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Eumel will sich nicht wickeln lassen. Eumel will sich nicht anziehen lassen. Eumel will sich nicht den Mund abwischen lassen. Eumel will nicht aus der Badewanne raus. Eumel will sich nicht abtrocknen lassen…so langsam wirds trotzig hier.
Sprachübungen am Morgen haben wir auch gemacht. Aber ich glaube Pflree ist kein echtes Wort. Er hat versucht, das Wort Tee nachzusprechen.
Wir sind übrigens gleich weg. Wir fahren in die Jens’ Heimat, wo wir keinen Netzanschluß haben werden. Daher wird jetzt erst mal zwei Wochen Funkstille herrschen. Schöne Ferien also!
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Ja, was soll man dazu sagen. Babys ab 6 Monaten können 11 Stunden hintereinander schlafen, ohne zwischendurch Terror zu machen – toll! Ich kann es nicht. Ich kann nicht schlafen, weil mich mein Mückenstich am linken Fuß nervt, weil es stickig ist, weil Ben gerade in meinem Bett gelegen hat und mich an die Seite gequetscht hat. Ich kann nicht schlafen. Mal wieder. Also denke ich über diese Schlafbibel nach und möchte dazu mal ungeordnet meinen Senf ablassen.
Zuerst einmal das Positive: es hat nur etwa 150 Seiten, die es zu lesen gilt und das geht schnell. Leider gehört dieses Machwerk zu der Sorte Büchern, die den Ruhepuls auf über 180 treibt und gleichzeitig zu Tränen langweilt – daher habe ich gerade mal die Hälfte geschafft. Ach nein, ich wollte ja das Positive herausstreichen. Nun, es sind ein paar gute Tipps drin, wie man verfahrene Schlafsituationen entspannen kann, so z.B. der Ratschlag, den Tag zu strukturieren und gegebenenfalls das Kind auch mal zu wecken, falls es tagsüber zu viel schläft. Es geht also tatsächlich nicht nur ums Schreienlassen. Wissenswertes über das Schlafverhalten von Kindern steht auch drin. Zudem ist es so einfach geschrieben, daß es leicht verständlich ist – also kein hochwissenschaftliches Werk. Mit vielen Wiederholungen, um das Verständnis zu erleichtern.
Es stehen auch ein paar Dinge da drin, die einem ein wenig sauer aufstoßen, da sie ein klein bißchen veraltet erscheinen. Zum Beispiel der Tipp, das Kind nur alle drei bis vier Stunden zu stillen (interessanterweise steht nicht drin, warum man das machen soll). Das gilt als überholt. Ist aber auch kein Wunder, da ich hier die Auflage aus dem Jahr 2001 habe, die bereits die 12. ist. Dieses Buch ist tatsächlich ein wenig angestaubt.
Insgesamt frage ich mich, wie kompetent diese beiden Autoren sind. Frau Kast-Zahn ist es „wie Schuppen von den Augen gefallen“ als sie von Ferber gehört hat, über den sich Herr Dr. Morgenroth eben mal schlau gemacht hat – auf einer Fortbildungsreise! Flugs beschließen beide daraufhin, andere Eltern mit ihren Erkenntnissen zu beglücken? Bitte?! Solche Leute sind für mich keine Fachleute, sondern Laien. Sehr qualifiziert scheinen mir beide nicht zu sein. Meiner Ansicht nach genügt es nicht, ein paar Bücher zum Thema „Schlafen“ zu lesen und anschließend so zu tun, als wisse man alles darüber.
Was mich stört….wo soll ich anfangen. Zunächst einmal könnte ich über den Stil meckern. Ja, das mache ich mal. Der Stil ist unter aller *****. Es regt mich auf, wenn ein Buch mich anspricht, als wäre ich an der Grenze zur Schwachsinnigkeit und als hätte der Autor – in diesem Falle wohl eher die Autoren – die Wesiheit mit Löffeln gefressen. Beim Lesen entstand der Eindruck, als wäre ich doof – zu doof, das grundlegende Prinzip des Kindesschlafes, das ja ach so einfach ist, spontan zu verstehen. Frau Kast-Zahn und Herr Morgenroth, die klugen, allwissenden Was-auch-immer-Heinis müssen dem etwas zurückgebliebenen Leser auf diese ach-so-einfachen Grundlagen sanft unter die Nase reiben. Zudem stört mich extrem, wenn mir ein Buch (oder irgendjemand anderes
) Anweisungen geben will: „Sie müssen…“, „Fangen Sie jetzt schon an…“, etc. Ich muß gar nichts! So!
