Hey, Mr. Ben!


Mama und Essen
November 30, 2007, 21:56
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Ich finde es manchmal schon ziemlich strange, daß einen das eigene Kind als Nahrungsmittel betrachtet.

Ben ruft Haaaammm, wenn er mich sieht…



Eierkarton im WC
November 30, 2007, 16:52
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Heute hat Ben so ziemlich das erste Mal die Toilette nicht nur angestaunt und reingeguckt. Heute hat zum allerersten Mal Sachen ins Klo geworfen. Er hat gestern mit einem leeren Eierkarton herumgespielt, den er heute irgendwie kaputt bekommen hat und dann ins Klo geworfen hat. Mutter hat daraufhin keine vollkommen bescheuerten „Erziehungs“maßnahmen getroffen, sondern das Ding aus dem Klo gefischt und pädagogisch unwertvoll schallend angefangen zu lachen.

Ich überlege, ob ich mein Kind nicht antiautoriär erziehen soll? ich setze mir eine rosarote Brille auf und sehe ihn als mein Engelchen an, während sich die anderen mit dem unerzogenen Balg herumschlagen dürfen? Das machen doch viele so? Das würde mir die Sache am Anfang enorm erleichtern. Irgendwie liegt mir die Sache mit der Erziehung nämlich nicht. Ich glaube, ich brauche ein Buch, das mir sagt, was ich machen soll.



Speedy Gonzales
November 30, 2007, 09:11
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Speedy Gonzales hat gestern hier wieder mal bis 22 Uhr die Bude unsicher gemacht. Er flitzte ziellos in der Wohnung herum, hat wahllos Sachen von A nach B getragen, wollte trinken, essen, rennen, spielen…aber bloß nicht ins Bett.

Da fiel mir meine Ärztin ein, die sich Ben im Praxiszimmer angeschaut hatte (runter vom Arm, durchs Zimmer rennen, Tisch untersuchen, mit dem Griff spielen, weil der ja so schön quietscht, Mülleimer inspizieren, rauf auf den Arm, runter vom Arm…) und nur noch trocken bemerkt hat: „Ach. Der ist aber ganz schön lebhaft, ihr Kleiner.“

Ach Jaaa?

Das da eben:



Erziehungsmaßnahmen
November 30, 2007, 08:30
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Erziehungsmaßnahmen müssen langsam her, da Ben einige Dinge macht, die die Eltern nicht wünschenswert finden. Wir sind ja nun nicht sooo streng, so darf der Kleine auch gerne mal aufbleiben, wenn er noch nicht schlafen kann. Er darf auch pädagogisch wertvoll mit seinem Essen herummatschen – solange er es nicht auf den Boden wirft. Er darf sich sogar mein Essen mopsen und an die meisten Schränke.

Was er nicht darf ist beispielsweise den Kühlschrank ausräumen. Das habe ich nicht so furchtbar gerne. Auch an die Mülleimer soll er nicht, die – natürlich – waaaahnsinnig toll und interessant sind. Steine essen ist ein No-Go und alleine die Treppe rauf sowieso. Und natürlich die Dusche. Er darf nicht alleine in der Dusche spielen, es ist zu rutschig. Klar, daß der Raum besonders interessant sein muß. Warum, wieso, weshalb aber ein gekachelter feuchter Raum mit nichts drin so interessant ist? Wahrscheinlich, weil er da nicht rein darf.

Er schleicht sich zwischendurch immer mal wieder gerne in die Dusche, da ich immer wieder vergessen, Türen zuzumachen. Ich mag keine geschlossenen Türen und wenn es nach mir ginge, hätten wir auch kaum welche in einem geträumten 200-qm-Loft…ach, ich schweife wieder ab.

Die Dusche hat eine magische Anziehungskraft für den Kleinen. Und ich renne immer wieder hinterher und sage doofe Sachen wie „Nein Ben, nicht in der Dusche spielen! Da kannst du ausrutschen und dir ganz böse wehtun. Nein Ben. Wer in der Dusche spielt, muß auch duschen! Ich mach dich naß!!“

Da ich gestern gedacht habe, daß mich Ben ja irgendwann nicht mehr erst nehmen wird, wenn ich permanent mit Konsequenzen drohe, die niemals kommen, habe ich gestern die KONSEQUENZ folgen lassen. Ben flitzt in die Dusche, ich drohe mit der KONSEQUENZ. Ben guckt mich an, grinst (hat eh noch nicht verstanden).Ich drehe den Wasserhahn auf. Natürlich nicht heiß oder kalt! Ist doch klar. Moderat kühl, soll ja nun auch nicht angenehm sein, sondern eine KONSEQUENZ (gut, wenn es gestern nicht so derart heiß gewesen wäre, hätte ich das auch nicht gemacht).

Ben guckt mich an. Er sieht das Wasser, hat aber noch nichts abbekommen. Ich fange an, den Duschkopf zu drehen. Er grinst mich weiter an, hockt sich hin und patscht im Wasser herum. Ich drehe weiter. Ben patscht weiter. Inzwischen ist der Kopf so weit gedreht, daß ein Arm und ein Bein naß werden. Ben patscht unbeeindruckt weiter.

Ben fließt das Wasser über den Kopf. Er steht auf und heult mich total empört an, da er Wasser in die Augen bekommen hat. Bleibt aber stehen – lieber naß in der Dusche als trocken draußen! Ich fische ihn aus der Dusche – das Geschrei wird größer. Als Erziehungsmaßnahme total daneben, diese blöde KONSEQUENZ. Als KONSEQUENZ dessen habe ich ein schlechtes Gewissen und Ben nix gelernt. Ich glaube, verstanden hat er sowieso noch nichts.

