wohl jeder vorstellen ;-)

Halb so wild, das war mir auch vorher klar. Hauptsache, es hat Spaß gemacht. Die nächste Malaktion wird auf unbestimmte Zeit verschoben, das dürfen auch gerne die netten Damen aus dem Childcare-Center übernehmen.

Wer das Rezept haben will, bitteschön:

  • 5 EL feines Mehl
  • 5 EL Wasser
  • Lebensmittelfarbe *grrr*
  • ein Pöttchen mit dichtem Verschluß

Alles gut durchschütteln, fertig. Nur noch dem Kinde geben und Spaß haben. Hält sich mehrere Tage im Kühlschrank. Pinsel direkt nach Benutzung saubermachen, sonst klebt das Mehl zu sehr.

Die Kunstwerke und Fotos vom blauen Kinde werden nachgeliefert, dazu habe ich jetzt keine Zeit.



Abendessen
März 25, 2008, 10:22 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern

Eine weitere Auswirkung von Besuch ist, daß Ben danach zur Klette mutiert. Nichts ging, wenn ich ihn nicht auf dem Arm hatte oder schön abgelenkt habe. Den ganzen Tag war er schlechtgelaunt und motzig. Essen machen heute abend war besonders entsetzlich. Ich habe an den tollen Tipp gedacht, Kinder in das Essenmachen einzubeziehen, damit sie erträglicher werden. Also habe ich das gemacht.

Kartoffelsack hingestellt, mich auf die Stufe gehockt und Kindelein Kartoffeln anreichen lassen. Kindelein war glücklich. Unermüdlich hat Ben mir Kartoffel um Kartoffel zum Schälen angereicht. Irgendwann hatten wir aber genug. Dann mußte ich Kartoffeln schnibbeln. Kartoffel um Kartoffel hat Ben mir zum Schnibbeln angereicht. Genial. Ging wirklich gut. Kindelein war glücklich. Leider mußten die Kartoffeln danach ins Wasser. Das war nicht gut. Kindelein war da gar nicht erfreut drüber. Das Mündchen wurde verzogen, die Miene abgrundtiefsten Kinderkummers aufgesetzt und los ging die Sirene. Weil ich die Kartoffeln weggenommen habe und die auf den Herd stellen wollte.

Zum Glück hatten wir aber noch einen ganzen Sack Champingnons zu schnibbeln. Pilzsack auf, vor das Kindelein gestellt, das die Prozedur schon kannte und mir unaufgefordert Pilz um Pilz anreichte. Kindelein glücklich, Pilze zuende und…s.o.

Karotten! Die mußten auch noch weg…Verlauf: s.o.

*seufz*

Um das Geschrei zu vermeiden und mich aufs Essenmachen konzentrieren zu können, habe ich aufgegeben, Ben auch so bespaßen können, auf Eumelpapa gewartet, ihm Kindelein in die Arme gedrückt, “DA!“, Essen fertig gekocht.

Ich dachte immer, daß Kinder dann wirklich zufriedener sind, wenn sie bei der Vorbereitung helfen können. Sind sie auch, so weit haben die Ratgeber recht. Nur keiner hat mir verraten, was passiert, wenn Essensvorbereitungen alle gemacht sind und es ans Kochen geht…Hätte mir ja mal jemand sagen können, dann hätte ich mir was anderes überlegt ;-)



Packen
März 25, 2008, 9:50 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern, Chaosknilch, Dieses und Jenes, Umzug

Ich habe angefangen zu packen. Tantchen ist ja weg, also nix wie ran an die Arbeit. Komisch, daß Menne sich nie freinimmt für diese eher unangenehmen Aufgaben. Brummte “Ich kann ja Montag mal gucken, ob ich frei nehme.” und weg wars. Hm. Naja, sag ich jetzt mal nichts mehr zu. Muß ja auch viel arbeiten der BesteEhemannvonWelt.

