Hey, Mr. Ben!


Abendessen
März 25, 2008, 22:22
Gespeichert unter: Basteln mit Kindern

Eine weitere Auswirkung von Besuch ist, daß Ben danach zur Klette mutiert. Nichts ging, wenn ich ihn nicht auf dem Arm hatte oder schön abgelenkt habe. Den ganzen Tag war er schlechtgelaunt und motzig. Essen machen heute abend war besonders entsetzlich. Ich habe an den tollen Tipp gedacht, Kinder in das Essenmachen einzubeziehen, damit sie erträglicher werden. Also habe ich das gemacht.

Kartoffelsack hingestellt, mich auf die Stufe gehockt und Kindelein Kartoffeln anreichen lassen. Kindelein war glücklich. Unermüdlich hat Ben mir Kartoffel um Kartoffel zum Schälen angereicht. Irgendwann hatten wir aber genug. Dann mußte ich Kartoffeln schnibbeln. Kartoffel um Kartoffel hat Ben mir zum Schnibbeln angereicht. Genial. Ging wirklich gut. Kindelein war glücklich. Leider mußten die Kartoffeln danach ins Wasser. Das war nicht gut. Kindelein war da gar nicht erfreut drüber. Das Mündchen wurde verzogen, die Miene abgrundtiefsten Kinderkummers aufgesetzt und los ging die Sirene. Weil ich die Kartoffeln weggenommen habe und die auf den Herd stellen wollte.

Zum Glück hatten wir aber noch einen ganzen Sack Champingnons zu schnibbeln. Pilzsack auf, vor das Kindelein gestellt, das die Prozedur schon kannte und mir unaufgefordert Pilz um Pilz anreichte. Kindelein glücklich, Pilze zuende und…s.o.

Karotten! Die mußten auch noch weg…Verlauf: s.o.

*seufz*

Um das Geschrei zu vermeiden und mich aufs Essenmachen konzentrieren zu können, habe ich aufgegeben, Ben auch so bespaßen können, auf Eumelpapa gewartet, ihm Kindelein in die Arme gedrückt, „DA!„, Essen fertig gekocht.

Ich dachte immer, daß Kinder dann wirklich zufriedener sind, wenn sie bei der Vorbereitung helfen können. Sind sie auch, so weit haben die Ratgeber recht. Nur keiner hat mir verraten, was passiert, wenn Essensvorbereitungen alle gemacht sind und es ans Kochen geht…Hätte mir ja mal jemand sagen können, dann hätte ich mir was anderes überlegt ;-)



Ostermontag
März 25, 2008, 22:11
Gespeichert unter: Ausflüge & so

Ostermontag, gestern, war wirklich wunderschön. So laut darf man das ja in einem deutschsprachigen Blog eigentlich gar nicht schreiben, aber wir hatten wirklich exzellentes Osterwetter. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, 25 Grad etwa und Sonne. Gut, gegen Abend hat es geregnet, aber was solls. Wir haben die Gelegenheit genutzt und Tantchen noch ein kleines Schmankerl gezeigt: die Endeavour, die in Kopie hier im Hafen liegt. Da mich Boote jetzt nicht wirklich brennend interessieren – obwohl es wirklich sehr interessant sein soll, dieser Kohlenfrachter – und Ben sowieso noch nicht darauf durfte, habe ich Ben gehütet und wollte eigentlich zum Spielplatz. Das hat sich als unmöglich herausgestellt, da besagter Spielplatz im Darling Harbour von Wasser umgeben war, bzw. es wohl immer noch ist, wenn sich seit gestern nicht drastisch was geändert hat.

