Geburtstagskuchenbacken mit dem Eumel. Man sagt ja immer, daß Kinder helfen können in der Küche, daß sie mit Feuereifer dabei sind, Plätzchen auszustechen und so weiter und so fort. Wir alle kennen die Mythen. Vielleicht sind es auch keine Mythen, dann klappt das eben nur mit Ben nicht.
Ben guckt nicht zu, Ben „hilft“ nicht; nein, er mischt mit und ist der Meinung, er könne das auch so. Obwohl helfen… Oh, nein, stimmt ja gar nicht, Teigrühren hat er gemacht und das Fondant geknetet.
Zweiminütig die Drohung: wenn du so einen Quatsch machst, bekommst du keinen Gordon-Kuchen!
Es geht dann weiter. Heute abend wird das Ding dekoriert. Ich habe Kekse für die Räder gebacken, Kohle für den Tender, einen Oh-Cynthia-Vanilla-Cake für den Zug und das Fondant gebastelt für die Deko. ich weiß, Fondant schmeckt wie ***, aber es ist besser dekorierbar als Zuckerguß und man kann es in einem abziehen, wenn man es nicht mag. Man darf also gespannt sein.
Weitere Kuchenbackschnipsel:
- Fondant ist im Kühlschrank.
- Anzahl der Räder ist knapp – da Ben den ohnehin schon trockenen Teig mit Mehl mischen mußte, ist etwa die Hälfte des Keksteiges auseinandergefallen. Wir müssen also mit den paar auskommen, die da sind. Dafür ist jede Menge Krümel“kohle“ entstanden.
- Die Küche sieht aus…
- Ben sieht aus…
- Ich sehe aus…
- Etwa die Häfte des Keks- und Kuchenteiges wurden roh in Bens Magen deponiert.
- Ben, nein du bist kein Bagger und der Küchenboden nicht die Baustelle, wenn du Gordonkuchen haben willst…s.o.
- Ben, nein wir basteln keine Frösche.
- Die Zutaten gehören in die Schüssel, nicht auf die Arbeitsfläche
- Ben, da gehört nicht noch mehr Wasser rein, das ist genug.
- Nein, nicht in die Schüssel greifen, das kleeebt…wenn du so einen Quatsch machst…s.o.
- Ben hätte am liebsten alles blau gemacht.
- Wozu warten?
- Mhhmmmm, lecker!
Uff…Pause. Nur noch das Dekorieren heute abend!
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Von oben: Basilikum – Schnittlauch – Senf -Knoblauch und was anderes – die ersten Tomatenblüten
Es grünt und blüht auf meinem Balkon. Wie schön
Hoffentlich bleiben die Raupen, Schnecken und sonstigen Krabbelviecher dieses Jahr mal von dem Grünzeuch fern. Ich pflanze schließlich nicht für diese Untiere. Ben findet das auch unheimlich spannend und gießt fleißig jeden Tag mit.
Anstelle von Geschreibsel eben Fotos:
Gestern am Strand. Leider konnten wir gar nicht so lange am Strand bleiben, wie der junge Mann es gerne gehabt hätte, irgendwie ist alles recht spät geworden. Aber so ein bißchen Spaß hatte er ja doch mit dem Sand, mit dem Heraufkraxeln auf den Matschhügel und mit dem Wasserspender. Ja, das sind die, die man aus amerikanischen Highschoolfilmen kennt. Die, wo sich die Heldin/ der Held des Films getränkt wird und der fiese Cheerleader /der Quarterback ankommt, um sie / ihn zu triezen. Solche gibt es überall und sind immer wieder ein Quell der Freude für meinereiner (*augenroll*)
Also, nicht daß es gereicht hätte, daß Ben bis zu den Knien mit Schlamm verschmiert war. Nein, er mußte sich auch noch bis zu den Ellenbogen naß machen.
Und so sah es aus, als wir endlich aufgebrochen sind, um den Herrn Vater von der Arbeit abzuholen.
(*grrrr* ISO 1600 ruiniert aber auch jedes Foto
)
Und jetzt so? Jetzt backe ich gerade Brot. Es geht auf. Hoffe ich zumindest. Ich stelle immer wieder fest, daß Brotbacken mit Ben nicht so wirklich lustig ist. Oh, doch, Ben ist interessiert und guckt auch gerne zu. Nur leider beschränkt er sich nicht aufs Zugucken, sondern will mitmischen und damit ist das Geschrei eigentlich schon vorprogrammiert, weil er un.be.dingt mitkneten will. Und zwar nicht nur einen Miniklumpen, sondern den großen. Was aber nichts werden kann, er rollt den Klumpen, der viel zu groß ist, ja nur herum. Und wenn ich dann alles fertig machen will, dann gibt es eben Protestgeschrei. Macht nicht wirklich Spaß, das Ganze. Aber muß sein, wir haben kein Brot mehr und dieses Labbertoast will ich nicht schon wieder kaufen. Und das Kilo Mehl auf dem Boden, die Wasserpfütze, die deckigen, mehl- und teigverschmierten Klamotten und der vollgesabberte Teig? Nein, das erwähne ich jetzt nicht. ist einfach nicht passiert.
geht ja doch, ich brauchte wohl nur einen Startpunkt. Ich bin zur Zeit ein wenig Blogfaul.
