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Ein Hut – da wird der Eumel knatschig, das mag er gar nicht.
Zwei Hüte sind o.K., scheints.
Ach ja, falls sich jemand wundert: er hat seine Mütze aufgehabt, hat den Hut, den ich vorher verzweifelt versucht habe, ihm aufzuziehen, in der Hand gehabt und Ben fordert „haaabn!!“ Soll er.
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…einen Traktor an einer Schnur hinter sich her ziehen und rückwärts laufen.
…keine Bauklötze in die passend ausgeschnittenen Öffnungen der Bauklötzetonne stecken. Das dauert ihm zu lange und ist ihm zu kompliziert. Eine Weile ist das ganz lustig, dann aber kommt Ben-Lösung I zum Einsatz: einfach Deckel auf, Bauklötze rein, Deckel zu – fertig! Geht ja auch schneller
…und wenn er es doch versuchen will und die Klötze passen nicht, weil sie vielleicht von einem anderen Klötze-Satz stammen, dann kommt Ben-Lösung II zum Einsatz: Klotz auf den Deckel hämmern und wütend kreischen…
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Gestern war der größte nationale Feiertag hier, nämlich Australia Day. Da feiert man. Was genau? Laut offizieller Gouvernment-Verkündung das:
„On Australia Day we come together as a nation to celebrate what’s great about Australia and being Australian. It’s the day to reflect on what we have achieved and what we can be proud of in our great nation.It’s the day for us to re-commit to making Australia an even better place for the future.“
AHA! Nun ja, dadurch sind wir auch nicht schlauer. Wikipedia sagt uns:
“ [...] celebrated annually on 26 January, is the official national day of Australia, commemorating the establishment of the first European settlement on the continent of Australia. The date is that of the foundation of a British penal colony at Sydney Cove on Port Jackson, New South Wales, by Captain Arthur Phillip, who was to become the first Governor.[1] Australia Day is an official public holiday in all states and territories of Australia, and has also been known as Anniversary Day, Foundation Day and Invasion Day.“
Hm…“Invasion Day„..und ich habe mich gestern noch gefragt, wie das wohl die Eingeborenen hier sehen. Wohl nicht so fürchterlich positiv. Nun ja, egal, es wird eben gefeiert, wann die Briten in Down Under eingefallen sind. Die meisten fühlen sich ganz fürchterlich patriotisch, daher werden wohl im Laufe des Tages und insbesondere Abends dreimal so viele Alkoholkontrollen durchgeführt wie sonst in einem Monat. Zu recht übrigens…
Wir haben das auch gefeiert. Aber eher zufällig, da wir am Strand zum Picknick verabredet waren. Wie üblich war die Wettervorhersage nicht so sehr genau, jedenfalls haben die versprochenen Schauer wunderbar geschienen und waren sehr sehr warm.
Am Strand konnte man ein bißchen Einblick erhalten, wie die Aussies den Australia Day zelebrieren. Nämlich – Klar: am Strand
.
Die Familien haben Picknick gemacht, die Kinder und sich selber mit ein, zwei, drei, mehr patriotischen Nationalflaggen-Tattos verziert und ein Barbeee (Neuastralisch für Barbeque) gemacht. Ich bin übrigens immer noch verwundert, daß eine Nation, die derart gerne grillt, nicht in der Lage ist, eßbare Würstchen zu produzieren. Die Kinder tummeln sich am Strand, die Eltern trinken Bier und grillen ihre ungenießbaren Würstchen. Oder Steaks, die besser sind.
Im Laufe des Nachmittags sind alle gar gegrillt (Würstchen, Kinder und Eltern), das Bier ist alle, die Familien gehen nach Hause und machen Teenagern Platz. Australia Day für Teenager bedeutet: dürre Paris-Hilton-Verschnitte fühlen sich ultracool und grillen sich in knappen Bikinis in der prallen Sonne. Ohne Tattos, denn dann wäre die Bräune ruiniert. Die Jungs – Surfer-Typen zumeist – spielen Cricket am Strand und sind ein zusätzlicher Grund für die Familien, nach Hause zu gehen: die Kinder werden vom Strand vertrieben, en Ball oder Cricket-Schläger könnte die treffen. Männchen sind verziert: im Gesicht, auf der Hühnerbrust oder der komplette Rücken sind mit patriotischen Tattoos verziert. Zusätzlich gehört eine patriotische Bermudas ins Programm.
Strand-Cricket geht so: Ein Männchen mit Ball, ein Männchen mit Schläger, etwa 50 m entfernt, Stöcke, ein, zwei Männchen im Wasser, der rest laut grölend um die Mannschaft. Männchen mit Ball trinkt zwei, drei Schlucke aus seinem Stubbee (Bierdose), wirft den Ball. Männchen mit Schläger trinkt rechtzeitig aus seinem Stubbee und versucht zu treffen. Trifft er ihn, grölen alle umstehenden laut, triken aus ihrem Stubbee und der im Wasser versucht den Ball zu fangen. Wenn es ihm gelingt, kann der Werfer eines der Stöckchen umwerfen, Wicket schreien und aus seinem Stubbee trinken. Gelingt es ihm, grölen alle und trinken aus ihrem Stubbee und das Spiel geht von vorne los. Gelingt es ihm nicht, grölen alle und trinken aus ihrem Stubbee und das Spiel geht von vorne los. Trifft der Schläger den Ball nicht, grölen alle und trinken aus ihrem Stubbee und das Spiel geht von vorne los. Die Mädels kichern debil und trinken aus ihren Wodka Cruisern oder sonstiger Limo mit Alk drin.
So gegen 16 Uhr sind wir gegangen, da immer mehr Teenies aufgetaucht sind und die, die schon am Strand waren, reichlich angetrunken.
Es war jedenfalls ziemlich nett, da sich Ben mit der Kleinen der anderen Familie ein bißchen angefreundet hat und beide friedlich im Sand gespielt haben. Entgegen meiner Erwartung mußten wir Ben auch nicht alle fünf Minuten aus dem Wasser retten – Wasser ist zwar toll, aber naßwerden findet der Eumel grenzwertig. Besonders im Gesicht. Sand und Eimerchen sind viel besser. Ich war total happy, weil ich mal für ein paar Stunden total abgemeldet war. Eumel war so glücklich, der hat mich kaum beachtet.
Abends waren Jens und ich trotz Aufenthalts im Schatten und Sonnencreme leicht gegrillt, Ben hatte nichts, der hatte Mützchen und Sonnenanzug an – interesant fand ich, daß sein Badeanzug, bzw. die Farben, beim Waschen verlaufen sind. Nicht wasserfest…*augenroll* Aber immerhin hält er die Sonne ab, das ist die Hauptsache.
Um kurz vor neun Abends sind wir mit pseudowachem Eumel los (der ist wieder wachgeworden beim Hinlegen) und wollten uns das große Feuerwerk begucken, das am Darling Harbour stattfand. Von einem der Parks hier in der Nähe hat man einen tollen Blick. Leider war da das ein- oder andere Hochhaus im Weg, daher hat man von dem Feuerwerk leider nichts mitbekommen. Aber zur Entschädigung gabs Feuerwerk von einem der Kreuzfahrtschiffe, das wir gut sehen konnten. Ben fand es phantastisch.



Wannd er Knilch gestern ins Bett gegangen ist – darüber schweigen wir. Ich war jedenfalls so müde, daß ich meine Augen nicht mehr aufhalten konnte und bin vor Ben ins Bett…







