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Mit den ca. 15 Stunden Schlaf gestern hat er scheinbar vorgeschlafen, denn heute ist er zusammengerechnet auf nicht mal 9 Stunden Schlaf gekommen und immer noch nicht müde (nur zur Info: meine Rechneruhr zeigt 21.34 Uhr). Er spielt lieber mit seinem Stapeldingsbums und versucht, mit der Stange die Klötzchen aufzufischen oder weiß der Kuckuck was der da macht.
Nach dem Mittagsschlaf waren wir noch kurz in der Stadt, um Brot zu holen. Ich frage mich ja jetzt, ob es nicht noch einen anderen deutschen Bäcker in Sydney gibt? Blöd nur, daß wir für den Markt zu spät dran waren. Dafür haben wir ein bißchen Zeit vertrödelt. Ben war fast ganz zufrieden, nur 2 – 3 Wutanfälle. Der Schlimmste, als ich ihn von der Thomas-Eisenbahn wegzerren mußte, da der Laden zumachte. Ich glaube, das Konzept „Schaufensterbummel“ hat er noch nicht kapiert. Danach haben wir uns mit DembestenEhemannvonWelt getroffen. Übrigens sind wir an einem Pralinenladen vorbeigekommen, vor dem Menschentrauben standen. Menschen, die wegen Schokolade Schlange stehen? Gab es die umsonst? Bis mir eingefallen ist, daß ja heute die Sache mit dem heiligen Valentin stattfindet.
Essen ist mitlerweile zu einer komplizierten Angelegenheit geworden. Oder eigentlich nicht: Ben ißt nicht. Früchte – o.K.; Seine Cereals am Morgen – o.K.; seinen Joghurt – o.K.! Die „richtigen“ Mahlzeiten jedoch, ganz egal, um was es sich handelt – Gemüse, Fleisch, Nudeln, Kartoffeln, Suppe – werden brüderlich mit dem Fußboden geteilt. Riesengematsche, es wird mit dem Besteck herumgefuchtelt, mit dem Schälchen geklappert, der Mund verkniffen zugepreßt, wenn ich mit Löffel ankomme. Er will ja selber…ja was eigentlich? Essen bestimmt nicht.
Gestern zum Beispiel hat er sein Mineralwasser, das ich ihm auf sein Hochstuhltischchen gestellt habe, damit er selber trinken kann, der Einfachheit halber in den Joghurt gegossen, die Hälfte davon getrunken, den Rest auf den Boden geschüttet. Huete abend gab es Food-to-Go: Ben ist immer wieder vorbeigekommen, um sich seine Nudel abzuholen. Ich glaube, drei oder vier hat er gegessen, dann fing das Gematsche wieder an.
Das macht mich wahnsinnig. Es ist normal. Ich weiß das. Es macht mich wahnsinnig. Ich finde es nicht toll, für den Fußboden zu kochen, wirklich nicht. Mittags koche ich schon gar nicht mehr, sondern stelle ihm direkt sein Obst mit Joghurt vor die Nase, um dieses Drama zu vermeiden.
Ben entwickelt scheinbar eine Art Ordnungssinn – obwohl, nein, das wäre zu viel gesagt. Vielmehr entwickelt er gerade einen Sinn dafür, was an welchem Platz zu sein hat. So eine Art Angemessenheitssinn vielleicht.
So muß zum Beispiel das Treppengitter zugemacht werden, sobald Ben oben ist, sonst ist er sehr beunruhigt. Die Ben-Barriere zum Nebenzimmer, die wegen der Stufen aufgestellt wurde, muß an ihrem Platz bleiben, obwohl ich ja der Meinung bin, die könnte so langsam weg. Dosen gehören nicht in Küchenschränke, ebensowenig wie Tupperwaren. Die Spülmaschinenklappe muß zu sein, oder das Geschirr gehört nicht da rein. Gleiches gilt für die Waschmaschine.
Sachen haben inzwischen mehr und mehr ihren festen Platz in des Eumels Welt. Das wars eigentlich, was ich damit sagen wollte.
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Ben ist wirklich sehr kuschelig, wie die Photos beweisen
Zuerst einmal gab es einen kleinen Wutanfall, weil es gar nicht so einfach war, den Stuhl zu besteigen. Als er es endlich geschafft hatte, stand er sehr triumphierend auf dem Stuhl bis…ja, bis Papa kam und kuscheln wollte *lol* Nicht wirklich des Eumels Sache, würde ich sagen..
Absetzen ging auch nicht, er wollte wieder rauf und unbedingt auf den Rechner klettern. Also mußte Jens den sowieso Protestierenden festhalten. Also, nur falls da jemand kommt, von wegen, wir würden kleine Kinder quälen und so.
Also, irgendwie kommt mir das hier langsam vor, als würde das zu einer Auflistung der Ben’schen Schlafenszeiten geraten, aber egal. Nach den 6,5 Stunden Schlaf heute nacht mußten wir noch 1,5 Stunden Playgroup und 1 Stunde Spielplatz machen, um den Knilch fit fürs Bett zu machen. Er war die ganze Zeit wirklich wach und gut gelaunt. Selbst die Kuschelattacken eines Vierjährigen haben ihm nichts ausgemacht.
Jens guckt sich morgen ein Haus an. ich bin schon ganz gespannt. Auf dem Photo sah es sehr schön aus, nicht von außen, aber innen… Die meisten Häuser, die wir uns rausgesucht haben, sind schon weg, aber das war eh klar, wir haben je grade erst angefangen. Ich hatte schon ganz vergessen, wie ätzend es ist, mit Immo-Maklern zu telefonieren.
Und was neues zur Rubrik „Ben kann…“ habe ich auch: er hat herausgefunden, wie er unsere Hochsicherheitsabsperrung zur Telefonanlage entfernt – der Weg ist frei! Er ist völlig heiß aufs Telefon, warum weiß ich nciht. Ich habe es ihm gestern sogar in die Hand gedrückt. Nach etwa zwei Sekunden gab es Gemotze, da ich die Batterien entfernt hatte und das Gerät nicht so schön piepst wie sonst…*ächz*
Und was auch noch ganz toll ist: mein Prof. hat mir eine Aufforderung geschickt, daß ich doch bitteschön meine Arbeit im Kolloquim vorstellen solle. Iiiih, da habe ich keine Lust drauf! Ich weiß ja selber nicht so genau, was ich da mache.
Fies, das.
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Geschieht mir Recht: was lasse ich das Kind auch so lange am Nachmittag schlafen. Zur Strafe war ben HELLwach, bis ca. 00.32 Uhr. Ganze sechseinhalb Stunden hat er danach geschlafen und ist jetzt wieder munter wie ein Fisch im Wasser.
So viel zur Behauptung, der Mensch könne nicht vorschlafen…