Also ich am Packen. Angefangen habe ich letzte Woche mit dem Kleinelektrokrams und den DVDs, die wir uns ohnehin so gut wie nie angucken. Heute kamen die Wanddeko dran, ein paar Stehlampen und die Tupperdosen dran, die Kindelein ja so gerne in der Küche verteilt. Pädagogisch unwertvoll habe ich also Bens liebstes Spielzeug verpackt. Gemeine Mama.

Jetzt habe ich Kopfschmerzen von den schimmligen Kartons, die wir wohl nach der Aktion wirklich entsorgen sollten und ein entsetzes Kind am Bein, das seine Sachen nicht in den schimmligen Kartons verschwinden sehen will.



Kreide
März 5, 2008, 10:31 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern, Ben hat Spaß, Spiele

Kreide war heute beim Spielen das Top-Thema. Gut eine Stunde hat er den Hof verziert, die Pfeiler der Veranda inspiziert und fachmännisch verschönert, den Eimer ein- und ausgeräumt, mir Kreide in die Hand gedrückt und wieder weggenommen und ist mit dem Eimer in der Hand immer wieder ums Auto herum.

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Gemeinsam haben wir die Pflastersteine verbuntert: ich habe es vorgemacht und Ben hat nachgemacht.

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Es gab Riesengejammer, als ich den Eimer einkassiert habe, weil Ben auf dem Auto herumgekritzelt hat. Freie Entfaltung gut und schön, aber das ging mir zu weit. Nach der ersten Ermahnung hat er noch schelmisch gegrinst und sich vom Auto entfernt. Beim zweiten Mal nur noch gegrinst und direkt weitergekritzelt. Beim dritten Mal hat er geheult, weil ich den Eimer konfisziert habe.

@BesterEhemannvonWelt: nix passiert, kein Kratzer, er hat nur die Stoßstange bekritzelt, weil die so schön schwarz war und man darauf die Kreide so gut sehen konnte…



Ben und Knete
Februar 29, 2008, 11:40 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern, Ben hat Spaß

Wie versprochen ein paar Photos. Da ich das Raufladen jetzt gerade ein bißchen umständlich finde und ich jetzt ins Bett gehe, weil ich müde bin, gibt es hier ein paar und da ein paar mehr.
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Basteln mit Kindern: Knete
Februar 28, 2008, 10:19 Uhr nachmittags
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Was macht man bitteschön, wenn es draußen in Strömen schüttet und Kindelein drinnen einen Langeweilelagerkoller bekommt? Nun ja, mir ist Knete eingefallen. Also ran an den Herd und Knete gekocht. Ging supereinfach und superschnell. Kleiner Tipp: die Lebensmittelfarbe reinschütten in die Mischung. Reinkneten führt zu unschönen Verfärbungen an den Händen.

Kindelein war glücklich. Gut, Ben kann noch nicht wirklich was mit Knete anfangen, aber er hat glücklich damit herumgematscht, das Zeug in Fetzen gerupft, gematscht, mir aus der Hand gerissen, das Zeug in Fetzen gerupft und im Wohnzimmer verteilt, zusammengesammelt, reingepiekst, gerupft, gematscht, aus der Hand gerissen. Höhepunkt war, als er “öööäähhh!“-brüllend auf dem Wohnzimmertisch stand, gekreiselt ist, Knete gerupft hat und in die Gegend geworfen hat (und später nicht wieder runterkam - der richtige Lerneffekt hat, scheints, noch nicht eingesetzt).

Zwei Stunden war er beschäftigt.

Einzige Schwierigkeit war, ihm klarzumachen, daß der Spaß vorbei war, weil wir losmußten, um Jens zu treffen.



Neue Rubrik: Basteln mit Kindern
Februar 27, 2008, 7:24 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern, Ben hat Spaß

Ab heute gibt es hier eine neue Rubrik: Basteln mit Kindern.

Heute: Wie bastel ich mir eine Pfütze?

Man nehme eine halbzugeschraubte Flasche Wasser, ein 15 Monate altes Kleinkind, wahlweise auch älter, gibt dem Kind die Flasche in die Hand und guckt zwei Minuten nicht hin.