Eigentlich hatten wir auch vorgehabt, in den Chinesischen Garten zu gehen, aber Tantchen hat es vorgezogen, Ben noch ein wenig am und im Wasser spielen zu lassen. Wahrscheinlich zum Entsetzen aller korrekten Familienforums-Mütter habe ich Ben komplett mit Klamotten im Brunnen spielen lassen. Kindelein hatte Spaß, ich hatte Ersatzklamotten, wir alle ein entsetzliches Klingeln im Ohr von der Musikantengruppe im Hintergrund, die wahre Katzenmusik geliefert hatten (und von dem Geschrei, als wir Kindelein endgültig aus dem Wasser gehoben haben).

Als zweites Highlight gab es Eis, das wir uns brüderlich?  Mutter-Vater-Sohnlich? geteilt haben. Schöne Ostern waren es. Wirklich.

bild-130.jpgbild-133.jpgbild-147.jpgbild-154.jpgbild-171.jpgbild-176.jpgbild-185.jpgbild-189.jpgbild-190.jpgbild-191.jpgbild-193.jpgbild-217.jpgbild-219.jpgbild-228.jpgbild-245.jpgbild-247.jpgbild-250.jpgbild-254.jpgbild-258.jpg

Wer jetzt ein bißchen wegen dem Wetter grummelt, weil wegen Sonne und so, den kann ich beruhigen: wir hatten heute echtes Hundswetter. Es war immer noch warm, sehr warm, aber auch sehr unangenehm. Bei jedem Schritt bin ich ins Hecheln gekommen, da die Luft heute absolut unatembar war. Ich habe nicht geschwitzt – die Luft hat es. Feucht und abgestanden und ich schwöre, daß die Luft  zwischendurch nach Schweißfüßen geschmeckt hat. Meine Lunge mochte diese alte, muffige Luft nicht, in der wirklich nur noch der Minimalstanteil an jahrhundertealtem Sauerstoff vorhanden gewesen ist. Bäh, war das fies.



Auswirkungen von Besuch
März 25, 2008, 21:45
Gespeichert unter: Schlaf Kindchen

Auswirkungen von Besuch – die scheinen eher negativ zu sein, egal ob wir Besuch bekommen oder ob wir jemanden besuchen. Ben liebt das – Besuch. Ist ja auch an sich kein Problem. Das Problem bekommen wir immer erst, wenn der Besuch vorbei, resp. wieder weg ist: die Eumel’schen Schlafenszeiten verschieben sich dann scheinbar drastisch nach hinten. Gestern war es wieder 23 Uhr, heute 21.40 Uhr.

Je.des.mal wenn wir die Zubettgehzeiten in den Griff bekommen haben, werden wir besucht (oder besuchen selber) und – PÄNG – alles wieder beim alten: kein Feierabend für Mama, Herumtoben bis zehn, elf. Gerade heute hätte ich ganz gerne einen Feierabend gehabt, da ich noch ein, zwei Kartons packen wollte und die Löcher in den Wänden ohne größere Störungen wie neugierige Kleinkindzeigefinger zukleistern wollte. AAHHH!

Ach ja, Ben hat es scheinbar geschafft, sich einen Splitter in seinen dicken Zeh zu jagen. Gestern habe ich das nicht gesehen, obwohl Ben gejammert hat, als er seine Schuhe anziehen sollte. Heute war der dicke Zeh noch dicker und ganz rot. Den Splitter habe ich inzwischen entfernt, die wunde Stelle desinfiziert. Ben hat bei der OP ein bißchen gejammert, aber wohl eher deswegen, weil er seinen Fuß nicht bewegen durfte als aus Schmerz.



Bah – BahBahhhh! – Nononono
März 25, 2008, 12:40
Gespeichert unter: Ben kann

Ben mag Mandarinen. Mama hat die immer so toll geschält und die Haut abgefummelt *augenroll* (kann ich verstehen, die Häutchen sind wirklich zäh und „Bah“. Daher gibt es Mandarine nur ganz ganz selten). Jetzt, wo er weiß, daß da eine „Bah“-Haut dran ist, ißt er die nicht mehr. Ganz traurig guckt er auf die (geschälte und enthäutete) Mandarine, schüttelt den Kopf und sich selbst und sagt „Bah“. Schade, wo die doch so gut schmecken ;-)

Überhaupt ist alles „Bah“. Das ist jetzt sein Lieblingswort. Es hat weniger mit dem Ekeligkeitsgrad zu tun als vielmehr damit, daß er „Bah“ zu Sachen sagt, die ihm nicht so ganz in den Kram passen. Also statt „nein“ sozusagen. Oder so ähnlich. „Nonono!“ ist sozusagen die Elativform von „Bah“.