Außerdem finde ich, daß es eine arg schwache wissenschaftliche Leistung ist, die Umfrageergebnisse, die hier präsentiert werden, derart zu interpretieren, wie es das Autorenpaar tut. Vorgestellt wird auf Seite 18 der prozentuale Satz der Kinder, die durchschlafen, bzw. zwei- oder mehrmals pro Nacht wach werden. Wenn 38% der sechs bis sieben Monate alten Kinder durchschlafen – bedeutet das für mich, daß 62% der Kinder das nicht tun. Der Großteil der Kinder schläft nicht durch! In so einem Fall von einer kindlichen Schlafstörung zu sprechen, finde ich reichlich albern. Das Wachwerden ist also keine Störung, sondern eher der Normalfall; nicht das Durchschlafen!
Eine Folge, die aus diesem ein wenig überheblichen Gehabe der Autoren, die einem Anweisungen geben, wie man innerhalb weniger Tage jedes Kind zum „richtigen“ Schlafverhalten erziehen kann, ist ein Gefühl der absoluten Unfähigkeit. Hat man es versucht und ist gescheitert – so ist das die Schuld der Eltern, die an irgendeinem Punkt etwas falsch gemacht haben – sei es, daß sie „schwach“ geworden sind und das Lernprogramm unterbrochen haben, sei es, daß sie nicht in der Lage waren, unflexibel diesen Tipp der unbedingten Einhaltung des Tagesrhythmus’ einzuhalten. Es ist doch so einfach und jedes Kind kann das lernen…
Jedes Kind ist anders – so auch hier. Es mag mit Sicherheit Kinder geben, bei denen dieses Trainig funktioniert und für die das genau das Richtige ist. Aber es gibt viele Kinder, bei denen es funktioniert und die einen ziemlichen Knacks im Vertrauensverhältnis zu den Eltern erleben. Hier wird zu sehr pauschalisiert und vereinfacht. Insgesamt klingt das ganze Schlafprogramm wie ein Kuchenrezept: man nehme dies, man mache jenes und erhalte am Ende ein wunderbar gebackenes Kind…äh Kuchen.
Was mich abgestoßen hat an diesem Buch ist das allgemeine Verhältnis der Autoren zum Kind. Das erschien mir reichlich gestört, um ehrlich zu sein. Ich will Frau Kast-Zahn nicht unterstellen, daß sie ihre Kinder nicht liebe, aber… Das Kind an sich scheint für diese Autoren ein Störfaktor zu sein. Es ist nur da, um Mamas und Papas Leben zur Hölle zu machen, dieses Leben von Grund auf zu bestimmen, ja den Eltern jedes Selbstbestimmungsrecht zu nehmen. Sobald es nicht funktioniert, wie Mama und Papa es gerne hätten -nämlich störungsfrei und „lieb“ und möglichst so, daß es den Freiraum der Eltern in keinster Weise einschränkt – gehört es dressiert erzogen. Mama und Papa wiederum versuchen, in diesem Machtkampf gegen das Kind ihren eigenen Raum zu bewahren. Formulierungen wie „Die Mutter empfand die veränderte Situation als sprunghaften Anstieg der eigenen Lebensqualität“ sagen ziemlich viel aus. Die Frage, die bleibt ist: hat mal jemand gefragt, wie es dem Kind geht? Ist es für das Kind ein sprunghafter Anstieg der Lebensqualität, sich abends in den Schlaf zu weinen, in dem Bewußtsein, daß die Mutter sich weigert, für das Kind da zu sein? Für Frau Kast-Zahn scheint Kindererziehung aus einem permanenten Machtkampf zu bestehen.
