Gespeichert unter: Schlaf Kindchen | Schlagworte: Allgemeines, Familienbett, Gesellschaft, Schlaf
So, ich gebe es jetzt einfach mal zu: Ben hat sein Bett neben unserem Bett stehen, krabbelt sehr häufig – ach was, immer – in unser Bett rüber und ich finde das vollkommen in Ordnung so. Ich mag es, ich habe mich dran gewöhnt, Jens findet es auch in Ordnung, Ben findet es gut. Ich glaube auch nicht, daß wir ihn “nie wieder aus unserem Bett rausbekommen”. Ich bin ziemlich überzeugt, daß er sich für dieses Arrangement spätestens nächstes Jahr zu groß fühlen wird. Wir haben kein Problem damit.
Die einzigen, die ein Problem damit zu haben scheinen, sind diejenigen, die es nichts angeht und die weder bei uns im Bett schlafen müssen noch dürfen. Diejenigen, die ganz entsetzt aufschreien: “Waaaas? Der schläft immer noch bei euch im Bett?” Ich meine, ich schreie doch auch nicht: “Waaaas? Ihr habt euer Kind einfach ausquartiert?” Mach ich nicht, weil es mich nichts angeht und – ehrlich gesagt – auch nicht groß interessiert. So. Statt dessen fühle ich mich direkt schuldig und als Versager an Ben und der Gesellschaft, weil ich es nicht so mache, wie jeder andere auch. Ich fühle mich dann immer irgendwie verkehrt, stottere dann: “Jaaa, aber er hat ja sein eigenes Bett.” und schäme mich, wie ich das so machen kann, wie ich es mache. Dabei finde ich es richtig so. Aber es fühlt sich eben falsch an, weil andere der Meinung sind, es sei falsch.
Blöd, so was.
Viel mehr Probleme habe ich, bzw. wir, damit, kaum jemals einen Feierabend zu haben. Aber das kriegen wir auch noch hin, da bin ich mir sicher.
15 Kommentare bis jetzt
Einen Kommentar schreiben
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>








Also Hannah schläft auch noch an unserem Bett. Sie hat so einen “Babybalkon”. Jetzt wird Madame langsam zu groß für das Ding, und ich überlege krampfhaft, wie ich sie noch weiter so nah bei mir haben kann…
Kommentar von Simone Januar 30, 2008 @ 19:48da leiste ich dir mal Gesellschaft und sage : unser Kind ist ein Familienbettschläfer., bzw. sie hat auch ihr Bettchen neben unserem stehen, so quasi als Bettverlängerung unseres Bettes, eine Art großer Babybalkon…Maja geht es gut damit, sie schäft so eindeutig und ausprobierter Maßen ruhiger und besser. Uns geht es gut damit, -wenn Maja gut schäft schlafen wir gut und last but not least stille ich sie in den meisten Nächten noch 1-2 Mal, das passiert aber im Halbschlaf, ich drehe mich rüber, wir stillen beie noch halb schlafend, Maja dreht sich zurück, ich drehe mich zurück-wir schlafen weiter. Würde sie in ihrem Zimmer schlafen, würden wir beide dann richtig wach. Und ich brauche meinen Schlaf, so wie unsere derzeitige Schlafsituation ist, bin ich nämlich zufrieden und die meisten Morgen ausgeruht und Maja und mein Mann auch. Das zählt. Und dass das dann heißt, wie einige dann ja gerne orakeln, das Kind bekommt ihr nie mehr aus dem Bett heraus ist Blödsinn hoch 10! Irgendwann ist dieses nächtliche Nähebedürfniss von Seiten des Kindes dann nämlich auch ausgelebt und kommt nicht völlig überraschend plötzlich zurück, da da noch Nachholbedarf ist und im entsprechenden Alter kann man sehr wohl Verhalten ganz anders abgewöhnen und erziehen , als in dem Alter in dem unsere Kinder sind. (und unter uns, für Sex gibt es auch andere Orte als das Bett
Kommentar von Majas Mama Januar 30, 2008 @ 19:55Also ich denke es gibt viele gute Gründe die für ein Familienbett-Arrangement sprechen, deswegen braucht ma sich nicht verstecken-auch wenn es nicht der Weg der Meisten ist. Soll jede Familie das so machen, wie sie damit am besten fährt und bitte die andere Variante der anderen akzeptieren. Menschen, Familien und Ihre Kinder sind eben unterschiedlich-also sind auch die Bedürfnisse unterschiedlich. Aber ich verstehe was du meinst mit den Reaktionen der anderen-mir geht es derzeit immer wieder so , wenn bekannt wird, dass wir noch stillen. Was du stillst noch ?- Äh ja, wieso denn nicht (hallo, ich meine die WHO empfiehlt 2 Jahre plus mehr und solange es uns beiden noch gefällt und auch noch gut ist fürs Kindi-wieso denn nicht bitte schön !) Dazu habe ich derzeit ein dringendes Blog-Bekenntnis-Bedürfniss, das in den nächsten Tagen kommt.
