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…ist die Tatsache, daß ich ständig von Ben umgeben bin. Nicht falsch verstehen, ich bin gerne mit ihm zusammen. Was ich meine ist, daß er mich total mit Haut und Haaren vereinnahmt. Das nervt zur Zeit ein bißchen.
Ich „darf“ nichts machen, in das Mössjöh nicht involviert ist. Er hat nichts dagegen, wenn ich beim Spielen auf dem Boden sitze und nichts mache. Setze ich mich aber an den Rechner, ist der Teufel los. Dann gibt es Geschrei, Kindelein drängelt sich dazwischen, will auf den „Aaaahm“ und heult so lange, bis ich wieder friedlich nichtstuend in der Ecke sitze.
Es gibt Tätigkeiten, die ich „darf“ wie Wäsche waschen und aufhängen, Staubsaugen, Wäsche einräumen. In der Küche stehen und spülen oder kochen ist dagegen kritischer. Wenn ich Glück habe, läßt sich Mössjöh mit einer Schale Obst ablenken. Wenn ich Pech habe, hampelt er an mir hoch, krallt sich in meinen Rockzipfel, will auf den „Aaaahhm“ und schiebt mich von der Arbeitsplatte weg. Vernünftiges Arbeiten ist da kaum noch möglich.
Mittagsschlaf geht nur, wenn ich im Raum bin, bzw. ihn direkt angelegt habe. Lege ich ihn ins Bett, komt spätestens nach 20 Minuten, oft auch früher, ein klägliches Heulen aus dem Schlafzimmer, Mössjöh steht auf und so weiter (s.o.). Das Problem Abends mit dem späten Einschlafen ist ja hinlänglich bekannt. Aber auch da könnte ich ja Jens einspannen – wäre da niht das kleine Problemchen, daß Mössjöh hysterisch wird, sobald ich außer Sichtweite bin. Er fängt derart an zu jammern, daß ich nach spätestens fünf Minuten wieder eingespannt werde. Vernünftiges Arbeiten ist da kaum noch möglich.
Langsam kotzt mich das an. Und dann muß ich mir noch anhören, ich hätte eine „mangelnde Disziplin“, was meine Arbeit angehe. Wenn ich nur richtig wollte, dann könnte ich mir auch die Zeit nehmen…ich muß mich aber auch darauf konzentrieren können. Wenn da jemand ist, der in den höchsten Tönen jammert, sobald ich mich mit was anderem beschäftige… Ich bin ja momentan nicht mal in der Lage, mich auf einen popeligen Roman zu konzentrieren (Aber aufs Bloggen, jaja, immer diese Ausreden…). Und abends um zehn fange ich auch nicht mehr an, meine Siebensachen zusammenzukramen und zu schreiben – o.K., doch mangelnde Disziplin
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…ist die Tatsache, daß ich ständig von Ben umgeben bin. Nicht falsch verstehen, ich bin gerne mit ihm zusammen. Was ich meine ist, daß er mich total mit Haut und Haaren vereinnahmt. Das nervt zur Zeit ein bißchen.
Ich „darf“ nichts machen, in das Mössjöh nicht involviert ist. Er hat nichts dagegen, wenn ich beim Spielen auf dem Boden sitze und nichts mache. Setze ich mich aber an den Rechner, ist der Teufel los. Dann gibt es Geschrei, Kindelein drängelt sich dazwischen, will auf den „Aaaahm“ und heult so lange, bis ich wieder friedlich nichtstuend in der Ecke sitze.
Es gibt Tätigkeiten, die ich „darf“ wie Wäsche waschen und aufhängen, Staubsaugen, Wäsche einräumen. In der Küche stehen und spülen oder kochen ist dagegen kritischer. Wenn ich Glück habe, läßt sich Mössjöh mit einer Schale Obst ablenken. Wenn ich Pech habe, hampelt er an mir hoch, krallt sich in meinen Rockzipfel, will auf den „Aaaahhm“ und schiebt mich von der Arbeitsplatte weg. Vernünftiges Arbeiten ist da kaum noch möglich.
Mittagsschlaf geht nur, wenn ich im Raum bin, bzw. ihn direkt angelegt habe. Lege ich ihn ins Bett, komt spätestens nach 20 Minuten, oft auch früher, ein klägliches Heulen aus dem Schlafzimmer, Mössjöh steht auf und so weiter (s.o.). Das Problem Abends mit dem späten Einschlafen ist ja hinlänglich bekannt. Aber auch da könnte ich ja Jens einspannen – wäre da niht das kleine Problemchen, daß Mössjöh hysterisch wird, sobald ich außer Sichtweite bin. Er fängt derart an zu jammern, daß ich nach spätestens fünf Minuten wieder eingespannt werde. Vernünftiges Arbeiten ist da kaum noch möglich.