Nach der Playgroup ging es dann weiter mit der Tagesbespaßung: Ostereiersuche im Kindergarten. Bis jetzt ist Ostern irgendwie der Schoko-Overkill. Gestern in der Playgroup, heute im Kindergarten, danach beim Einkaufen…Selbst die Kindergärtnerinnen meinten, das sei schlimmer als Weihnachten. Der Wocheneinkauf danach wurde zügig und entspannt erledigt. Ben ist nur ein ganz klein wenig weggelaufen und hat keine Regale ausgeräumt.
Ich hatte eigentlich erwartet, daß der Knilch müde sein würde. Den ganzen Tag Action, ohne Mittagsschlaf, seit heute morgen sieben Uhr. Aber nichts da, heute abend wurde noch ganz fleißig gemalt – für Ostern und noch ein bißchen so, weil es so viel Spaß macht. Was ich bislang nicht wußte war, daß er scheinbar sehr gerne malt. Nicht mit Wachsmalern oder Stiften, sondern richtig mit Pinsel, Farbe, Glitzer, Wasser und vor allem Hingabe und Konzentration. Jens hat mir verraten, daß das der Trick ist, mit dem ihm die Kindergärtnerinnen den Abschied von Papa versüßen: sobald Pinsel und Farbe zu haben ist, ist Ben Feuer und Flamme und jeglicher Abschiedsschmerz vergessen.



Trotzdem. Ich bin fix und alle und weiß, was ich heute getan habe – auch wenn mir keiner glaubt, daß ich was gemacht habe, weil das Haus nämlich chaotisch ist. Keine Zeit für Haushalt, wir waren schließlich den ganzen Tag nicht da.
Im Moment wird hier im Hause DownUnder geknetet. Schon seitdem wir aus dem Urlaub zurück sind, fragt Ben als allererstes – nach dem Aufstehen, beim Nachhausekommen, nach dem Essen, noch im Kindergarten – nach seiner blauen Knete. Es wird geknetet, auf der Masse herumgetrampelt, sich draufgesetzt, geschnitten, geschnibbelt, zur Straße gemacht, sie dient als Schienenstrecke, Schnecken werden gebastelt, es enstehen luftige Kuchen, blaue Würstchen, die zum Probieren gereicht werden, Löcher werden hineingebohrt, Abdrücke der Finger genommen. Geknetet wird zu jeder Tageszeit und Gelegenheit: beim Frühstücken, beim Auto spielen, beim Mittagessen, beim Spazierengehen, beim Musikhören – passend zur blauen Knete eben melancholisches Zeug von Cohen (ein Kleinkind, das auf Cohen steht und extra laut dreht???).
Es ist alles in dieser blauen Masse drin: Staubflusen, Krümel, Joghurt, eine Nudel, meine Haare. Obendrein klebt dieses verdammte Mistzeug die Knete überall. Auf der Arbeitsplatte, in Bens Hosen, in meinen T-Shirts, in Bens Haaren, im Badezimmer, auf dem Boden, unter Bens Fingernägeln. Gestern habe ich gute 20 Minuten gebraucht, allein, um die Küche wieder halbwegs hinzukriegen, da dieses Zeug auf dem Boden angetrocknet ist. Seitdem herrschen striktere Regeln: geknetet wird nur noch auf Bens Knetholzplatte. Alles andere ist Tabu. Zum Glück ist die wasserlöslich, daher in den Klamotten kein bißchen schlimm.
Ich weiß ja, daß Kinder mit möglichst vielen Materialien experimentieren sollen, daß es die Phantasie anregt und so weiter. Aber trotzdem haben der BesteEhemannvonWelt und ich uns darauf geeinigt, vorerst keine Knete mehr zu kochen. Es ist einfach zu überwältigend. Ich fürchte nur, ich werde den Aufforderungen nicht widerstehen können. Nun ja, auch das ist nur eine Phase…
Kleiner Tipp für die abendfüllende Beschäftigung:
Sockenpuzzle.
Das ist Spaß für Groß und Klein: Der kleine springt mit Kneteverschmierter Windel, Händen und Füßen – nicht fragen, bitte! – durch die Socken, die Großen versuchen verzweifelt, aus 1000000000000 Paar verschiedenen Socken die zueinandergehörigen zu finden und gleichzeitig zu verhinden, daß die alle mit Knete verschmiert werden. Ich muß nicht erwähnen, daß die alle schwarz sind, oder? Und ja, die Hausfrau des Jahres ist auch in Sachen Socken nicht so fit.