Liebe Grüße
Majas Mama
Ich fand es eigentlich nur ziemlich blöd, daß ich nicht ohne – naja, schlechtes Gewissen will ich jetzt nicht sagen, aber ein bißchen verlegen war ich – dazu stehen kann. Das war das, was mich am meisten gestört hat. Auch mit dem Stillen – daß ich Ben immer noch stille, verblüfft die meisten. Allerdings muß ich zugeben, daß es mich immer verblüfft, wenn ich gefragt werde, wann ich Ben die Flasche gebe…äh, Flasche? Wieso…ach ja, ne, der bekommt kein Fläschchen. Und so weiter.
Ich meine, es ist ja auch in Ordnung, wenn man anderer Ansicht ist – es muß halt jeder seinen eigenen Weg finden und die Schlafsituation anderer geht mich ja auch nichts an. Aber wieso jeder meint, das bei uns kommentieren zu müssen, geht mir einfach gegen den Strich. das wollte ich nur mal rauslassen, aus aktuellem Anlaß nämlich
@Simone: wir haben ein ganz normales Kinderbettchen an unser Bett geschoben. Es hat nicht mal Gitter, sondern steht direkt an der Wand. Das klappt super.
Kommentar von eumelmama Januar 30, 2008 @ 20:15Ich bin mir ziemlich sicher, dass jedes Kind seinen eigenen Plan und ganz individuelle Bedürfnisse hat. So lange Ben das braucht, ist es doch ok, ihm das Familienbett und das Stillen zu lassen. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich Kolja zu mir ins Bett nehme, weil SID und Familienbett von einigen ja immer ganz gerne verknüpft werden. Aber Kolja hat das echt gebraucht und erst, als er in mein Bett eingezogen ist, wurde aus dem Nichtschläfer wenigstens ein Chaosschläfer. Nach einem halben Jahr habe ich festgestellt, dass wir uns gegenseitig wach gehalten haben. Jedes Mal, wenn ich gehustet habe oder wenn ich mich umgedreht habe, wurde Kolja wütend,w eil ihn das geweckt hat. Also ist er peu à peu in sein Bett umgezogen. Ich habe fast gleichzeitig abgestillt, die letzte Mahlzeit gab es eine Woche vor seinem Geburtstag. Ich glaube, er hätte auch gerne noch länger, aber ich konnte nicht mehr. Ich war so sehr am Limit, dass es einfach nicht mehr ging.
Mit dem Schnuller war es genau so. Ich kenne Kinder, die ihren Schnuller heiß lieben, die danach verlangen, die das einfach brauchen. Kolja hatte den eher gewohnheitsmäßig. Zum Schlafen ging halt der Mund auf, der Schnuller kam rein,d er Mund ging zu. Aber er hatte keinen Namen dafür, er hat tagsüber nicht danach verlangt oder danach gesucht. Also war es ok, den Schnuller zu lassen. Für uns.
Wir haben schon mal über Timing gesprochen. Wenn der richtige Zeitpunkt kommt, wirst Du das merken. Und wenn Du das nicht ignorierst, wird der Umzug / das Abstillen / das Ende der Schnullerzeit ganz einfach werden. Ich glaube, problematisch wird es nur, wenn man über diesen Punkt hinweg geht und die Kinder an etwas gewöhnt, was sie eigentlich nicht mehr brauchen und vielleicht auch nicht mehr wünschen.