Ein Beispiel für diesen Machtkampf hat mich besonders traurig gemacht. Es wird der Fall eines einjährigen Kindes beschrieben, das sich den Finger in den Hals steckt und erbricht – alles nur, damit Mama nicht rausgeht. Frau Kast-Zahn interpretiert das als „Willen durchsetzen“. Ich frage mich dabei, wie zutiefst verstört dieses Kind sein muß, um zu solchen Maßnahmen zu greifen, um noch ein paar Minuten mehr die Anwesenheit der Mutter zu erzwingen. Hier ist davon die Rede, daß der kleine Junge seinen Willen durchsetzen will – statt zu hinterfragen, warum das Kind zu solch extremen Maßnahmen greift, die ja keineswegs normal sind. Statt dessen wird empfohlen, mit dem Programm weiter zu machen. Ergebnis: die Mutter kann abends endlich mal wieder was unternehmen…schlimm finde ich das.
Was mich weiterhin besonders gestört hat, ist diese Kälte, die die beiden Autoren verbreiten. Familienbett sei in Ordnung – aber besser sei doch, wenn das Kind alleine schläft. Kuscheln ist o.K. – aber nur nach Stundenplan. Brust geben ist reine Nahrungsaufnahme, mehr nicht. Nuckeln ist nur lästig. Eine Mutter, die das Schlaftraining unterbricht und das weinende Kind in den Arm nimmt, bekommt nach der Lektüre dieses Buches nicht das Gefühl, richtig gehandelt zu haben, sondern etwas „falsch“ gemacht zu haben. Nähe und Zuneigung zum Kind – dieses Buch gibt einem das Gefühl, daß das etwas ist, wessen man sich schämen müsse.
Insgesamt kann ich das Fazit ziehen: Holzhammerpsychologie ohne das geringste Einfühlungsvermögen. Die Frau Psychologin Kast-Zahn hat eindeutig den Beruf verfehlt. Wenn ich einen Hund will, den ich dressieren kann, lege ich mir einen Hund zu – kein Kind. Ich kann verstehen, daß man manchmal zu verzweifelten Maßnahmen greift, wenn man völlig übermüdet ist, aber die Ratschläge dieses Buches blind zu befolgen – was ja viele machen – halte ich für sehr bedenklich. Man sollte schon genau darüber nachdenken, was man da tut. Einige der beschriebenen Fälle hätten sich, statt mit dem Holzhammerprogramm, auch mit ein bißchen mehr Gelassenheit und Sensibilität gelöst. Wie genau, weiß ich auch nicht – aber ich bin ja auch keine Psychologin
.
Mein Tipp: Buch in die Tonne kloppen und versuchen, was Vernünftiges zum Thema Schlafen zu finden. Das bleibt mir erspart, ich bin froh, daß ich dafür keinen Cent ausgegeben habe, sondern einfach der Bücherei zurückgeben kann…aber schön, daß ich mir endlich eine eigene Meinung zu diesem Buch bilden konnte.
Ich weiß, das ist alles ein wenig wirr, aber ich bin auch ein wenig unausgeschlafen und ungeferbert…
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Da ich mir eine eigene Meinung bilden will und nicht immer über Bücher ablästern will, die ich nicht kenne, ist das heute meine Bettlektüre: die liebe Frau Annette Kast-Zahn mit ihrem Bestseller.
Also so völlig vorurteilsfrei gehe ich da jetzt mal ran…Gute Nacht allerseits!
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Der kleine Blähbauch hat zur Zeit keinen. Also keine Blähungen. Er schläft für seine Verhältnisse nicht schlecht und wenn er mal ein bißchen Luft im Bauch hat, ist sie recht schnell wieder weg. Das Ganze läuft seit Samstag richtig gut. Am Samstag ist Jens angekommen.
Psychologisch unbedarft, wie ich nun mal bin, vermute ich mal ganz laienhaft-naiv einen Zusammenhang zwischen Eumelpapa-Ankuft und Blähbauch-Abwesenheit.
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Das passiert, wenn man dem Eumel Brombeeren gibt und nicht genug davon hat:
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Ben klettet gerade ein wenig. Einschlafen ohne Mama – geht nicht. Mittagsschlaf mit Papa, Mama geht hinaus – das wird ganz schön laut. Lieblingsspielzeug ist gerade Mamas Bein, bzw. die ganze Mama.
