Gespeichert unter: Auf dem Spielplatz
Wenn sich eine minimale Anzahl von Müttern auf einem Spielplatz befindet - in diesem Falle waren es mich eingeschlossen drei - dann fällt einem erst einmal auf, wie…*hüstel*…ausgesprochen wenig Interesse man doch plötzlich entwickeln kann, die anderen Mütter kennenzulernen, weil man die schon beim Angucken zum Weglaufen findet. Beim Sprechen dann noch mehr.
Gibt es übrigens eine Art geheimen Spielplatzcode, der entscheidet: Du gehörst dazu? Ich meine, ich natürlich zum Glück offensichtlich nicht, eher so allgemein?
Ich frage mich, ob ich was falsch mache, wenn ich entscheide, daß es vollkommen überflüssig ist, Apfelschnitze und belegte Brote und Dinkelkekse und Getränke einzupacken, wenn der Spielplatz etwa 15 Meter von der Haustür weg ist? Ich meine, weil das die eine der anderen Mütter so gemacht hat. Die hatten einen Koffer dabei. Ungelogen!
Ein fünfjähriger, der meinem Kleinstkind seinen Ballon mopst und den nicht zurückbringt, wenn er nach Hause geht, darf ich den unverschämt finden?Oder ist das normal? Immerhin hat er ja gefragt, ob er damit spielen darf. Egal. Ballon ist gerettet und dem Kindelein ist das so was von egal Kindelein ist glücklich.
Wird hier mehr mit den Kindern gemeckert als in Down Under? Kommt mir fast so vor. Oder war das nur die blonde Tussi vom Spielplatz? Und die brünette? Und die im Bus?
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Ja, hier wird mehr gemeckert. Mehr als in Down Under, mehr als in Spanien, oder England oder fast jedem anderen Land, in dem ich bisher gewesen bin.
Ich nehme für Kolja nichts mehr mit, wenn wir unterwegs sind. Außer: eine Flasche Wasser und vielleicht eine Banane oder so. Zumindest, wenn wir nur zum Spielplatz fahren. Dafür geht er dann seine Runde und mopst, was er anderen Kindern abringen kann. Aber ich habe einfach auch festgestellt, dass Koljas Essverhalten viel besser ist, seit er Nachmittags auf dem Spielplatz nicht mehr gemästet wird.
(Großartig auch: Hauptsache, es gibt Dinkelstangen, Vollkornkekse und Bio-Äpfel. Mästen ist Mästen, oder?)
Kommentar von kaleema Juni 12, 2008 @ 17:55:07Mästen ist Mästen, da stimme ich dir zu. Ich habe mich halt gefragt, ob das nötig ist. Ich meine, wenn Ben plötzlich vor Hunger umfällt, gehe ich einfach kurz nach oben und hole was oder so. Die Dame wohnte ungelogen 10 Meter vom Spielplatz entfernt. Naja, was solls, ist ja nicht mein Bier.
Kommentar von Susan Juni 12, 2008 @ 20:29:58Ich glaube, es ist Gedankenlosigkeit. Ich habe das auch immer gemacht: Reiswaffeln, Apfelschnitze, Knäckebrote, Banane… weil alls das so gemacht haben. Weil ich irgendwann angefangen habe, Kolja zum Knabbern Dinkelstangen zu geben, das ist dannirgendwie geblieben. Und dann hatte ich so Schwierigkeiten mit Kolja beim Essen. Frühstück ging leidlich. Mittag schwierig, Deshalb habe ich zwischendurch versucht, in mit Knabberkram zum Essen zu bewegen. Abends ging dann gar nichts mehr. In einer Zeitschrift für Erziehungsbrechtigte (öhöm) gab es dann einen großartigen Artikel: über die proppevollen Picknicktaschen am Spielplatz.
Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, seit dem gibt es Nachmittags nichts mehr. Das Essen ist besser geworden, strukturierter und reglmäßiger. Allein: die Anderen haben immer noch tonnenweise Essen dabie und Kolja geht jetzt eben schnorren, wenn wir unterwegs sind.
Kommentar von kaleema Juni 13, 2008 @ 01:02:53Ich gebe ja zu, daß ich auch oft was dabei habe: ein paar Bananen oder Mandarinen, Trauben oder Cracker und Wasser. Nur: “unser” Spielplatz zu Hause ist nicht eben vor der Haustür, sondern das sind schon 1,5 km bergiger Fußmarsch. Da gehe ich nicht für ein halbes Stündchen hin, weil sich das nicht lohnt. Und wenn es dann mal später wird und Ben richtig Kohldampf bekommt, habe ich wenigstens was zur Überbrückung. Aber mein Kurzer ist auch nicht ganz so schwierig mit dem Essen wie deiner. Gerade jetzt scheint wieder so eine Kohldampf-Phase vorzuliegen: Frühstück, Brezel, Melone, Mittagessen, Kuchen (von meiner Oma *augenroll*), Brot, mein Dinkelbrötchen (*grummel*)…
Kommentar von eumelmama Juni 13, 2008 @ 04:07:33