Th. und ich schlafen übrigens immer noch in getrennten Zimmern. Für uns ist das im Moment die beste Lösung, wir schlafen quasi im Schichtsystem. Aber ich mag mir die Blicke der anderen auch nicht geben, also hänge ich es nicht an die große Glocke…
Kommentar von kaleema Januar 30, 2008 @ 21:13ich finde es nichts besonderes, dass der eumel bei euch im bett schlaeft. ich glaube, jeder schlaeft so wie er schlafen will. es gibt ja auch da bei den erwachsenen unterschiede. der eine schlaeft aneinandergekuschelt, der andere weiter auseinander und einige sogar getrennt. und wenn ihr drei damit kein problem habt und gut schlafen koennt, ist es doch so das beste. und wenn das thema in anderen kreisen aufkommt einfach jaja sagen und das thema wechseln. mach ich so hier (zum beispiel auf dem spielplatz), denn wir fallen naemlich schon so irgendwie komplett aus dem rahmen (obwohl wir nichts so anders machen). manchmal wuerd ich auch gern lena bei uns im bett haben und mich an sie kuscheln, aber irgendwie verbindet sie bei uns im bett schlafen immer mit spielen….und strampelt, lacht, schreit, steckt kleine wurstfinger in mund und nasen, zieht an ohren und nase…etc.
Kommentar von ursel Januar 31, 2008 @ 00:42Wir sind auch bekennende Familienbettschläfer und schämen uns da für überhaupt nix. (…also Babybalkon an meinem Kopfende, aber auch des öfteren Baby zwischen den Eltern…)
Es ist megapraktisch wegen dem immer noch stattfindenden nächtlichen Stillen und ich fühle mich auch sicherer, wenn ich Enya neben mir hören kann.
Wir hatten damals im näheren Umfeld nen Fall von SIDS. Ein fünf Monate alter Junge starb in seinem eigenen Zimmer, fernab seiner Eltern.
Und es scheint ja so zu sein, dass die Atemgeräuschkulisse der Eltern sich positiv aufs Kind auswirkt. Aber auch ohne diesen Aspekt finde ich es einfach schön, noch die Nähe genießen zu können. Die Zeit wird bald vorbei sein und Enya wird kein Verlangen mehr danach haben, bei Mama und Papa zu schlafen, weil sie selbständig und unabhängig geworden ist. (..was ja übrigens lt. Sears auch durchs Elternbett eher gefördert wird, statt das Gegenteil, das nicht mehr aus dem Elternbett rausbekommen, zu bewirken..)
Und nicht zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Erwachsene ja auch oft davon reden, dass sie schlecht alleine schlafen können, also wenn der Partner z. B. auf Reisen ist oder so. Wieso also sollte man da sein Kind alleine in einem Raum schlafen lassen, wenn es in elterlicher Nähe so viel besser schlafen kann.
Kommentar von Alexandra Januar 31, 2008 @ 01:38wir hatten, bis der sohn anderthalb war, gar kein eigenes zimmer für ihn. sein bett stand neben meiner seite. ich hätte mir das auch nie vorstellen können, wenn er schreit in ein anderes zimmer zu gehen, das hätte mich aufgeweckt und überhaupt wars so viel bequemer. man muss es ja auch für sich tun.
jetzt ists so, dass er bei uns einschläft – bücher erzählen geht so einfach besser, wenn man nebeneinander liegt, und er liebt es, sich an einen zu kuscheln, wenn er einschläft. dann wird er nächtens in sein bettchen getragen und je nach dem, wann er erwacht, kommt er zu uns rüber und will den schnuller. je nachdem, wann er erwacht, legt er sich blind zwischen uns und schläft weiter, oder er kuschelt noch ein bisschen und will dann äkschen. und für uns ist das auch gut so, aber mir war schon immer egal, was andere denken – man muss ja seinen weg finden.
was das stillen angeht, so könnte man ja ganze seiten damit füllen, wer was wie und warum. ich persönlich hab mit vier monaten abgestillt, weil ich das gefühl bekam, dass ich zuwenig habe, wenn er jede stunde kommt. meine mutter konnte uns drei kinder deshalb sogar gar nie stillen, das gefühl kam also nicht von irgendwo her, und sie hat weiss gott einiges versucht. aber ich finde das eine sehr persönliche sache, die andere ebenfalls nix angeht und über die sie nicht zu urteilen haben – es gibt frauen, die können GAR nicht, weil sie nicht wollen, und ich finde, das sollten sie ohne schlechtes gewissen dürfen.