Langsam kotzt mich das an. Und dann muß ich mir noch anhören, ich hätte eine „mangelnde Disziplin“, was meine Arbeit angehe. Wenn ich nur richtig wollte, dann könnte ich mir auch die Zeit nehmen…ich muß mich aber auch darauf konzentrieren können. Wenn da jemand ist, der in den höchsten Tönen jammert, sobald ich mich mit was anderem beschäftige… Ich bin ja momentan nicht mal in der Lage, mich auf einen popeligen Roman zu konzentrieren (Aber aufs Bloggen, jaja, immer diese Ausreden…). Und abends um zehn fange ich auch nicht mehr an, meine Siebensachen zusammenzukramen und zu schreiben – o.K., doch mangelnde Disziplin
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…ist es schon fast zehn. Mössjöh saust fröhlich lachend unten herum und hat (hoffentlich) nicht so ganz gemerkt, daß ich grad nicht da bin….äh doch, ich habe ihn jetzt nach einem kurzen Päuschen auf dem Schoß und milche ihn in den Schlaf. Dieses hibbelige Herumgerenne unten hat mich gerade wahnsinnig gemacht. Hoffen wir, daß die Windel sauber bleibt, so was wie gestern brauche ich nicht noch mal.
Der Tag heute war auch kein bißchen aufregend oder so. Ich bin mit Ben nach seinem Nachmittagsnickerchen noch mal aufgebrochen, um den BEvW zu treffen. Heute ist unser Einkaufstag, Jens kommt direkt von der Arbeit mit dem Auto zum Shopping-Center, ich fahre mit Ben mit dem Bus. Natürlich eine Buslinie, die keine kinderwagenfreundliche Einrichtung hat – d.h. Bus mit Stufen und nicht mal Platz, den Buggy irgendwo abzustellen. Daher lasse ich den zu Hause und schnalle mir Ben mittels Ergo auf den Bauch.
So auch heute. Das Problem heute war, daß die Busse einen Tacken zu früh gekommen sind (oder meine Uhr nachgegangen ist…*räusper*). Nur ein, zwei Minuten. Als der Bus kam, war ich noch etwa 250 m entfernt von der Bushaltestelle. Der Bus kam, ich fing an zu laufen. Mit Ben auf den Bauch geschnallt, der die Hüpferei wahnsinnig lustig fand. Nun ja, ich bin gelaufen – etwa im Tempo einer rheumakranken Schildkröte – der Bus an mir vorbei, ich winke, um dem Fahrer zu signalisieren, daß ich auch einsteigen will. Der Bus hält an der Bushaltestelle (naja, wo auch sonst)…nur noch 100 m…jemand steigt aus…50 m, ich komme näher…ich bin fast an der Hintertür…die Vordertür geht zu…ich brülle „STOOOOOPPP!!!“…der Bus fährt los. Ich brülle „AAAAAA***LOOOCH!“ – zwecklos, dieser blöde Bus ist weg. Keiner der Leute, die an der Bushaltestelle auf einen anderen Bus gewartet haben, haben es nur mal für nötig gehalten, den Bus aufzuhalten. Der Busfahrer hat mich gesehen und ist trotzdem gefahren – obwohl er zu früh dran war. Nur 30 Meter. ICH WAR SO SAUER!
Das gleiche Drama übrigens beim nächsten Bus, 15 Minuten später. Ich habe natürlich nicht an der besagten Bushaltestelle gewartet, da wäre Ben nicht zum Aushalten gewesen, wenn ich das gemacht hätte. Ich bin bis zur nächsten Haltestelle gelaufen. Und zur nächsten. Zur nächsten, zur nächsten, zur nächsten…das war schon zu weit. 150 Meter von der Bushaltestelle, der Bus kommt…nun ja, diesmal war einer da, der sich in den Buseingang gestellt hat. Aussehen kann täuschen: der Typ sah nämlich so nach Asi aus in seinem Vokuhila-Oliba und Fallschirmseidenjogginghöschen…Danke jedenfalls.
In dem Shoppingcenter mußte ich noch auf Jens warten und habe mir zur Überbrückung ein Käffchen geholt, das scheinbar allein durch den Duft sehr anregend auf Ben gewirkt haben muß („haaaaben!!„). Ich habe ihn aus dem Ergo gelassen in dem naiven Glauben, daß allein der Begehr nach meinem Kaffebecher ihn in meiner Nähe halten würde. Das nächste was ich weiß ist, daß ich mit Riesenwickeltasche über der Schulter, Ergo noch am Bauch befestigt mit am Boden schleifender Kapuze, Kaffee in der Hand „Beeheen! Komm zurück!“ gebrüllt habe, während Sohnemann glücklich quietschend herumgelaufen ist. Ich immer hinter ihm her.