Extrem fand ich aber gerade, daß ich Ben abgesetzt habe, damit er zu Jens krabbeln kann, Ben die ersten Krabbelschritte macht und kläglich anfängt zu weinen – weil er mich nicht mehr sehen konnte. Ich saß direkt dahinter wohlgemerkt. Kuscheln mag er aber trotzdem nicht. Es wird gekratzt, gekniffen, gebissen und an den Haaren gezogen, was das Zeug hält.
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Interessant ist, wenn man beim Einsteigen vom Busfahrer nach dem Weg gefragt wird…
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Wir haben heute noch einen großen Ausflug gemacht. Meine Eltern haben beide Urlaub, das Wetter war toll und Jens, Ben und ich werden ab Freitag für fast zwei Wochen in D. sein, daher haben wir beschlossen, den Tag für einen Besuch im Zoo zu nutzen. Aber zuerst wurde es ernst: wir waren bei der Kinderärztin.
Den Besuch hätten wir uns auch sparen können. Wieder einmal wurden die Blähungen nicht erst genommen, aber immerhin konnte die Frau eine Gedeihstörung ausschließen, d.h. sie meinte, Kinder mit Lactoseintoleranz oder Zöliakie entwickeln sich nicht so problemlos und nehmen nicht so viel zu. Verschrieben hat sie Lefax. Nun ja, was solls. Richtig gut zugehört hat sie auch: als sie gefragt hat, was der Eumel so ißt, habe ich ihr erzählt, daß ich morgens, abends und nachts noch stille. Zwei Minuten später fragt sie mich, welche Formelmilch ich benutze…*augenroll*.
Mit den Großeltern haben wir uns danach am Bahnhof getroffen: es ging nach Duisburg in den Zoo. Der Eumel ist auf der Fahrt irgendwann eingeschlafen.
Im Zoo haben wir eine Menge Tiere gesehen – klar, ist ja auch ein Zoo. Ich will eigentlich jetzt nur über die Tatsache hinwegtäuschen, daß ich mir die Namen der meisten Vierbeiner vergessen habe. Das erste, was wir gesehen haben, waren Madagaskar-Viecher.
Danach das übliche: Giraffen, Waschbären, Schildkröten, Elefanten…schon sehr kurz nach Ankunft haben wir eine Kaffeepause gemacht. Ich hatte nämlich den Wunsch geäußert, ein wenig zu trödeln, damit der Eumel nach dem Aufwachen auch noch Tiere sehen kann. Tatsächlich ist er während der Pause auch aufgewacht und wurde mit halbgefrorenem Kartoffelbrei mit Gemüse (peinlich: ich hatte den Kartoffelbrei auf eine Kühlakku gelegt und dabei nicht berücksichtigt, daß so ein Ding wirklich kalt ist). Danach gab es Aprikosenpampe, die der Eumel sehr eindeutig lieber mochte. Aber er ist ja sowieso so ein kleiner Fruchtzwerg. Bis jetzt mochte er – außer Papaya – die meisten Obstsorten.
Es fing an zu fisseln, als wir aufbrechen wollten. Zum Glück hat es nur sehr kurz geregnet. Ben wurde in den Ergo verfrachtet und wir haben der Zoo erkundet. Nach etwa zwei Minuten im Ergo ist er erneut eingeschlafen – fast hätte er die niedlichen Kätzchen verpaßt. Die ersten Tiere, die er angestaunt hat, waren südamerikanische Strauße (Name vergessen), afrikanische Hyänenhunde fand er interessant. Affen haben wir gesehen, eine Eselschnauze hat er bewundert und von den Giraffen war er sehr fasziniert.
Ein rundum gelungener Ausflug war das. Ach ja, wir haben Nemo im Aquarium gefunden:
Zoos finde ich persönlich zwar immer sehr interessant, aber oft ein wenig traurig, weil die Tiere meist zu wenig Platz haben. So auch hier: die Seehundbecken zum Beispiel waren ein einziger Witz. Aber die arbeiten dran. Übrigens: falls mal jemand zufällig in Singapore ist, kann ich den Zoo und die Night-Safari wärmstens empfehlen.