So ein bißchen Kreatives habe ich auch mal zu berichten. Da wäre das erste Kunstwerk aus dem Kindergarten, das Ben schon vor zwei Wochen nach Hause gebracht hat und das ich der Weltöffentlichkeit tatsächlich bis jetzt unterschlagen habe. Shame on me
Dann folgt die sensationelle Tatsache, daß Ben Baumstämme aus Knete machen kann. Das war eigentlich meine kreative Aufgabe des gestrigen Abends: Baumstämme basteln. Baumstämme sind wichtig, nur so, wen das interessiert, warum ausgerechnet Baumstämme: in einem von Bens Bilderbüchern gibt es einen ultracoolen Holztransporter mit Baumstämmen. Nach meiner Ermunterung hat sich Ben selber dran versucht und kann jetzt sensationell tolle Knetwürste Baumstämme herstellen. Er war so stolz.
Und zu guter Letzt: wir haben jetzt einen echten Ben auf dem Sofa. Dieses spezielle Kunstwerk entstand aus dem unglücklichen Zusammentreffen von: Eumelmama in der Dusche – Ben langweilt sich – Ben findet blauen Stift – Ben findet kein Papier – Ben findet weiße Malfläche.
Eine böse Enttäuschung war es für das arme Kind, als es mir stolz wie Oscar sein Kunstwerk präsentierte und ich nicht, wie üblich und von Ben erwartet, in entzücktes Gelobgesingsang ausgebrochen bin, sondern ein entsetztes „Naaaain!!!“ gebrüllt habe. Eine weeeeit vorgeschobene Unterlippe und Tränchen in den Augen waren die Folge. Er weiß schon ganz genau, wie er mir um den kleinen Finger wickeln kann. Ich gebe zu, ich hätte ihn ja auch lieber gelobt und wäre am liebsten – trotz des Schadens – in Lachen ausgebrochen. Aber das geht erziehungstechnisch ja schon mal gar nicht. Ganz so schlimm ist es auch gar nicht, der Bezug läßt sich erstens abnehmen und waschen und zweitens sind da schon so viele Flecken drauf, die nicht mehr richtig rausgehen, daß der Ben jetzt auch nichts mehr macht. Gibt dem Ganzen eine sehr individuelle Note. Ich gebe zu, ich würde da anders drüber denken, hätten wir beispielsweise das da hier stehen. Aber das ist nicht der Fall, deshalb kann ich das mit Humor nehmen. (Uaaah, das ist sooo cool dieses Sofa, kann mir das jemand schenken?)
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Heute gibt es nicht viel zu berichten, außer, daß ich getippselt habe wie eine Sonstwas. Der Rodin-Abschnitt ist auf 14 Seiten angeschwollen, weniger als geplant. Aber ich bin schließlich Freitag ausgefallen. Ärgerlich, doch nicht zu ändern.
Zu den Dingen, die ich heute hätte tun sollen, aber nicht getan habe, gehört die Wäsche. Ganz oben auf der Prioritätenliste der zu erledigenden langweiligen Haushaltsdinge. Habe ich schlichtweg vergessen über den ganzen Denkkram heute. Was ich auch nicht geschafft habe, war das Bad, aufräumen, staubsaugen. Spülen ist halb erledigt, kochen auch, Ghee habe ich gemacht, was ich mir seit einer Woche vorgenommen habe.
Was ich heute weiterhin nicht geschafft habe, war die Bastelei an Bens Zimmer, die Adventskalenderbastelei, E-Mails an meine Eltern, ein Gewand für Samstag zu nähen.
So ein Tag ist viel zu kurz, finde ich. Ich bin absolut dafür, Freitage und Montage auf 36 Stunden zu verlängern…
Ist das nicht öde, so ein Posting? Aber ich wollte nach Tagen der Abstinenz unbedingt was schreiben. So ist das halt.
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Bens Tisch ist jetzt auch fertig. Ganz dschungelmäßig sind da jetzt Affen, Elefanten und Giraffen drauf. Und noch welche Viecher, die ich nicht identifizieren konnte.
Vielleicht ist es nicht der schönste Tisch der Welt, vielleicht hätte ich es besser machen können oder origineller oder sonst was, aber mir gefällt es ganz gut, es ging schnell und man kann alles wieder ohne Probleme entfernen. Einmalig ist er allemal
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Jetzt habe ich den Baum erst mal nackig gemacht und finde den so toll, daß ich ernsthaft darüber nachdenke, den nicht zu zerstückeln, sondern weiß-glitzernd zu besprühen, als Weihnachtsbaum in unsere Eingangshalle *hüstel* zu stellen und Ben einen anderen Baum zu suchen.
Weiterhin ist daraus auch eine Idee für einen Adventskalender entstanden. Ein bisserl früh vielleicht, aber da ich so wenig Zeit habe…mal sehen, wohin das führt. Nicht, daß ich zu Hause noch einen Wald pflanze oder so.

















