So sieht es aus, wenn die böse, böse Mama einem die Klobürste wegnimmt, mit der man so gerne spielen würde..
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Ben durfte heute mit Wachsmalstiften herumkritzeln malen. Er fand es klasse. Ich hatte nur ein wenig Mühe, ihn davon zu überzeugen, mit den Stiften auf dem Papier zu bleiben. Meinen Boden und den Wohnzimmertisch mag ich nämlich so, wie sie sind: Ohne bunte Striche. Das hat einen gewissen Streßfaktor in die ganze Sache reingebracht.
Hier das fertige Werk – ein Gemeinschaftswerk:
Auch in anderer Hinsicht hat er sich wieder mal künstlerisch betätigt. Heute mittag hat er ja nicht nur Joghurt und Gemüsesüppchen gegessen, sondern wirklich genossen. Irgendwann muß ich da mal was gegen tun, er ist ein wahnsinniges Ferkel, finde ich
Hat ihm aber sichtlich Spaß gemacht. Wenigstens einem…
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Heute Mittag gab es Gemüsesüppchen. Mössjöh fand die Suppe toll: grün und matschig. Klasse, genau richtig zum drin herumrühren. Daß die zum Essen da war, war ihm wohl nicht so ganz klar. Was aber klar war, daß er die grüne Pampe nicht in seinem Schnütchen duldet. No Way, Mama! Zwei, drei Fütterversuche, Mäulchen blieb fest zugepreßt, Hand bewegte sich immer wieder zur Schale, um zu matschen.
Gut, er mag keine grüne Pampe. Da habe ich die eben durch weiße Pampe (Joghurt) ausgetauscht. Auch hier alles sehr matschig, sehr ferkelig, aber Mössjöh hat immerhin gegessen – wobei er den Löffel doof fand, er hat lieber die Hand benutzt. Es quatscht eben so schön, wenn man die Faust auf- und zumacht und gaaanz viel Joghurt dazwischen ist.
Ich habe mein Gemüsesüppchen gegessen. Es handelte sich um exakt die gleiche grüne Pampe, die Ben abgelehnt hat. Plötzlich aber geht ihm auf, daß er meine Suppe un.be.dingt probieren muß. Ich habe ihm den allerletzten Löffel gegeben. Ben wollte mehr grüne Pampe. Hätte er sich das nicht vorher überlegen können?
Glücklicherweise war noch eine gute Portion da, die ich ihm einflößen durfte. Kalt, aber das ist er nun wirklich selber schuld.
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Nach der Besichtigung waren wir ein paar Stunden in einem Shopping-Center. Da wir Jens aufgrund des Wetters zur Arbeit gebracht haben, wollte ich nicht nach Hause und später wieder zurück – das ist nämlich eine ganz schöne Strecke, die sich für die paar Stunden nicht wirklich lohnt. Also Shopping-Center, wo es klimatisiert und trocken ist – nun ja, das wäre nicht wirklich notwendig gewesen. Hätte ich gewußt, bzw. wäre die Wettervorhersage ein wenig zuverlässiger, dann hätte ich auch Sonnencreme und Strandsachen mitgenommen. Es war ja eigentlich Regen angesagt. Egal, dafür haben wir uns bei den Temperaturen nicht zu Tode geschwitzt.
Wir haben eine Kleinigkeit gegessen, sind da rumgelaufen, auf den Indoor-Spielplatz gegangen – das ist in einigen von diesen Shopping-Malls eine recht nette Alternative zu den teuren Indoor-Spielplätzen. Ben ist da ein wenig herumgeklettert, wurde von einer kleinen Chinesin betüddelt, die ihm permanent über den Kopf gestreichelt hat – süß
– um dann ein Auto zu okkupieren.
Irgendwann wurde es einem anderen der kleinen Engel zu blöd zu warten und Ben wurde kurzerhand recht unsanft aus dem Auto geschubst. Ein blauer Fleck im Gesicht war die Folge. Da er ohnehin müde war, wurde er eben in den Schlaf gemilcht – an dieser Stelle ein Lob an die Aussies, die eigentlich recht häufig Still- und Wickelräume zur Verfügung stellen. Ich konnte mich dann – anlässlich der baldigen Wiederaufnahme meiner Arbeit – meiner Diss. widmen, die ich zur Zeit noch mal durchlesen muß, korrigieren muß und überhaupt, bevor ich weiter schreiben kann. 1,5 Stunden war Ruhe.
Da Ben an schamlos großen Füßen leidet, die in rasender Geschwindigkeit wachsen, mußten wir bei der Gelegenheit nach Schuhen suchen. Sommerlich, bunt und Größe 23 (!) mußte es sein. Dabei ist Ben eigentlich eher, durchschnittlich gesehen, klein geraten. Die Entscheidung war eigentlich klar, als ich mit Ben an Reihen von guten Kinderschuhen vorbeigegangen bin und er bei den ganz bunten Plastikdingern „haaabnn!“ gebrüllt hat. Alle anderen Kinder haben die auch, außerdem sind die bunt. Das war wohl der Grund.
