KiTa-Erfahrungen?
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Kaum bin ich untreu geworden, schon kommt mir das hier alles sehr lahm vor. Kann aber auch an unserer megalangsamen Internetverbindung liegen.
Worüber ich heute nachgedacht habe: wie wirkt sich das Wegsein eigentlich bei den Kleinen aus? Also bei denen etwa in Bens Alter? Gut, Ben wird nicht die ganze Woche weg sein, aber er wird ja trotzdem irgendwie beeinflußt. Und klar ist das auch eine ganz individuelle Geschichte, aber trotzdem würde mich das interessieren. Hat da jemand Veränderungen bemerkt beim Nachwuchs? Positiv? Negativ? Was fällt ganz besonders auf? Werden die Kleinen noch anhänglicher?
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Sie brauchen in der Kita eine echte Bezugsperson, dann ist es quasi wie erweiterte Familie (so als ob Oma oder eine Freundin einhütet). Hilfreich ist es auch, die Zwerge VORHER auf den Kita-Rhythmus einzuschwingen - dort gibt es nämlich für alle den gleichen - dann haben sie weniger Anpassungsschwierigkeiten. Und ja, die Kinder reagieren ganz unterschiedlich auf die Kita. Die einen brüllen sobald Mama außer Sichtweite ist, die anderen sobald man sie aus der Kita wegtragen will. Dazwischen gibt es alles. Und was das Verhältnis zwischen einem selber und dem “fremdbetreuten” Kind angeht, finde ich, dass die Qualität der Zeit die man gemeinsam hat entscheident ist, nicht die Länge. Also, wenn du (meistens) wirklich Zeit für ihn hast, wenn du ihn abholst, dann wird sich euer Verhältnis nicht ändern. Höchstens, dass du selbst dann weniger abgenervt bist, weil du eben auch mal ne richtige Auszeit hast … Nützt dir das jetzt was??
Kommentar von feuervogel Januar 29, 2008 @ 22:29:43Hach, schön, Du nun auch bei WP
Bei uns kannst Du ja immer wieder mal lesen, wie es mit Christoph in der KiTa geht. Es kommt wohl auch drauf an, wie der Betreuungsschlüssel ist. Ich kann da beobachten, dass einige Kinder die Trennung von Mama oder Papa gut wegstecken, dazu gehört auch Christoph. Ich muss ihm erzählen, dass ich jetzt weggehe (nicht heimlich entfernen) und dann bald wiederkomme und ihn abhole. Dann geht es bestens. Ein anderer Junge, der daheim eigentlich selten von seinen Eltern betreut wird, sondern von Kindermädchen, hat jetzt große Probleme, seit drei Wochen dürfen Mama bzw. Papa im Kindergarten nicht von seiner Seite weichen, sich nicht mehr als ein paar Zentimeter entfernen. Ich denke mal, durch die Kindermädchenbetreuung konnte keine gute Eltern-Kind-Bindung entstehen, darum klammert der jetzt.
Kommentar von Rosa Januar 30, 2008 @ 02:47:47Christoph ist insgesamt gesehen schon anhänglicher geworden, aber auch ausgeglichener. Er tobt viel in der KiTa, er isst dort auch zu Mittag, und seit gestern isst er - der olle Suppenkaspar - richtig viel. Die Kindergärtnerin, die für ihn zuständig ist, schafft es binnen zehn Minuten, ihn einzupanieren, ganz ohne Brust, obwohl er wohl immer wieder sucht. Wenn ich ihn abhole, freut er sich sehr, dann darf ich mich auch nicht mehr entfernen. Wie Feuervogel es schrieb, ist eine Bezugsperson sehr wichtig. Wir haben Glück, dass seine Lieblingskindergärtnerin auch seine Bezugserzieherin ist. Hm, hat das jetzt was genutzt?
unser sohn geht in eine krippe, seit er knapp vier monate alt ist, also jetzt genau zwei jahre. er ist sich quasi von klein auf nix anderes gewohnt, was, wie man sagt, besser sein soll. für uns wars okéh, ich glaube, das lässt sich nicht auf jedes kind projezieren.