ich hab ganz andere probleme: mein sohn war ein kaiserschnitt, zwei wochen vor et. in meiner familie gibt es keine spontangeburten: es waren alle zu eng, und eine tante von mir hat es wirklich 36 stunden lang versucht. wegen dieser geschichte und weil mein sohn immer grösser wurde, haben mir die ärzte gesagt, dass ich es gar nicht erst versuchen müsse, weil die wahrscheinlichkeit, dass er bei den schultern stecken bleibt, aufgrund der genetischen vorgaben und seiner grösse schlicht zu gross sei. für mich war das kein problem, eben: in meiner familie wurde die spontangeburt nie als das einzig wahre propagiert, sondern mir eher die angst vor einem kaiserschnitt genommen.
schön und gut, wenn da nicht alle anderen wären, die mich fragen, ob ich dieses mal wieder einen kaiserschnitt machen liesse. wie wenn ich eine wahl gehabt hätte. irgendwann, find ich, gehz auch um mich und um das kindswohl, und wenn drei ärzte unabhängig voneinander sagen, das wird gefährlich, dann find ich, muss ich mich nicht mehr weiter rechtfertigen. und selbst wenn ich einen kaiserschnitt wollte, wäre das ganz allein meine angelegenheit und müsste nicht weiter verurteilt werden – ist meine meinung. aber eben, die realität ist eine andere: man wird als luxusgirl angesehen udn als eine, die schmerzen nicht erträgt und eine die es ihrem kind nicht gönnen mag, den optimalsten start in die welt zu haben. und das ist das schlimme.
Kommentar von rage Januar 31, 2008 @ 04:32Das kenne ich. Es gint immer wieder Themen, wo es kaum “richtig” oder “falsch” gibt. Es kommt auf sovieles an. Dogmatisches Verfechten einer Position für alle ist völlig daneben.
Kommentar von tonni Januar 31, 2008 @ 09:02Dennoch fühlte und fühle ich mich manchmal auch in der Bredouille mich rechtfertigen zu müssen. Entweder weil wer das einfordert oder weil ich mich danach fühle es zu müssen. Warum das Kind noch ne Milchpulle am Morgen und Abend trinkt zum Beispiel. Warum ich Stillverfechterin sie doch nur 9 Monate gestillt hab. Warum ich es zulasse, dass sie nun ins Elternbett kommt – erst mit über 2 Jahren damit angefangen hat. Warum um alles in der Welt ich 4 Tage arbeite, warum das Kind in die KiTa geht. Warum ich sie an den Tagen wo ich nur bis mittags arbeite nicht schon mittags abhole und und und.
Wir haben unsere Gründe. Unser Leben. Zum teil gesellschaftskonform. Zum Teil nicht. WIr können reflektieren waruk wir dies und jenes tun und warum wir es lassen.
Aber immer zu treffe ich scheinbar auf Leute die mir durch ihr Tun und Reden ein schlechtes Gewissen suggerieren. DAbei hab ich das gar nicht. Trotzdem spring ich darauf an. Wenn auch meist nicht besonders stark. Trotzdem:
So nervig.
Wir haben Finnley nach einem Jahr ausquartiert und wir haben alle besser geschlafen (zumindest zuerst
). Das heißt aber nicht, dass das in allen Familien so sein muss! Ich konnte einfach nicht schlafen, wenn Finnley bei uns im Bett schlief. Von daher hat er sowieso in seinem Bettchen bei uns im Zimmer geschlafen. Der Umzug war ihm ziemlich schnuppe und für uns war es wieder ein kleines zurückgewonnenes Stück Intimität. Also genau die richtige Vorgehensweise für UNS.
Mir gehen die Leute auf den Geist, die meinen es gäbe für alles nur EINEN richtigen Weg. Meistens haben die nicht mal Kinder… Idioten!
Und das mit dem Feierabend wird auch bald klappen. Ganz bestimmt! (Sagt die, die vorgestern auch nicht mehr dran geglaubt hat…).