Das geht etwa so:
Ben, willst du Frühstück?“ Keine Antwort, starren, Unverständnis. „Ben, willst du ham?“ Starren, Unverständnis, „Ham?“ Antwort ist ein etwas unsicheres „Ham!

Frühstück also!

Ben, willst du ein Butterbrot?“ Starren, Unverständnis, Blick wird klarer, Kopfschütteln, gequiektes „Baaah!

Ben, willst du Cornflakes?“ Starren, Unverständnis, Blick wird klarer, Kopfschütteln, gequiektes „BAAHHH!

Ich stehe ratlos in der Küche, Ben wedelt mit Zeigefinger unbestimmt in der Gegend herum zeigt auf einen bestimmten, für ihn unsichtbaren Punkt auf der Arbeitsfläche, sagt „Hamm!“ Ratlosigkeit bei Muttern. Zeigen, „Hamm!“ Ahhh, ein Licht geht auf: Haferflocken. Muttern macht Haferflocken, Kind matscht glücklich damit herum, Muttern versucht, dem Kindelein Haferflocken ins Mäulchen zu schieben. Kindelein guckt Muttern ernsthaft an, schüttelt mitleidig den Kopf und sagt „BAH! BAH!

Kindelein ist mit den Haferflcoken fertig – sprich: alle liegen im zwei-Meter-Umkreis verteilt – muß umgezogen werden. T-Shirt wird ausgezogen, neues T-Shirt gegrabscht, Ich flöte: „Ben, Anziehen…“ Entsetzter Blick, Kopfschütteln, Körperschütteln, „Nononono!!!„, Grinsen, Wegrennen.

Ja, so geht das mit dem „Bah„, „BAAHHH!„, „BAH! BAH!“ und „Nononono!!!



Wieso?
März 25, 2008, 10:54
Gespeichert unter: Schlaf Kindchen

Wieso geht Kindelein nach einem dreistündigen Marathonschlaf im Auto ganz früh ins Bett und ist gestern nach einem knappen halben Stündchen Mittagsschlaf und zehn Minuten Autoschlaf so ausgeschlafen, daß es bis 23 Uhr wach bleibt. Mama und Papa waren da schon im Bett.



Packen
März 25, 2008, 09:50
Gespeichert unter: Alltägliches, Basteln mit Kindern, Chaosknilch

Ich habe angefangen zu packen. Tantchen ist ja weg, also nix wie ran an die Arbeit. Komisch, daß Menne sich nie freinimmt für diese eher unangenehmen Aufgaben. Brummte „Ich kann ja Montag mal gucken, ob ich frei nehme.“ und weg wars. Hm. Naja, sag ich jetzt mal nichts mehr zu. Muß ja auch viel arbeiten der BesteEhemannvonWelt.

Also ich am Packen. Angefangen habe ich letzte Woche mit dem Kleinelektrokrams und den DVDs, die wir uns ohnehin so gut wie nie angucken. Heute kamen die Wanddeko dran, ein paar Stehlampen und die Tupperdosen dran, die Kindelein ja so gerne in der Küche verteilt. Pädagogisch unwertvoll habe ich also Bens liebstes Spielzeug verpackt. Gemeine Mama.

Jetzt habe ich Kopfschmerzen von den schimmligen Kartons, die wir wohl nach der Aktion wirklich entsorgen sollten und ein entsetzes Kind am Bein, das seine Sachen nicht in den schimmligen Kartons verschwinden sehen will.