Gespeichert unter: Ben kann
Ich habe mal wieder in den lustigen Onkel Hipp Newsletter reingeschaut. Ich frage mich ja wirklich, ach ne, eigentlich nicht, ich bin einfach nur sprachlos. Was für Babies sind dafür Vorbild? Oder ist Ben total zurückgeblieben?
Mit der Sprache öffnet sich das Tor zur Phantasie und es beginnt die Zeit der Rollenspiele.
Dazu braucht Ben nicht sprechen, das geht auch ohne, wie ich ja schon mal beschrieben habe. Gut, da ist Ben nicht zurückgeblieben.
Mit dem Beginn des Sprechens angen Kinder an, sich selbst zu bezeichnen. „Benedict-Uwe aukeln“, sagt Ihr Kleiner vielleicht, wenn er auf die Schaukel will.
Ben kann noch nicht aukeln sagen. Geschweige denn Benedict-Uwe. Er zeigt auf die Schaukel und sagt Daaaaah! Das ist alles.
Jetzt erkennt Benedict-Uwe auch sein Selbst im Spiegel. Haben Sie Lust, das zu testen? Benedict-Uwe bekommt einen roten Punkt auf die Stirn getupft, dann betrachtet er sich im Spiegel. Kinder unter und um ein Jahr deuten auf den Punkt, in dem sie auf den Spiegel fassen. Benedict-Uwe findet den Punkt schon zielsicher auf seiner Stirn.
Ich habe diesen Punkt-Test an Benedict-Uwe durchgeführt. Mit Creme allerdings. Wieso der Punkt ausgerechnet rot sein muß, ist mir sowieso nicht ganz klar. Soll ich mein Kind mit Filzstiften anmalen? Egal. Cremetupfer auf Stirn. Zur Sicherheit noch auf die Nase und das Kinn und die Wangen. Nur: Ben interessierte sich kein Stück dafür. Weder im Spiegel noch auf seiner eigenen Stirn. Mehrmals getestet, mehrmals gescheitert. Das einzige was er macht ist, daß er auf den Spiegel zeigt, wenn ich frage, wo denn „der Ben“ ist. Er sucht auch immer noch hinter dem Spiegel.
Ganz klar, demnach ist mein Kind entsetzlich zurückgeblieben. Aber das hat auch gute Seiten: dann werden die Fragen in ein, zwei Jahren nicht so kompliziert…
Gespeichert unter: Schlaf Kindchen
20.17 Uhr, Ben schläft. Drückt mir die Daumen, daß es jetzt dabei bleibt.
Gespeichert unter: Ben kann
Ben trinkt aus der Flasche. Ganz alleine wird die angehoben, an die Lippen gesetzt, daraus getrunken – immer nur einen Schluck! – und wieder sorgfältig abgesetzt. Er ist dann immer stolz wie Bolle, wenn er das zeigen kann und das begeisterte Publikum ihm ob seiner unvergleichlichen Talente huldigt. Das einzige, worauf man aufpassen muß ist, daß er, wenn er fertig ist, die Angewohnheit hat, alles auszukippen.
Ehrlich gesagt, habe ich noch nie ein 15 Monate altes Kleinkind gesehen, das aus einer normalen Wasserflasche trinkt. Das macht man wahrscheinlich nicht und sollte es den Kindern wohl auch nicht beibringen. Was solls, zu spät…
Gespeichert unter: Ben hat Spaß
Ben mag Autos, ganz klar. Ich habe ihm – entgegen den Herstellerempfehlungen – drei kleine Autos geschenkt und die schleppt er dann und wann mit sich rum. Er spielt auch ganz gerne damit, sofern die vor seiner Nase liegen und er sich daran erinnert. Nun ja. Er mag sie. Noch besser als kleine Autos sind – ganz klar – die großen. The real thing sozusagen
So, heute morgen war Ben ausgesprochen munter. Wie macht der das? Wenn ich so klen wäre und schätzungsweise 6-7 Stunden geschlafen hätte, würde ich rumschluffen und motzen bis ich meinen ersten Kaffee bekomme. Ben hingegen rennt um den Tisch, macht Yaiiih, Ja! Da! Daaaahhh! JAjajajaiiih! rennt weiter, veranstaltet so eine Art Froschgang – kurz: er hat Riesenspaß. Und Riesenhunger, unglaublich, was der verdrückt hat, das macht er ja schon lange nicht mehr. Aber das nur am Rande.
Wir haben uns heute noch mal vier Häuser angeschaut. Ich denke, wenn man so eine Art Kaffeefahrt/Rundfahrt organisieren könnte mit Käffchen, Essen, Verkaufsgespräche mit diversen Möbelhändlern und Rundfahrten um Häuser zu gucken, könnte man hier ein Vermögen verdienen. Oder so. Jedenfalls scheint Samstag immer „Open House“ zu sein, Häuser offen, Kundschaft wird zu Dutzenden reingeschleust.
