Hey, Mr. Ben!


Fliegen
Juni 6, 2008, 18:33
Gespeichert unter: Alltägliches

Habe ich eingentlich schon mal erwähnt, daß ich Fliegen wie die Pest hasse? Daß ich das am liebsten komplett schlafend über mich ergehen lassen würde? Oder noch besser: gar nicht? Nicht? Dann sage ich es jetzt. Ich mache mir jetzt schon mal ins Hemd. DerBesteEhemannvonWelt ist übrigens auch nicht so begeistert, so lange von uns getrennt zu sein. Das kommt noch dazu. Die lange Trennung, die aber kürzer ist, als letztes Jahr. Warum mache ich das eigentlich?



So, dann
Juni 6, 2008, 17:32
Gespeichert unter: Uncategorized

…könnte ich ja fast schon loslegen mit dem nächsten Kapitel. Mache ich aber nicht. Ich packe jetzt die Unterlagen zusammen. Für das Kapitel fehlen mir nämlich noch die Bilder :-)

Und wenn ich mir das leisten könnte (und sicher sein könnte, daß der Fußboden nicht sofort zusammenbricht), würde ich mir die da ins Wohnzimmer stellen. Leider noch kein besseres Foto gefunden, aber sie ist wirklich eine meiner Favoriten. (Was glaubt ihr wohl, was es für ein Krampf war, die Arbeit so hinzubiegen, daß ich die noch reinquetschen kann ;-) )…ehrlich gesagt, vor 10 Jahren hätte man anfangen sollen, so was zu sammeln, da hat man die Dinger noch hinterhergeworfen bekommen…



Schnief
Juni 6, 2008, 16:20
Gespeichert unter: Bazillenkram

Schnief – die Nase läuft, aber insgesamt scheint der Kelch an uns vorbei zu sein. Alles halb so wild, kein wattiges Gewühl im Kopf, kein Ziepen im Rücken, Armen, Beinen und sonstigen Gliedern, keine Kopfschmerzen, kein schlappes Umherschleichen um den Wasserpott, um auf den nächsten Kräutertee zu warten, kein Kratzen mehr (seht ihr, ich habe ein „t“ gekauft)…ich hoffe nur, ich habe es nicht herbeigeredet.

Sodele, wenn das so ist, kann der Montag ja kommen.



Einkaufen und andere Schnöppsel
Juni 6, 2008, 10:42
Gespeichert unter: Alltägliches, Chaosknilch, Kommunikatives, Kulinaria, Schlaf Kindchen, Schnipsel

o Ben labert. Manchmal hat er ganz ruhige Phasen, die er still und stumm durchlebt, die von Laberphasen abgelöst werden. Und wenn ich sage labern, dann meine ich das auch: „Büttetüttebah.pttpttpuh…laberrhabarberblablabla…“ Alles, was er sieht, anfaßt oder in den Mund nimmt, muß kommentiert werden mit endlos langem Gelaber.
Er hat gestern morgen angefangen, abends aufgehört, im Schlaf ein bißchen gebrabbelt und heute morgen weitergemacht. Ich bin ja sehr froh, daß er so ein aufgewecktes Kerlchen ist, so kommunikativ, so mitteilsam, so aufgeschlossen. Und es ist ja auch supersüß, wie er durch die Gegend läuft und „manabüttebüttemanamammmimmmammi…“ vor sich hin brabbelt. Aber…ich wüßte ja erstens mal zu gerne, worüber er überhaupt redet und zweitens ging mir das gestern abend ein ganz klein wenig auf die Nerven. Für die Zukunft ahne ich…daß ich wahrscheinlich gar nicht mehr zu Wort kommen werde.

Ich frage mich ja auch ein klitzekleines bißchen, warum er noch nicht so richtig angefangen hat mit dem sprechen-lernen. Mundfaul ist er ja nu wirklich nicht und doof auch nicht. An mangelndem Interesse kann es auch nicht liegen, er ist ja schon regelmäßig sehr frustriert, wenn ich nicht kapiere, was Mössjöh mal wieder will. (Oder ich habe mal wieder zu viel im Beklopptenforum gelesen, wo alle 20-Monate alte Kinder schon Schäkspiehr-Zitate vortragen können. Mindestens.)

o Ben will alleine. Ganz alleine alles machen. Socken anziehen. Kann er nicht, aber das hindert ihn nicht daran, es alleine machen zu wollen. Hose anziehen. Kann er nicht, das führt zu sehr frustriertem Gebürll. Schuhe anziehen – vielen Dank für die Erfindung der Cro.cs. Zwar haben wir nur nachgemachte, aber auch die lassen sich sehr einfach anziehen, das ist für das Ich-kann-das! eh nicht relevant. Ben hat ein wenig herumgefummelt an einem seiner Treter, hin, her, nach oben…wie kommt da bloß der Fuß rein. Meine gebetsmühlenartig wiederholten dezenten Hinweise „Der andere Fuß, Ben. Der andere. Der Schuh gehört an den anderen Fuß…“ wurden ignoriert. Ir.gend.wann hat es Ben geschafft: Schuh war am Fuß…aaaber… paßte irgendwie nicht so gut wie sonst?