Und wer mich der Kinderquälerei beschuldigt, da kühles Wasser und das arme Kind und so: ich habe ihn heute morgen warm geduscht, da er sich mal wieder eine Haferflockenvollkörpermaske gegönnt hat und das Geschrei war das gleiche. Es geht wirklich nur darum, daß er Wasser haßt, das ihm über den Kopf läuft.

P.S.: Ja, ich weiß auch, daß das blöd war :-( . Da habe ich mal wieder nicht nachgedacht. Manchmal handle ich einfach vollkommen unbedacht und vergesse dabei, wie klein Ben noch ist und daß er eben noch nicht alles versteht, was ich sage und mache.



Shake die Windel, Baby!
November 29, 2007, 16:45
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Ben hat das Tanzen für sich entdeckt. Auf heiße Rhythmen wie Hänschen klein...und Ein Männlein steht im Walde wird heftig abgerockt und mitgesungen.

Einfach umwerfend, wie er zu Musik auf- und abwippt und Mitäääht.



Mal wieder so ein Tag
November 29, 2007, 15:07
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Der Inhalt meiner Tasche heute: 1 Windel, 1 Feuchttuch, 1 kleine Flasche Wasser für den kleinen Mann, 1 große Flasche Wasser für Frau Mama, 1 Geldbörse, 1 Sonnenbrille, 1 Paket Taschentücher, 0 Schlüssel. 0 Schlüssel war nicht gut. 0 Schlüssel bedeutete heute konkret: etwa 12 km hin- und herlaufen und 1 vertüddelter Vormittag.

Das mit den 0 Schlüsseln habe ich bemerkt, als wir von der Playgroup zurückgekehrt sind, die Ben heute nicht besuchen durfte. Ausgeschnuppert hat es sich. Ich hätte uns anmelden können, das hätte aber einen wesentlich höheren Beitrag bedeutet, als wenn ich die Anmeldung im Januar abgebe. Für die drei Male, die das noch stattfindet, lohnt sich das nicht. Also ging es wieder zurück nach Hause, wo ich in der Tasche nach den 0 Hausschlüsseln gewühlt habe.

Die waren, davon war ich fest überzeugt, auf dem Eßtisch. Das hieß: zur Immobilienagentur, um Ersatzschlüsselauszuleihen, zurück nach Hause, feststellen, daß auch auf dem Eßtisch 0 Schlüssel sind, zur Playgroup, um da mal nachzufragen (ja, hätte ich als erstes machen sollen, ist mir jetzt auch klar), Schlüssel da, wieder zur Immobilienagentur, um Ersatzschlüssel abzugeben. So ein blöder Vormittag. Dabei hatte ich was ganz anderes vorgehabt. Egal. Verschüttete Milch ist das. Aber immerhin hatte ich nun die vorgesehenen 1 Hausschlüssel wieder in der Tasche.

Dafür war Ben glücklich und sehr erledigt. Auf dem Spielplatz hat er wieder eine Eroberung gemacht: die kleine Blondine war in etwa gleich alt und hat wohl auch gerade erst Laufen gelernt, den tapsigen Schritten nach zu urteilen. Sie war ziemlich angetan von Ben, der sie erst links liegengelassen hat, dann überrannt hat und danach neugierig in ihrem Gesicht herumgepiekst hat. Irgendwann kam er auch noch reichlich eifersüchtig auf mich zu, da die Kleine es doch gewagt hat, mich anzugrinsen und ich es gewagt habe, zurückzulächeln ;-) . Die war aber auch zu niedlich…

Irgendwie frustrierend, wenn so ziemlich alles organisatorisch vorn und hinten nicht klappt. Denn die Sache mit dem Mittags-in-den-Schlaf-schieben geht ja irgendwie auch nicht mehr. Irgendwas mache ich doch da falsch.



An das Monster
November 29, 2007, 08:43
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Also wegen der Sache mit der Zahnfee…sie ist wirklich ein Biest -> Klick



Besser nicht
November 28, 2007, 21:53
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Besser ist es, die Finger von jeglichen komplizierten Arbeiten zu lassen, wenn man blöd vor Müdigkeit ist.

Sagt die Meisterin des Auftrennens. Ich bin froh, daß ich mich nicht an meine schriftliche Arbeit gemacht habe, das Löschen finde ich immer äußerst ärgerlich.



Es hätte so schön sein können
November 28, 2007, 20:52
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Och Mann, es hätte so schön sein können: Ben schläft seit 20 Uhr, Menne ist auf einem Geschäftsessen. Das wäre ein ungestörter Abend geworden: nur meine Nähmaschine und ich.

Ben hat mir jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht: er weigert sich, alleine in seinem Bett zu schlafen. Kaum war ich unten, ist er auch schon wieder wach geworden. Jetzt ist mal wieder Dauerbemilchung angesagt. Ich hocke hier und komme mal wieder zu gar nichts…Mann, ich könnte heulen. Scheiße! Kann der Knilch mich nicht mal für zwei Stündchen einfach in Ruhe lassen? Bin ich denn echt nur zur Eumelbespaßung, Eumelbefütterung und Eumeldreckbeseitigung da?

P.S.: Ja, ich weiß das auch, mit Kind ändert sich alles, man ist nicht mehr nur für sich selber verantwortlich, blablabla…aber jammern darf man doch mal, oder?



Ben und der Apfel
November 28, 2007, 19:59
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Es sah heute so niedlich aus, wie Ben versucht hat, mit dem runden grünen Dings fertig zu werden. Er wußte erst nicht, was er damit überhaupt anfangen sollte, bis ich ein Mal herzhaft reingebissen habe. Danach war die Sache klar und der Apfel gegessen…