Heute waren es vier hintereinander: das erste ein wenig abgewohnt – ein Anstrich würde dem Haus gut tun und dem Besitzer wöchentlich gut 25 Dollar mehr bringen. Aber sonst war es schön: grüner Garten, groß – genau da, wo es groß sein muß. Die Küche war nicht so nett und das Badezimmer grenzwertig. Gut gelegen, Nähe Grün, Meer, Shops, Bahn. Zweites Haus: schöner, nicht ganz so groß, große Garage, zwei Etagen, bessere Badezimmer, Nähe Shops, Bahn, Meer, Grün – der Haken: es soll gleichzeitig verkauft werden. Drittes Haus: toll. Wunderschöne Küche, Holzboden, toll geschnitten, weniger groß als die anderen. Leider mit Swimmingpool und weiter weg von allem. Ohne zweites Auto eher blöd. Viertes indiskutabel, wunderbar, neu, Nähe Strand, zu teuer.
Wir bewerben uns für die ersten drei, am Montag telefoniere ich noch wegen zwei Häusern, die wir heute im Netz gefunden haben.
Ben hat lange Mittagsschlaf gehalten – so 1,5 Stunde, hinzu kommen etwa 20 Minuten im Auto. Das sollte reichen, ihn heute abend mal müde zu machen. Er ist gerade auf dem Spielplatz, ich gehe jetzt nach.
Ich bin fertig, noch ein paar solcher Nächte und man kann mich in die Ecke stellen. Wir probieren es heute nacht noch mal mit Bett am anderen Ende, obwohl ich es doof fand und Ben auch…hm…warum mache ich es dann…? Keine Lust, das Bett heute noch mal rumzuschieben, das wird es sein. Interessant auch: ich wußte gar nicht, daß eienm vor Müdigkeit auch schlecht sein kann. Das ist neu.
Gespeichert unter: Schlaf Kindchen
Ein großer Erfolg war diese Nacht – für den Eumel. Er hat sich gestern abend mal wieder nach 10 ganz brav in sein Bett legen lassen und geschlafen. Oder sollte ich besser sagen: gewartet? Gewartet, bis alle sich in Sicherheit wiegen, ganz oder fast eingeschlummert sind, zufrieden mit dem Ergebnis, zufrieden, daß das mit dem Umzug so reibungslos geklappt hat. Schließlich schläft er ja…
Plötzlich, ich bin schon fast im Land der Träume, höre ich es unheilverkündend von der entgegenliegenden Wand her rumoren. Es rumort und rumort, heftiger und heftiger bis plötzlich ein kleines klägliches Jaulen ertönt, das nahtlos in eine sauber choreographierte Schreiattacke übergeht. Er findet es ganz schön doof, mit seinem Bett nicht mehr direkt am Elternbett zu stehen und das gibt er auch lautstark zu verstehen.
Geschrei. Mama steht auf, holt ihn ins Elternbett, stillt in den Schlaf. Eigentliches Vorhaben war, ihn wieder in sein Bett zu legen. Uneigentlich wird er weiter gestillt und gestillt und gestillt. Endlich schläft er ein, ich bin fast wieder im Land der Träume und spare mir die Mühe, aufzustehen und ihn in sein Bett zu legen. Plötzlich wieder Gewühle, ich werde wacher. Gewühle, dann ein Gerumpel, danach Geschrei – Ben ist aus dem Bett gefallen. Schließlich war das gewohnte Kinderbett auf der Seite durch die Frau Mama’sche Schnappsidee nicht mehr da, wo es sein sollte. Wieder hochgenommen, wieder gestillt, gestillt, gestillt.
Kindelein schläft endlich. Erneut ein Versuch, ihn wieder ins (eigene) Bett zu legen. Frau Mama steht auf, Kindelein fest im Arm, taumelt hinüber zum Kinderbett, legt Kindelein ab, das sich in eine bequeme Schlafposition rollt. Frau Mama geht wieder zu Bett, legt sich hin…Jaulen, Geschrei…das hatten wir ja schon. BesterEhemannvonWelt geht rüber, versucht, Kindelein zu beruhigen, Kindelein regt sich auf, da es an die Milchbar will. Gezappel, Gewühle, noch mehr Geschrei. Mama gibt auf, legt Kindelein an. Kindelein schläft, wird abgelegt, Kindelein wacht sofort wieder auf, will weiterhin an die Milchbar…usw.
Ich glaube, diese Nacht braucht den Vergleich mit einigen der schlimmsten Nächte von früher wirklich nicht zu scheuen. Ich habe, fürchte ich, insgesamtg gerade mal eine Stunde geschlafen, Ben ist jetzt an der Brust eingeschlafen und auch total müde. Ich bin dieses Geschrei überhaupt nicht mehr gewöhnt, denn auch wenn Ben sonst wach geworden ist – gebrüllt hat er eigentlich nur selten. Brauchte er ja auch gar nicht, er mußte ja nur eben mal rüberkrabbeln.
Ich weiß nicht, ob ich mir diesen Streß noch mal antun soll oder ob ich das Bett vorerst wieder an unser Bett schiebe. Im Familienbett ist er unruhig, das ist richtig. Aber im eigenen Bett von uns getrennt ist er noch unruhiger und kann gar nicht schlafen. Ich hatte es ja schon befürchtet. Ich bin jedenfalls ganz matschig, kann aber auch nicht mehr schlafen.