o Mittags hat Ben einen unstillbaren Heißhunger auf chinesischen gebratenen Reis, bzw. gekochten Reis mit Pflaumensauce entwickelt, der in der Bestellung vom China-Mann dabei war. N. mit Familie war nämlich mittags hier und so brauchte ich nicht zu kochen. Ben hat vier Schalen gegessen – gut, zusammengenommen ist eine davon auf dem Boden gelandet, weil er mal wieder eine unendliche Sauerei angestellt hat, aber was solls. Er hat VIEL gegessen. Fleisch und Gemüse hat er ausgespuckt.

o Gestern war wieder unser Einkaufstag, wir waren in der Mall und haben auf Jens gewartet. Ben läuft herum. In dieser Shopping-Mall gibt es eine Freßmeile mit mehr oder minder guten Fast-Food-Ständen: Chinesisch, Indisch, Kebab, Sandwiches, Burger, Sushi etc. Ben läuft ein bißchen ziellos herum, zeigt mal hier, mal da, ein halbherzig forderndes: „Ähhhh, Ähhhh…“ ertönt, als er plötzlich den China-Stand sieht. Plötzlich fokussiert er sein zielloses Herumirren auf diesen Stand, zieht mich mit aller Macht darauf zu, schubst mich an die Theke und fummelt an der Tasche des Kinderwagenverdeckes herum, wo ich immer mein Porte… meine Geldbörse aufbewahre. Woher zum Kuckuck bitteschön weiß er so genau, daß es genau da an diesem Stand diesen gebratenen Reis gibt? Wir waren noch nie an diesem Stand, bzw. ich nicht, da ich nicht der China-Fan bin. Jens allerdings steht auf diesen gebratenen Reis, vielleicht hat sich Ben da noch erinnert? Die China-Bestellung zum Mittag hat T. gebracht, das konnte er nicht gesehen und miteinander verbunden haben. Oder aber er hat sehr, sehr gute Augen, wenn er die ausgestellte Schale durch all die davor stehenden Leute aus der Entfernung gesehen hat. Trotzdem finde ich das ganz schön pfiffig. Und trotzdem hat das Kindelein keinen gebratenen Reis bekommen.

o Im Shoppingcenter gestern war es Ben wohl ein bißchen zu langweilig, uns beim Wocheneinkauf zuzugucken. Jedenfalls hat er die Sachen wieder aus dem Wagen geschmissen, ist darauf herumgetrampelt und generell wollte er raus. An der Kasse ließ er sich ein bißchen ablenken und durfte die Einkäufe aufs Band packen. Da war er plötzlich wieder das liebste Kind.

o Nach dem Einkauf ist er auf die Rollrampe zugehoppelt. Das ist so was wie Rolltreppen nur eben ohne Stufen. Die findet er immer ganz phantastisch, da will er immer drauf. Und so stand er da, völlig versteinert vor Begeisterung und Zwang sich zwischen den beiden Bändern zu entscheiden und hat erst einmal die Falsche genommen – die, die sich auf ihn zubewegt hat. So kommt man nicht nach oben. Ein bißchen verwirrtes Herumgetrappel auf der Stelle war die Folge, danach ist der Groschen gefallen und wir konnten weiter.

o Im Vorbeigehen verkrallt sich Ben in die Einkaufstüte eines älteren Mannes. Warum? Keine Ahnung. Loslassen wollte er jedenfalls nicht. Ein kurzes Gespräch, dann der lächelnde Kommentar: „Ohhh, nooooo…he looks like a troublemaker.:-) Ich nicke ergeben und zustimmend.

o Im Obst-Gemüse-Laden war Ben dann wieder ganz lieb. Ernsthaft hat er sich einen der viel zu großen Einkaufskörbe geschnappt, sich eine Tüte Cashews reingelegt und ist damit durch den Laden, immer mal wieder rechts und links zeigend: „Haaabn!…Ähähhhhähhhhh……DA!Habn!“ Erdbeeren und Bananen durfte er diesmal. Erdbeeren liebt er, Mandarinen rührt er aus Übersättigung nicht mehr an, Trauben sind lala, Bananen bekommt er immer, und wir müssen definitiv in Deutschland ins Erdbeerfeld.

o Seitdem er mit dieser Phase, wo er sich gesund schlafen mußte, abgeschlossen hat, schläft er noch bescheidener als früher. Gestern ist er vor sechs wach geworden, hatte gegen Mittag einen toten Punkt – da wäre er fast im Hochstuhl eingeschlafen -, den er überwunden hat, als ich ihn aus dem Stuhl gehoben habe, hat nachmittags um fünf (!) im Kinderwagen ein halbes Stündchen gepennt und ist um halb elf abends eingeschlafen. Heute morgen fand er es allerdings nicht so toll, daß wir ihn um halb acht aus dem Schlaf gerissen haben. Ich fürchte fast, daß der Mittagsschlaf bald obsolet sein wird. Jedenfalls, wenn ich diese Extremspätschlafengehzeiten vermeiden will.