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So, los gehts, jetzt hole ich meinen Ben wieder von “Ita” ab.
Ein bißcehn habe ich ihn ja vermißt. Ein bißchen aber war ich froh, daß der Kindesbespaßungskelch heute an mir vorübergezogen ist. Ein bißchen schlechtes Gewissen ist auch dabei, weil der Kelch, seitdem ich hier bin, recht oft an mir vorbeigezogen ist und bei meinen Eltern hängen geblieben ist.
Ich genieße das, habe aber auch ein schlechtes Gewissen (natürlich, wie kann es anders sein!), daß ich momentan so selten für meinen Eumel da bin. Ich bin in der Uni oder schreibe hier, er wird weggeschickt und überhaupt habe ich das Gefühl, daß er ein bißchen verwirrt ist, daß ich plötzlich so wenig Zeit für ihn habe. Daher ist er auch sehr beanspruchend, wenn ich denn mal da bin, da will er sogar beim Essen auf meinen Schoß. Es sei denn, es gibt Joghurt, dann nicht. Den könnte ich ja wegfressen.
Auf der anderen Seite finde ich es auch schön, wieder Zeit für meine Arbeit zu haben, Zeit zum Denken. Ich sehe ja auch, daß er die viele Spielzeit mit meinen Eltern genießt, ohne, daß jemand ihm sagt, er müsse zuerst dieses und jenes machen…es ist eben immer jemand da, trotzdem. Meine Eltern genießen die Zeit auch. Sie haben doch so wenig von Ben, übers Jahr gerechnet. Daher finden die es toll und empfinden es keineswegs als Belastung, daß ich sie recht häufig bitte, auf Ben aufzupassen. Außerdem wollen sie, daß ich endlich fertig werde, dafür würden die beiden sogar bei uns einziehen, glaube ich
Warum also das schlechte Gewissen? Es ist ja nur für eine kurze Zeit. Es ist ja nicht so, als würde ich jetzt täglich ganztags arbeiten. Ich glaube, das würde mir gar nicht gefallen, irgendwie bekommt man von der Entwicklung weniger mit. (Und man hat weniger zu bloggen, denn wen interessiert es bitteschön, daß ich jetzt endlich darauf gekommen bin, daß Gérôme eine femme fragile in eine femme fatale verwandelt, damit die den armen Pygmalion verschlingen kann und so weiter…)?
So, dann fahr ich jetzt, hoffentlich kommt der Bus schnell.
4 Kommentare bis jetzt
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Ach, Du, das mit dem schlechten Gewissen steht in der Arbeitsplatzbescheibung für arbeitende Mütter. Nach einer Weile gewöhnt man sich ein bisschen daran und in Stoßzeiten wird es dann auch mal wieder schlimmer…
Kommentar von kaleema Juli 10, 2008 @ 03:32Ich hatte das ja auch anfangs, das schlechte Gewissen, weil Christoph mit einem guten Jahr gleich zwei Tage in der Woche für acht Stunden im Kindergarten war. Da hat Kaleema wohl recht, das ist uns Frauen wohl eventuell zu eigen. Aber es wächst sich zurecht, glaube mir, vertraue mir
Kommentar von rosa67 Juli 10, 2008 @ 07:40Ne, das darf sich nicht zurechtwachsen, denn dann gewöhne ich mich zu sehr daran. Ist doch nur für ein paar Tage noch.
Kommentar von eumelmama Juli 10, 2008 @ 07:48[...] auch ich kenne das schlechte Gewissen, dass Frau Eumelmama plagt, wenn das Kindelein, was vorher intensivst 24/7 betreut wurde, nun acht Stunden am Tag [...]
Pingback von Hormonelle Bürotitis :-) « Kinderkram - Der Ex-WutzBlog Juli 12, 2008 @ 06:44