bei uns in der schweiz arbeitet man nicht mit bezugspersonensystem, jedenfalls in unserer krippe nicht. betreuungsschlüssel und einrichtungen sind klar geregelt. im prinzip hängz am schluss davon ab, ob die leiterin sympathisch ist und ob die location gefällt, weil der rest ist irgendwie überall fast gleich. jedenfalls hatten wir noch nie auch nur das leiseste problem. klar, an manchen tagen fällt der abschied leichter, und an manchen tagen mag er gar nicht nach hause. :-))
ich find halt, dass kinder in der krippe sehr viel lernen können, vor allem, wenn sie faktisch einzelkinder sind. (wie ihr und mein sohn noch.) in unserer krippe machen sie auch viel mit den kindern, das ich nie machen würde oder in dem alter nie gemacht hätte. manchmal merk ich auch, dass er bestimmte sachen in der krippe gelernt hat, wie zähneputzen oder händewaschen oder malen oder lieder, was weiss ich - alles sachen, von denen ich im traum nicht auf die idee gekommen wäre, dass er es selbst machen könnte. :-)) undundund.
ich staun manchmal über das anti-krippen-argument, dass babys nur rumliegen würden und so. aber ein kleines baby, das nicht krabbeln kann, macht zu hause auch nicht viel anderes als rumliegen, und in der krippe kommen dann halt die anderen kinder zum killekille machen anstatt mami. und wenn es nicht mehr liegen will, dann nimmt man es hoch. ich hab echt nie gesehen, dass ein kind vernachlässigt würde, im gegenteil: es hat so viele kinder, und die meisten lieben babys.
Kommentar von rage Januar 30, 2008 @ 06:07:58Hi!
Kommentar von Elena Januar 30, 2008 @ 06:25:36Also Leander ist ja seit ein paar Monaten bei einer Tagesmutter, dreimal die Woche für jeweils 5 Stunden. Das tut ihm sehr gut! Er spielt dort mit den vier anderen Kindern - die nicht immer alle gleichzeitig da sind. Er ist immer ein bisschen traurig, wenn mein Mann ihn abgibt, freut sich wie Schnitzel, wenn ich ihn hole…
Ich habe manchmal ein arg schlechtes Gewissen. Aber diese festen sozialen Kontakte könnte ich ihm gar nicht bieten! Er lernt viel von den Älteren und entwickelt sich super! Unser Verhältnis ist immer noch sehr eng! Negative Veränderungen kann ich in keinster Weise feststellen. Anhänglich war er schon immer sehr, das ist (leider?) immer noch so…
Da er auch sehr einfordernd ist, bin ich wirklich froh, dass ich Betreuungszeiten bei der Tagesmutter habe!
Unsere Kleine geht ja in die Krippe, seitdem sie ein Jahr alt ist, also inzwischen fast vier Monate. Und ich bin verdammt froh, dass wir das gemacht haben, es tut dem Kind so unglaublich gut. Vorgestern hatte ich per Zufall ein Gespräch mit der Krippenleiterin und sie meinte, das Sirja unglaublich weit wäre, sowohl motorisch, als auch sprachlich und ich muss ehrlich sagen, dass ich denke, dass es an der Krippe und den vielen Kindern liegt. Am Anfang war sie viel anhänglicher als vorher, inzwischen kann ich in die Krippe kommen, mich noch entspannt mit den Erziehern unterhalten und dann will sie nicht unbedingt sofort gehen, sondern muss manchmal eher überredet werden. Jedes Kind ist anders, aber bei unserer Kleinen war es einfach klar, dass sie andere Kinder um sich rumbraucht, weil sie sonst gar nicht genug gefordert wird, was die tolles in der Krippe machen, würde mir zum Teil noch gar nicht einfallen. Ich kanns also nur empfehlen, bei uns klappts super.
Kommentar von Lia Januar 30, 2008 @ 07:36:48Ich denke ja auch, daß es ihm guttunwürde. Gerade der Kontakt mit anderen fehlt ihm ja hier extrem, da wir hier auch keine Großeltern, Verwandtschaft oder enge Freunde haben. Und er ist doch sehr sozial veranlagt und hat keine Probleme, auf andere zuzugehen.
Dieses Betreuer-System gibt es hier auch nicht. Die Kinder bleiben ja auch nicht sich selber überlassen, sondern es wird draußen gespielt, getobt, gesungen, gemalt und was weiß ich noch: Dei Australier sind ja ganz besonders fixiert, was den Gedanken der frühen Bildung angeht. So lernen z.B. die Dreijährigen hier im Kindergarten schon lesen.
Und er wird recht schnell Englisch lernen, das ist sicher
Kommentar von eumelmama Januar 30, 2008 @ 09:03:37Unsere Ida gehr erst seit die etwas über 2 ist in die KiTa. Und es ging nach kurzer Gewöhnung problemlos. Sie spielte zu Hause mehr allein als vorher, mehr ruhige Sachen für sich.
Kommentar von tonni Januar 31, 2008 @ 08:51:41Und kam seit Tag Nummer 3 oder 4 immer wieder zu uns rüber. Und schläft seitdem die Hälfte der Nacht bei uns. Aber das weisste ja schon