Irgendwann kam er an der Treppe an, ich hatte mich zum Glück so weit organisiert, daß ich zumindest eine Hand halb frei hatte, an der Kindelein sich festhalten konnte und die Treppe hochlaufen konnte. Lieber Himmel, war der Kleine glücklich, die Treppe „richtig“ erklommen zu haben und nicht hochgekrabbelt zu sein. Danach ist er wie ein überladenes Duracellhäschen weitergelaufen: vorbei an Papa, links am Schlüssel- und Schuhservicestand vorbei, eine Kehrtwendung rechts, am Bob-der-Baumeister-Trecker-für-Kinder vorbei, geradeaus weitergerannt mit Zwischenstopp am Sockenparadies. Ich immer hinterher, Kaffee in der einen, Ergo in der anderen Hand, Riesenwickeltasche über der Schulter: „Beeeeheeen, zurück! Geh zu Papa…BEEEHHHHNNNN!„
Ein lautes „Haaaaben!“ als er den Muffin-Outpost in dem Center gefunden hatte, nur noch übertroffen durch die Faszination Rolltreppe „DAAAH! Haaaben! Haaaabeeeen!!!!„…mir sträubten sich die Haare. Ich entschließe mich, mich durch meine Siebensachen zu wühlen, eine dritte Hand wachsen zu lassen, nehme Sohnemann fest an diese und besteige die Rolltreppe. Ben glücklich. Will hochsteigen. Ich kralle mich in seine Hand. Oben angekommen wollte er direkt wieder runter. Mir bricht der Angstschweiß aus, ich kralle mich noch fester in seine Hand und zerre ihn in Richtung…egal, Hauptsache weg von dieser Rolltreppe. Die wäre mit freien Händen locker zu managen gewesen, nur ich habe mich nicht getraut, mir die Zeit zu nehmen, meine Hände frei zu machen. Zumindest bleibt die Frisur sitzen und im Kaffeepott ist auch noch was drin. Ich lasse Kindelein los, das wieder Geschwindigkeit aufnimmt.
Ben rennt wieder weiter, macht auf meinen dezenten Hinweis „Da ist der Papa.“ kehrt, rennt in die entgegengesetzte Richtung, ich grabsche mit letzter Kraft seine Hand und zerre ihn wieder in Richtung Papa mit Einkaufswagen. Zum Glück rennt er danach freiwillig in die richtige Richtung und wird von BEvW aufgefangen. Ich kann in Ruhe meinen Kaffee austrinken („Haaaben! Habbben! HAAABEN!!„) und drücke dem Kindelein den leeren Kaffeepott in die Hand, das von nun an glücklich daran nuckelt und uns in Ruhe einkaufen läßt.
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Mir war heute ganz flau. Da habe ich doch immer groß getönt, daß es mir gaaar nichts ausmachen würde, mein Kind auch abzugeben, ja ich würde mich drüber freuen. Und überhaupt sind doch alle, die sich darüber beklagen, ihr Kind für zwei Stunden bei den Großeltern lassen zu müssen, Ignoranten, die keine Ahnung haben, wie gut es ihnen geht. Und so weiter.
Große Klappe, nix dahinter, wie sich heute gezeigt hat
.
Wir waren zur Besichtigung in einem Childcare Center,wo mir die diensthabende Offizierin Betreuerin gesagt hat, daß Ben theoretisch nächste Woche schon anfangen könnte…*schluck*
Aber ich fand es wieder ein wenig klein. Netter als das letzte, da nicht ganz so steril, aber kleine Räume. Und es haben sehr viele Kinder geweint. Ich frage mich, ob das ein schlechtes Zeichen ist? Allerdings – das muß man dazu sagen – war gerade Schlafenszeit und ich bin am Babyschlafraum vorbei gegangen. Und dann diese Betreuerinnen: so ganz junge Dinger ohne Erfahrung. Die Betten sahen so unbequem aus (aber ungemein praktisch, die kann man bei Nichtgebrauch übereinander stapeln), das Essen sah fies aus und die Kinder erst…
Aber ehrlich gesagt: Nächste Woche schon?! Mein kleines süßes Baby? Einfach in so eine Verwahranstalt so ganz ohne Mami und das für den ganzen Tag? NEEEIIIINNN! *Heul*…so oder so ähnlich.
Wir aber wohl doch nix, ist immer noch zu teuer (*erleichtersseufz*).
Auf den Schock gab es erst mal Retail Therapy, wo ein brandneues Zelt Kleid für mich herausgesprungen ist (im Sale sogar
).
Jetzt werden wir es anders versuchen: ein wenig mehr außerhalb dürfte es wieder günstiger werden. Theoretisch kann Jens den Kleinen ja mitnehmen, wenn er zur Arbeit fährt. Wieso wir nicht gleich drauf gekommen sind?
Ich glaube, das ist einer der blödesten und fiesesten Frösche, dem ich jemals über den Weg gelaufen bin…bis auf meinen aufgequollenen Ochsenfrosch natürlich, den nichts und niemand so schnell loswird
. Aber ich kill’ beide, ganz feste versprochen!!!
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Ben hat sich einen Stift gemopst und malt sich gerade blau an…Er kann sogar den Deckel wieder drauffummeln und spielt jetzt auch so: Deckel rauf, Deckel runter, Deckel rauf, und so weiter. Ich bin beeindruckt. (Und sehe gerade, daß er es geschafft hat, den Stift zu ruinieren – die Spitze ist krumm). Hach ja, mein süßes blaues Baby…*lol*










