Gespeichert unter: Ben hat Spaß
Unmerklich, ganz heimlich still und leise hat sich eine neue Leidenschaft eingeschlichen. Seit ein paar Tagen ist Ben verrückt nach – Büchern. Immer wieder schleppt er eines an, blättert in den Seiten, verlangt DAH und DAH eine Erklärung. Sein Favorit ist das da: 
Die Texte sind sehr einfach gestrickt, aber Ben will ja auch nichts vorgelesen haben, sondern erzählt bekommen, was da alles zu sehen ist. Außerdem kann man Bilder hin und her schieben – dann braucht man auch keine Texte.
Gespeichert unter: Ben hat Spaß, Kulinaria | Schlagworte: Kulinaria, Schweinchen, Spaß, Spiel
Wenn Ben ißt, ist er ein kleines Schweinchen. Anders kann man es nicht formulieren. Es fängt eigentlich immer ganz harmlos an und steigert sich dann sukzessive bis zum Wahnsinnsgematsche. Erst stochert er ein wenig mit dem Löffel herum. Dann wird mit dem Finger getestet. Wieder kommt der Löffel zum Einsatz, der irgendwie nicht den Mund findet. Danach verfehlt die Hand den Mund. Der Löffel wird in die immer größer werdenden Pfützen auf dem Hochstuhltisch getunkt. Mit Schwung geklopft. Ermahnung von Mama/Papa/Eltern. Der Löffel kommt wieder zivilisiert zum Einsatz. Danach wieder die Hand. Ein Schluck wird getrunken, verlangt, daß der Becher auf dem Tisch steht – Eumel kann ja alleine trinken. Füttern? Nein, kommt gar nicht in Frage.
Ein, zwei Schluck und plötzlich rührt Ben mit der Hand im Wasserbecher und grient sich einen. Er rührt und rührt und rührt, schnappt sich das Brot, tunkt es in die grüne Pampe, die es heute gab, ins Wasser, wieder in die Pampe. Dicke Fladen Grünzeug fallen wie Regentropfen auf den Tisch. Pfützen bilden sich, ja geradezu Teiche aus Grün. Geheimnisvoll dunkel schillernd verführen sie zum Hineinpatschen. Natürlich kann der Eumel der Verlockung nicht wiederstehen. Mit Schwung klatscht seine dicke kleine Patschhand in die Pfütze aus Grün. Wieder und wieder. Es spritzt Spinat. Mama und Papa gehen in Deckung, gucken entsetzt, wissen nichts zu sagen. Eumel grinst entzückt. Er hebt die Hand, überzogen von zähem Spinatschleim. Es quatscht so schön beim Öffnen und Schließen. Ein Schluck Wasser. Danach kein Durst mehr, der Becher wird kurzerhand auf den Tisch ausgekippt. Seen bilden sich, Spinat-Mineralwasserseen mit Inseln aus Brot. Schwungvoll fährt eine Patschehand in die Spinatlandschaft. Es patscht. Es spritzt noch weiter. Jauchzen, nochmal!
Papa guckt traurig auf die ehemals strahlend weißen Sofabezüge, Mama seufzt, holt Wischmop und Lappen. Eumel juchzt. Mehr Spinat! Mehr Wasser! Mehr Brot! DerLöffel fliegt in hohem Bogen auf den Boden – ein unzureichendes Werkzeug zum Essen. Die Hand ist praktischer. Spinat schmeckt. Die Hand reicht auch nicht mehr. Die Schale wird gehoben, der grüne Matsch gierig geschlürft. Zäh fließt er dem Eumel in den Mund, ins Gesicht, die Mundwinkel herab. Die Schale wird abgesetzt. Ben grinst. Zufrieden. Fast satt. Die Eltern hoffen auf ein schnelles Ende des Schreckens…aber…mehr Hunger. Neue Schale Spinat bitte. Mehr Durst. Neuen Becher Wasser bitte. Mehr Brot. Auf ein Neues…!
Immerhin – er hat gegessen. Ist ja inzwischen auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Außerdem scheint es, daß er sein Essen recht pikant mag, ganz lasch ungewürzt geht sowieso schon lange nicht mehr. Sogar ein bißchen Scharf darf es sein. Ein bißchen.
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So, gerade bin ich wieder von einer Besichtigung zurück. Zuerst habe ich mich ja ein bißchen geärgert über die Zeit, die drauf geht und die ich zum Schreiben hätte verwenden können. Aber es hat sich absolut gelohnt. Das Haus war absolut das, was wir suchen. Gut, nur 1 Badezimmer und die Küche war auch nicht mehr so neu, aber es hatte einen schönen großen Garten, eine Garage, lag in der Nähe eines Bahnhofs und eines Shoppingcenters – war also recht zentral – es ist grün drumherum, hatte tolle Holzböden, war zu groß für uns drei, hatte im oberen Stockwerk einen zusätzlichen Wohnbereich und den Vorzug, daß es wesentlich billiger war als das, was wir jetzt an Miete zahlen.
Außerdem hat die Fahrt Spaß gemacht. Es war das erste Mal, daß ich mit dem Motorrad ganz alleine eine so lange Strecke gefahren bin. Wenn nur dieser blöde Verkehr nicht wäre. ich bin auch stolz auf die Tatsache, daß ich mich nur drei Mal ein einziges Mal verfahren habe.
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Ich mag Kaffe. Aber nicht, wenn er als Pfütze meinen Küchenboden verunziert, über die Schranktüren rinnt, in den Schrank rein, meine Klamotten verfleckt und mir in den Haaren hängt.
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Kurz noch geguckt nach einem Fahrrad. Fazit: Eb.ay Australien kann man vergessen.
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So, jetzt tipsel ich mal besser los. Käffchen noch und dann…bis heute nachmittag um halb drei habe ich Zeit, danach fahre ich noch ein Haus gucken. Aufregend wird es, weil Menne mit dem Auto unterwegs ist und ich das erste Mal ganz alleine für mehr als drei Kilometer zweirädrig unterwegs sein werde.
Aber jetzt ist gut, erst mal Kaffee.