Die sind vielleicht nicht das Allerbeste vom Besten, aber bunt, strapazierfähig, leicht zu säubern, leicht und auch noch für den Strand und Spielplatz geeignet. Die Originalen Cro.cs waren mir aber – ehrlich gesagt – zu teuer. Die Kopien gab es dafür großzügigerweise – da hier ja so etwas wie Sommerschlußverkaufsstimmung herrscht – zwei zum Preis für einen. Also habe ich direkt für den nächsten Sommer das gleiche Modell (hoffentlich in dann passender Größe) noch mal besorgt. Dabei haben ich auch zwei T-Shirts mitgenommen, die ich witzig fand. Er brauchte ohnehin welche. Die Schuhe wollte mein kleines Fashion-Victim auch direkt anziehen und nicht mehr hergeben. Auf dem Foto sieht man die.
Dann wurde es auch schon Zeit, Jens wieder von der Arbeit zu holen, was abartig lange gedauert hat, da wir mitten in den Berufsverkehr reingeraten sind. Über eine Stunde waren wir unterwegs. Ätzend war das. Dementsprechend spät waren wir auch zu Hause.
So, jetzt ist es soweit, ich habe Ben angemeldet, am 11. Februar gehts los. Wir waren gestern da, damit Ben sich schon mal alles anschauen konnte. Zuerst war er etwas zurückhaltend und ziemlich verwirrt, als ich ihn einfach an den Tisch zu den anderen Kindern gesetzt habe, die gerade einen Snack eingenommen haben. Er hat ganz langsam seine Trauben gefuttert und war ganz erstaunt über den niedrigen Tisch, die anderen Kinder, den Kinderstuhl. So etwas haben wir hier zu Hause (wohlweislich) noch gar nicht. Ich habe über die noch sehr kleinen Kinder gestaunt, die schon alleine mit dem Löffel umgehen konnten und ganz säuberlich ihren Joghurt ausgelöffelt haben. Nun, ich denke, das wird Ben jetzt auch schnell lernen müssen, damit er da mittags nicht verhungert
Danach war Spielzeit – da hat er sich schon ins dickste Gewühl gestürzt und alles ausprobiert. Ein ausrangierter Telefonhörer und eine Computermaus hatten es ihm besonders angetan, damit ist er mehrere Runden um den Tisch gelaufen und hat entzückte Rufe ausgestoßen. Ein Kinderstaubsauger war auch Objekt der Faszination – und des Streits zwischen den Kids, weswegen der schon nach kurzer Zeit weggeschlossen wurde. Wir waren gar nicht lange da, gerade mal 1,5 Stunden – da wurde mit dem Mittagessen angefangen, und da ich nichts für Ben dabei hatte, sind wir gegangen, bevor er Streß machen konnte deswegen.
Insgesamt bin ich doch ganz zufrieden mit meiner Entscheidung. Das Center ist nicht mehr das neueste, das Spielzeug ist auch schon ein wenig abgegrabbelt, aber die Atmosphäre war nett. Die Erzieherinnen haben sich um die Kinder gekümmert, ohne tüddelig zu werden, wurden energisch, wenn es angebracht war, haben nie gemotzt, sondern immer nur nett Bescheid gesagt, wenn sich eines der Kinder daneben benommen hat und waren auch ganz geschickt, als eines der kleinen Mädchen angefangen hat, bitterlich zu weinen und die anderen Kids auch unruhig wurden: die wurde ganz einfach gefragt, ob sie beim Wickeln helfen will, in den Nebenraum genommen und die ganze Sache war gegessen. An Erzieherinnen waren eigentlich eine für fünf der ganz kleinen Kinder vorgesehen. Was mir gefallen hat, war, daß dies nicht so sehr strikt getrennt wurde. Da kam auch mal eine andere von den größeren Kindern rüber, um mit anzupacken, bevor alles in Riesengeschrei ausartet. Klar, es war sehr laut. Aber das muß ja auch so sein.
Insgesamt bin ich jetzt beruhigter, nachdem ich mir das angeschaut habe. Ich glaube auch, daß es ganz gut war, ihn nicht unbedingt hier in der Ecke anzumelden, wo die Kids in Tom.my Hil.fi.ger und Po.lo rumlaufen, sondern in einer Gegend, in der auch mal Second-Hand reicht – wohlgemerkt, keine miese Gegend, sondern einfach ein bißchen „normaler“. Ich bin auch überzeugt, daß es ihm gut gefallen wird, nachdem er sich eingelebt hat