Heute abend haben wir uns außerplanmäßig, statt nach Hause zu fahren, mit einer Freundin getroffen. Sehr nett war das. Davor waren wir Cocktails trinken. klar, man könnte mir jetzt vorwerfen, daß ich den Eumel mit in eine Cocktailbar genommen habe, aber es war erstens nur einer, zweitens hat er nix bekommen, drittens hat der Besuch in dieser besagten Bar Tradition: immer, wenn wir in Düsseldorf sind, gehen wir mindestens ein Mal zur Happy Hour dort hin. Die einzige große Ausnahme war im letzten Jahr.
Ein schöner Tag war das. Der Eumel und sein Papa liegen jetzt total K.O. im Bett und schnarchen ein bißchen vor sich hin. Ich sinniere währenddessen darüber, daß der Eumel einen ganz schönen Dickkopf hat. Er wird richtig wütend, wenn ihm irgendwas nicht paßt. Außerdem scheint er einer von denen zu sein, vor denen dieses Lied immer gewarnt hat: „Spiel’ nicht mit den Schmuddelkindern…“. Er wirkt immer ein wenig schmodderig um die Nase, finde ich…;-).
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Der Eumel tobt und wird einfach nicht müde. Ich bin da nämlich ein wenig im Dilemma: ich stille den Eumel in den Schlaf, das ist er so gewöhnt. Das Problem ist aber, daß er viel Luft schluckt und irgendwann wach wird, weil er Luft im Bauch hat. Also muß er Bäuerchen machen.
Macht er aber Bäuerchen, wird er wach und schläft nicht mehr. So wie jetzt. Blöd das. Gestern ging das ganze Spielchen bis halb eins, inclusive Blähungen und Zäpfchen. Immerhin hat er danach Durchgeschlafen, ohne zwischendurch zu stillen. Insgesamt siebeneinhalb Stunden – auch nicht wirklich berühmt.
Irgendwie habe ich es hier geschafft, seinen Rhythmus total durcheinander zu bringen. Oder es ist zu warm. Oder er steckt in einem Schub. Oder es ist Vollmond, oder, oder, oder…irgendwas.
Ich würde heute ja wirklich gerne endlich mal einen Film sehen, meinetwegen auch am PC. Geht aber jetzt nicht. Mogen vielleicht.
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Da die Sonne heute so schön schien, wir also das tollste Ausflugwetter hatten, haben wir unsere Siebensachen gepackt und sind auf zu den Rheinwiesen, wo momentan die Kirmes läuft. Irgendwie gehört das in Düsseldorf ja zum Pflichtprogramm. Da wir mitten in der Woche und nachmittags da waren, war es auch nicht so voll.
Die erste Stunde, die wir über die Kirmes gebummelt sind, hat der Eumel verschlafen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und bin flugs in die Achterbahn gehüpft. Nicht, daß ich wirklich scharf drauf war, aber ich wollte eben auch nicht zugeben, daß ich schon ein wenig Schiß hatte. Da bin ich, siehe Pfeil…
Jens konnte ich danach überreden, mit mir auf die „Wilde Maus“ zu gehen. Danach war ich zufrieden. Irgendwie machen solche Sachen ab einem gewissen Alter keinen echten Spaß mehr.
Wie auch immer. Der Eumel ist danach sowieso wach geworden und hat sich mit riesengroßen Augen umgeschaut. Er hatte einen Heidenspaß: So viele Leute, so viel zu gucken, so viel Krach…toll!
Eine Schrecksekunde hat den Spaß aber ein wenig getrübt: Als wir an der Geisterbahn vorbei gegangen sind, haben wir ein schreckliches Monster gesehen. Zuerst hat sich der Eumel das seltsame Wesen interessiert angeschaut. Plötzlich – irgendetwas muß ich ganz schrecklich erschreckt haben – verzog er vor Panik das Gesicht und hat angefangen zu weinen. Armes Kerlchen, ich hätte nicht gedacht, daß er sich so gruseln würde. Ich habe ihn getröstet und bald darauf war das schreckliche Monster vergessen.
Zu guter letzt haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Frankreich gemacht, wo es für meine Eltern und Jens standesgemäß Altbier gab. Ich mag die Plörre nicht, daher mußte ich mich mit Wasser begnügen.
Hoch auf Papas Schultern ging es schließlich nach Hause.





