Kommentar von dreikaisers Januar 31, 2008 @ 09:53Hach ja, das Kinde im Elternbett… Wir schlafen auf 1,40 m und zwischen uns eben der Georg (meistens) – da erntet man unweigerlich seltsame, unverständige Blicke! Vor einiger Zeit haben wir den Knilch auch aus dem elterlichen Schlafzimmer ausquartiert, Georg hatte es anfangs auch sehr gut angenommen – doch mittlerweile schläft er nur noch im elterlichen Bett ein und scheint das auch sichtbar zu genießen! Manchmal tragen wir ihn um, oft aber bleibt er dann doch bei uns, weil wir “es so süß finden” …
Dass man die Kinder nicht mehr aus dem Ehebett heraus bekommt, ist definitiv Quatsch! Lea schlief von anfang an zwischen uns – bis sie dann zwei wurde, ein eigenes Zimmer mit großem Bett bekam und von da an nur noch nachts gelegentlich zu uns getappelt kam. Lang, lang ist das her – und heute könnte sie sich das wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen
Dass mit dem Sugerieren eines schlechten Gewissens kenne ich auch, das zeichnet uns aber aus! Denn das bedeutet doch nichts anderes, als dass wir unsere Situation, unser Handeln reflektieren, uns darüber Gedanken machen! Dass das letztendlich unnötig ist (zumindest in diesem Falle), weil man eben seinen Weg gehen soll und auch darf – ist wieder eine andere Sache! Wichtig ist, dass man sich selber wohl dabei fühlt!
So, und nun noch zu Deinem “Umzug”… Bist also untreu geworden
Ich lese ja nun zunehmend vom Wechsel zu wordpress… Ist es so viel einfacher? Oder was überzeugt so sehr? Ich bin da ja Laie, aber mich nervt, dass man (oder ich??) bei blogger eben so ewig keine Bilder hochladen kann!!! Wäre das bei wordpress besser?
Kommentar von Anne Januar 31, 2008 @ 22:30Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin gutes Schreiben…
@Kaleema: Ich habe mich natürlich informiert über Familienbett, SIDS etc. Statistisch gesehen ist ein Familienbett nicht gefährlicher als das eigene Bett – es sei denn, die Eltern rauchen, trinken oder haben Tabletten genommen. Hier ist wahrscheinlich der Faktor “Überrollen” eine der Gefahren. Wenn man da einige Vorsichtsmaßnahmen trifft, dann geht das zumeist gut. Zudem hatte ich immer ein besseres Gefühl, wenn ich direkt neben Ben war – so kann ich schneller feststellen, ob was nicht in Ordnung ist, als wenn er im eigenen Bett im eigenen Zimmer geschlafen hätte. Das mit dem Schnuller war irgendwann bei uns kein Thema mehr – Ben hat den mehr oder minder nur als Zahnungshilfe genommen.
@Alexandra: Ich habe Ben ja auch maßlos “verwöhnt”, indem ich permanent mit ihm knuddel, ihn auf den Arm nehme, wenn er es braucht, auf sein Schreien eingehe. Und nu? Er ist total abenteuerlustig und fängt an, recht selbständig zu werden. Klar, er klebt momentan die ganze Zeit an mir – aber nur zu Hause und nur, weil ihm langweilig ist. Draußen ist er total anders. Von daher gebe ich nichts auf das gerede, von wegen “Kinder nicht bei jedem Pieps auf den Arm nehmen, die werden sonst kleine Monster und kommen nie von Mama los…” Wie gesagt: Schämen ist der falsche Ausdruck, aber ein Unbehagen, weil man doof angeguckt wird, ist doch dabei.
@rage: Stillen, Nichtstillen, Kaiserschnitt – das bleibt jedem wirklich selber überlassen. Gerade beim Stillen finde ich Vorwürfe total daneben – außerdem macht man es in den Augen der anderen sowieso immer falsch. Ich kann ehrlich gesagt auch verstehen, wenn jemand gar nicht stillen will. Und das mit dem Kaiserschnitt – Luxusgirl und Schmerzen nicht ertragen? Das ist totaler Blödsinn, es ist doch immer noch eine OP und das tut weh. Anders als eine “normale” Geburt, aber Schmerzen sind immer noch da.
