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So ein Feierabend ist doch was Tolles. Hach ja…
Kreide war heute beim Spielen das Top-Thema. Gut eine Stunde hat er den Hof verziert, die Pfeiler der Veranda inspiziert und fachmännisch verschönert, den Eimer ein- und ausgeräumt, mir Kreide in die Hand gedrückt und wieder weggenommen und ist mit dem Eimer in der Hand immer wieder ums Auto herum.
Gemeinsam haben wir die Pflastersteine verbuntert: ich habe es vorgemacht und Ben hat nachgemacht.
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Es gab Riesengejammer, als ich den Eimer einkassiert habe, weil Ben auf dem Auto herumgekritzelt hat. Freie Entfaltung gut und schön, aber das ging mir zu weit. Nach der ersten Ermahnung hat er noch schelmisch gegrinst und sich vom Auto entfernt. Beim zweiten Mal nur noch gegrinst und direkt weitergekritzelt. Beim dritten Mal hat er geheult, weil ich den Eimer konfisziert habe.
@BesterEhemannvonWelt: nix passiert, kein Kratzer, er hat nur die Stoßstange bekritzelt, weil die so schön schwarz war und man darauf die Kreide so gut sehen konnte…
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Ben hat einen kleinen Kipplaster, den er ein ganz klein bißchen heiß und innig liebt. Der Kipplaster ist immer dabei, wenn es darum geht, irgendwelchen Kram umherzuschleppen. Er hat, so scheints, die richtige Höhe und einen Griff, so daß Ben ihn greifen kann und über den Boden schrappeln lassen kann. Gestern hat er dem Auto was neues angetan: er hat versucht, seinen Laster zu ertränken:
Auf die Gefahr hin, auf dem Offensichtlichen herumzureiten: wir hatten gestern tolles Wetter…
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Am Samstag gucken wir uns nachmittags noch ein Haus an. Eines, das in den Werbezeilen der Agentur mit den Worten „Leafy environment“ angepriesen wurde. Also soll man sich darauf freuen, daß man permanent Laub fegen darf?
Irgendwie finde ich die Beschreibung „Leafy environment“ merkwürdig. Blättrige Umgebung – der Garten völlig zugewuchert mit Grünzeugs? Wir lassen uns überraschen.
Wir waren heute schon wieder Häuser gucken. Ben, der arme Kerl, findet das überhaupt nicht lustig, weil wir jedesmal fast eine Stunde unterwegs sind, um in das Viertel zu kommen. Aber wenigstens hat sich das Gucken heute gelohnt: Haus 1 war wunderschön. Nur leider mit Teppichboden, was uns angesichts unseres kleinen Ferkelchens die Kaution kosten könnte.
Aber egal, erst mal bewerben, dann gucken, wie man das managt. Haus 2 war dann schon nicht mehr so nett. Alles ganz sauber und in einem ordentlichen Zustand, aber…ach irgendwie naja eben. Da es außerdem ziemlich weit ab liegt, haben wir da keine Bewerbung abgegeben. Am Samstag gucken wir noch mal zwei Häuser. Langsam habe ich wirklich keine Lust mehr darauf.
Ben hat das ganz gut weggesteckt. Den Hinweg hat er komplett verpennt – den habe ich in die Mittagszeit gelegt. Wir waren ein Stündchen zu früh dran, daher gab es zur Entschädigung Babycino, Kreide und ein Spielzeug (jawohl, aus Plastik!) – ich hatte irgendwie das Bedürfnis, dem Eumel was zu schenken. Auf dem Rückweg hatte Bens Laune spürbar nachgelassen, obwohl der insgesamt weniger stressig als befürchtet war. Dafür durfte er dann auf dem Hof auch ordentlich mit seinem Eimer Straßenkreide rumsauen. Das war der Hit des Tages. Zwischendurch haben wir Teeparty und Kochen gespielt: ich habe ihm einfach ein Küchenset geschenkt. Er ist vielleicht noch ein wenig jung dafür, aber so zu tun, als ob man Kaffee trinkt und kocht scheint ihm trotzdem Riesenspaß zu machen.
Photos von der Kreideaktion lade ich später hoch. Übrigens scheine ich recht zu haben mit meiner Vermutung, daß Ben tatsächlich nur sehr kurz Mittagsschlaf machen sollte. Wir haben nämlich gerade kurz nach acht und er schläft jetzt schon.
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Jetzt ist er wieder weg, mein BesterEhemannvonWelt, wir haben ihn gerade zum Flughafen gebracht. Zum Glück nur bis morgen.
Ich frage mich nur, nach welchen Gesetzen der Verkehr proportional zur Dringlichkeit, eine Toilette aufsuchen zu müssen, zunehmen muß?




