Hey, Mr. Ben!


Ausdauer
Februar 7, 2008, 22:58
Gespeichert unter: Schlaf Kindchen

Erstaunlich, diese Ausdauer. Um acht heute morgen aufgestanden, normaler Mittagsschlaf von ca. 90 Minuten, ein halbstündiges Schläfchen im Bus heute spätnachmittag um 18 Uhr. jetzt ist es kurz vor elf Uhr abends, drei erfolglose Versuche, ihn in den Schlaf zu milchen liegen hinter uns. Und ehrlich gesagt: er wirkt kaum müde. Ich hingegen wollte schon vor einer Stunde ins Bett. Ich habe auch noch üble Kopfschmerzen, da das Wetter momentan richtig ätzend ist.

Ich habe den Eindruck, daß sich die Schlafenszeiten immer mehr nach hinten verschieben. Erst lagen die zwischen 9 und 10 Uhr abends, inzwischen könnte man eher von 10 – 11 sprechen.

Ich hätte wirklich gerne mal wieder einen Feierabend. Einfach nur mal, um mit Jens vor der Glotze zu versacken, vielleicht bei einem Glas Wein. Und wer weiß, vielleicht würde dann auch mal wieder die Lust am Lesen zurückkehren? Oder mal eine Möglcihkeit, ein, zwei Mal die Woche an meiner Arbeit zu schreiben? Unmöglich, solange er wach ist und sich weigert, fünf Minuten von Mama getrennt zu sein.



15 Monate
Februar 7, 2008, 17:16
Gespeichert unter: Alltägliches, Ben kann | Schlagworte:

15 Monate ist Ben heute alt. So, und was kann er alles? Eigentlich finde ich, daß er da relativ durchschnittlich ist – er kann weder besonders viel noch besonders gar nichts. Also, Ben…

…kann schimpfen, mit seinem Spielzeug und mit mir. Er hat einen starken Willen. Manchmal weiß er noch nicht genau, was er will. Aber er weiß ganz ganz genau, was er nicht will. So war heute zum Beispiel nach einer Stunde Playgroup Schluß. Nichts mit weiter spielen, keinen Bock mehr! Eine Stunde Spielplatz konnten wir noch dranhängen, aber dann war endgültig Ende. Wenn ihm was nicht paßt, wird erst gemotzt, dann gebrüllt, danach mit den Beinen gestrampelt. Was danach kommt, weiß ich noch nicht.

…kann selber essen. Nur will er meist nicht, da das zu lange dauert. Das gleiche gilt fürs trinken. Ist einfacher, wenn Mama das macht.

…kann mehrere Bauklötze aufeinanderstapeln. Schief, krumm, aber immerhin.

…kann keine Formen einsortieren, was mir ja ein bißchen zu denken gibt.

…ist sehr ungeduldig. Er ist nicht so der Pfriemler. Wenn etwas nicht klappt, wie er sich das so vorstellt, gibt es Ärger. Und das schon nach kurzer Zeit. Dann fliegt auch schon mal was durch die Gegend. So versucht er schon seit geraumer Zeit, Deckel auf Flaschen zu drehen, hat aber den „Dreh“ noch nicht raus. Inwzischen läßt ihn das kalt, er haut den Deckel schief drauf, dreht mal kurz und das reicht ihm. Aber zuerst gab es Ärger deswegen. Oh Mann, da mußte die ein oder andere Flasche schon richtig was einstecken…

…findet sich toll. Er kann zwar keine Formen in die entsprechenden Löcher einfädeln, aber dafür kann er mir die Steine geben, damit ich das für ihn mache und sich selber Applaus klatschen, weil er auf so eine brillante Lösung gekommen ist ;-)

…kann durchschlafen. Geht spät ins Bett, aber meist wacht er zwischendurch nicht mehr auf. Noch sind die Zeiten unmöglich. Zumindest konnte ich ihn heute dazu bringen, richtig zur Mittagszeit zu pennen.

…mag andere Leute. Er flirtet wirklich mit jedem, lächelt jedem zu und winkt allen auf der Straße. Zum dahinschmelzen ist er.

…klettert ohne größere Probleme auf Spielplatzgerüste, Treppen rauf und runter.

…findet es toll, Sachen zu sortieren und irgendwo raus- und reinzuräumen.

…ist ein Clown, der wahnsinnig gerne Spökes macht und lacht und andere zum Lachen bringt. Der Aspekt geht vielleicht öfter mal unter im Blog.

…hat Phantasie. Er spielt „Essen“ und „Trinken“, fährt mit seinen Autos rum und macht „wwwöööööh„.

…macht auch gerne mal Blödsinn.

…ist wahnsinnig neugierig und will alles wissen, sehen, untersuchen. Gerade testet er, ob die Schwerkraft noch funktioniert, indem er Bauklötze die Treppe runterwirft. Sie funktioniert übrigens noch, nur falls das jemand wissen will.

…ist das Beste, was uns je passiert ist :-)

Nachtrag: mir ist noch mehr eingefallen. Schön, oder? Allllsooooo, Ben…

…versteht schon sehr viel, auch wenn er noch nicht sprechen kann. Kleineren Aufforderungen kann er, wenn er will, nachgehen; also was holen, bringen, ablegen etc.

…füttert mich gerne. Auch andere Leute, wenn die in der Nähe sind. Er lacht dann immer entzückt, wenn ihm das gelingt. Sogar seine geliebten Trauben teilt er.

…ist wirklich gesprächig. Sein Lieblingswort des Tages, neben „haaaabn“ selbstverständlich, ist „anah„. Wer uns bei der Übersetzung helfen kann, dem ist sehr gedankt ;-)

…ahmt uns nach. Zum Beispiel das Umrühren in der Tasse mit einem Löffel wie bei unserem Kaffee, das Abwischen seiner Tischplatte oder des Bodens und das Zusammenknüllen des Papiertuches, das daraufhin in die leere (das hat er noch nicht kapiert ;-) ) Schüssel geworfen wird – wie er es bei uns immer sieht, und wahrscheinlich noch mehr, was mir jetzt nicht einfallen will.

…achtet darauf, daß das Törchen des Sicherungsgitters der Treppe auch zugemacht wird.

…ist kooperativ. Keine Spur von „kleinem Monster“, das seine Grenzen austesten will oder gezähmt werden muß oder ähnlichem. Er tut viel, um uns eine Freude zu machen, um uns zu gefallen und um unsere Zustimmung zu erhalten. Das kollidiert halt manchmal mit seinem eigenen Willen und mit den Grenzen seiner Fähigkeiten. Aber mutwillig böswillig oder irgendwelche“Grenzen austesten“, was immer das auch heißen mag, konnte ich wirklich nocht nicht feststellen. Wenn er Grenzen austestet, sind es seine eigenen.



Unauffällig
Februar 7, 2008, 16:52
Gespeichert unter: Alltägliches

Unauffällig, still, heimlich und leise hat sich die extreme Anhänglichkeit verflüchtigt. Erstmals bemerkt, als Kindelein friedlichst in der Küche mit seinen Deckeln gespielt hat und ich in Ruhe spülen „durfte“. Ich „darf“ sogar manchmal raus ohne, daß Kindelein in jedem Fall mitkommt. Jetzt bauklotzt er hier herum und läßt mich so ein bißchen in Ruhe.

Ich fürchte allerdings, daß das bald wieder anfängt.