@Dreikaisers: Ich werde durch dieses Herumgewälze auch immer wach. Aber ich schlafe momentan sowieso wieder megaschlecht. Nur: er kommt nachts immer rübergekrabbelt und kuschelt. Das ist meiner Ansicht nach einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt, ihn auszuquartieren. Gerade, weil demnächst wieder so eine große Veränderung ansteht. Mal sehen, wie das wird und ob die abendlichen Schlafzeiten sich ein wenig ändern. irgendjemand hat kommentiert, daß das mit Verlustangst zusammenhängen könnte – mir ist dann aufgefallen, daß er erst wieder angefangen hat, so spät einzuschlafen, als Opa, der im November hier war, wieder weggefahren ist. Und als wir von Deutschland wiedergekommen sind. Davor hat es sich gerade wieder verbessert…
@Anne: ich fand die Designs ansprechender. Nicht so flexibel, aber insgesamt schöner. Da ich so was selber nicht kann, muß ich eben auf vorgefertigte Designs zurückgreifen
. Außerdem finde ich den Editor übersichtlicher. Was mich ein wenig stört ist, daß man immer nur ein Bild hochladen kann – das geht allerdings dann auch sußerschnell. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden. Ob WP stabiler ist als Blogger wird sich zeigen, denke ich
Kommentar von eumelmama Februar 1, 2008 @ 11:37Wie gesagt, meine Zweifel am Familienbett haben genau drei Wohen gehalten, danach hat Kolja ein gutes Dreivierteljahr bei mir im Bet geschlafen. Ohne Panik und ich habe es sehr genossen. Vor dem Überrollen hatte ich nie Angst – ich konnte auch immer gut um die Katze drumherumschlafen, irgendwie habe ich nie die Orientierung verloren. Kolja ist auch (für meine arme Mutterseele) viel zu leicht ausgezogen, er war extrem unbeeindruckt. Ich nicht so.
Was SID angeht, sehe ich es wie Du: die Risiken liegen woanders und weil ich Nichtraucher, Wenigwenigtrinker, Leichtschläfer, stillende Mutter und Kaltschläfer bin, weil Kolja an sich eher oberflächlich schläft, weil er genug Platz für sich hatte und ich mit heraushängendem Po blendend schlafe, war ich sehr, sehr beruhigt. Im Gegenteil, ich glaube inzwischen, dass das Familienbett viel vorbeugen kann, weil Du näher dran bist.
Meine Hebi hat mir übrigens den endgültigen Anstoß gegeben: “Und wenn Du ihn mit zu Dir ins Bett nimmst?” Ja – uhm. Dann mache ich das mal.
Kommentar von kaleema Februar 1, 2008 @ 18:56Wir haben uns am Anfang eher skeptisch verhalten. Familienbett – niemals! Genau 6 Wochen hat das gehalten, danach war ich einfach zu fertig wg. Stillen und aufstehen etc.
Kommentar von eumelmama Februar 1, 2008 @ 20:56Und wenn man mir im Krankenhaus gesagt hätte, daß das o.K. ist, wenn ich Ben ins Bett nehme, hätte ich mir ein paar sehr erschöpfende Nächte direkt nach der Geburt ersparen können, da Ben schon von Anfang an nicht in seinem eigenen Bettchen schlafen wollte – kluges Kind
*lol* Gut, dass es nicht nur mir so geht. Beim zweiten Kind wird alles anders. Ich hatte im KH sogar ein freistehendes Bett, was mir drei Tage und Nächte ohne jeglichen Schlaf bereitet hat, weil ich immerzu gefürchtet habe, dass wir aus dem Btt fallen. Das gab dann Sekundenschlafanfälle und erste Halluzinationen. Mein Gott, was man sich beim ersten Kind so alles antut…
Kommentar von kaleema Februar 1, 2008 @ 22:33Zum Glück hatte mein Bett Gitter, die man hochziehen konnte. Trotzdem hatte ich Alpträume darüber, daß ich mein Kind an den Gitterstäben zerdrücken würde, weil ich im Schlaf umherrolle, wo ich doch sowieso nicht mit Baby im Bett und so. Alptraum. Diese Schwestern aber auch. Ich hatte bei der Betreuung danach auch nur eine Hebamme, die mir gesagt hat, daß das doch in Ordnung sei, wenn ich das Baby mit ins Bett nehmen würde und daß eine Mutter doch instinktiv wüßte, daß Nähe für das Baby das wichtigste sei. Naja, beim nächstenmal…wie du schon sagtest *lol*
Kommentar von eumelmama Februar 1, 2008 @ 23:31